Chevrolet, Dodge, Donkervoort, Ferrari

Supersportwagen von A bis Z (Teil 2) Supersportwagen von A bis Z (Teil 2)

Dodge, Donkervoort, Ferrari, Ford

— 12.03.2003

Supersportwagen von A bis Z (Teil 2)

Diese Fahrzeuge bringen jeden Autofan zum Träumen. Exoten und Supersportwagen für den etwas größeren Geldbeutel.

Dodge SRT-10: Achtung, giftige Schlange!

Auch wenn man es der Viper nicht im Entferntesten ansieht: Die Basis des Zehnzylindermotors entstammt einem Lastwagen – dort jedoch in Grauguss-Technik. In der Viper hingegen schlägt ein Aluminium-Herz, das aufgrund des immensen Hubraums von 8,3 Liter Hubraum lediglich eine Literleistung von rund 61 PS produziert. Versammeln sich allerdings alle Pferdestärken gleichzeitig, werden die Passagiere von 507 PS in die Sitze des ansonsten sehr von Plastikelementen dominierten Innenraums gepresst.

Bei längeren Fahrten empfiehlt sich eine Kopfbedeckung, die knappen Abmessungen des Verdecks verleiten zum Offenfahren. Wer sich absolut nicht mit einem Cabriolet dieser Art identifizieren kann, wird von Dodge mit der Rennversion "Competition" bedient. Neben dem harten Dach sind weitere 100 PS im Lieferumfang enthalten. Genug, um erfolgreich die 300-km/h-Grenze zu knacken.

Donkervoort D8: Formelspaß für die Straße

Begonnen hatte bei Donkervoort alles mit dem Import von Super-Seven-Bausätzen aus England. Die damals noch steuerlich begünstigten Bausätze fanden jedoch auch auf dem Festland bald so viele Anhänger, dass sich der niederländische Importeur dazu entschloss, ähnliche Fahrzeuge nach seinen Vorstellungen zu bauen. Mittlerweile zählen die "Donkies" auch unter den hartgesottensten Vertretern der Seven-Fraktion zweifellos zu den besten offenen Sportwagen, die es derzeit gibt.

Exzellente Verarbeitung, leistungsstarke Großserien-Aggregate von Audi (bis zu 210 PS Leistung) und ein hoher Wiederverkaufswert sind Argumente, die die Fans schätzen. Dazu verfügt der kompromisslose Zweisitzer über Fahrleistungen eines absoluten Supersportwagens bei gleichzeitig uneingeschränkter Alltagstauglichkeit. Für den Spurt von 0 auf 100 km/h vergehen beim D8 läppische vier Sekunden.

Ferrari 360 Modena: Ferrari für Einsteiger

Auch wenn der 360 Modena die günstigste Möglichkeit darstellt, ein Fahrzeug mit dem springenden Pferd am Bug zu fahren, mangelt es dem Italiener keineswegs an Ausstrahlung. Die faszinierende Aura der gleichzeitig eleganten wie aggressiv geschneiderten Karosse zieht den Betrachter sofort in ihren Bann. Sogar ein Blick auf das Allerheiligste ist gestattet: Der V8-Mittelmotor liegt aufgebahrt wie einst Schneewittchen unter einer großen Glaskuppel.

Direkt hinter den Ohren des Fahrers stimmen die 400 Rasse-Hengste zum metallisch-kreischenden Lobgesang auf die italienische Automobilbaukunst an. Wer die sechs Gänge nicht durch die silbrige Schaltkulisse schieben möchte, kann dies auch in Schumi-Manier mit Lenkradwippen tun (sequenzielle Schaltung für 8000 Euro). Dann muss man bis zu 295 km/h Spitze die Hände nicht mehr vom Lenkrad nehmen. Der 360 Modena ist auch als offener Spider zu haben.

Ferrari 575M Maranello: 12-Zylinder-Express

Er ist der schnellste Frontmotor-Sportwagen der Welt: der Ferrari 575M Maranello. Das M hinter der Zahlenkombination steht für "modifiziert". Veränderungen gegenüber dem Vorgänger 550 Maranello sind nur marginal, zumindest äußerlich. Das behutsame Facelift umfasst größere Lufteinlässe in Haube und Frontschürze, tieferen Frontspoiler und Xenon-Scheinwerfer mit Einfassungen in Wagenfarbe. Dafür hat sich unter dem Aluminiumkleid wesentlich mehr getan.

Das V12-Triebwerk schöpft seine Kraft jetzt aus 5748 Kubikzentimetern. Mächtige 589 Newtonmeter pressen den Fahrer in den Sitz. Stramme 515 PS beschleunigen das 1,7 Tonnen schwere Hochleistungscoupé in nur 4,2 Sekunden auf 100.Wenig später passiert der Ferrari Tempo 200. Erst bei überirdischen 325 km/h ebbt die Riesenkraft ab. Das optionale F1-Getriebe mit Schumis Lenkrad-Schaltwippen gibt’s für 8000 Euro extra.

Ferrari 456M GT: Rassepferd mit Klasse

Das dritte Ferrari-Modell im Bunde hat sich nicht so sehr dem Thema puristischer Sportlichkeit verschrieben, sondern versteht sich mehr als ein schnelles, aber komfortorientiertes Coupé. So verfügt der 456 GT nicht nur über eine umfangreiche Ausstattung mit Verwöhnaroma (elektrisch verstellbare Ledersitze, Hifi-System, verstellbare Stoßdämpfer), sondern stellt als 2+2-Sitzer auf der Rückbank mehr oder weniger bequeme Einzelsitze zur Verfügung.

Trotz eher luxuriöser Ausrichtung ist ein potentes Aggregat für Ferrari aber Ehrensache. Mit einem 442 PS starken V12 sollte man für alle Eventualitäten gut gerüstet sein. Der 1,7-Tonner läuft damit über 300 km/h schnell und beschleunigt in 5,2 Sekunden auf Tempo 100. 550 Newtonmeter werden wahlweise manuell oder automatisch übertragen. Kaum zu glauben: Der 456 GT wird schon seit 1992 gebaut, was man ihm optisch kaum anmerkt.

Ferrari Enzo Ferrari: Auf Michaels Spuren

Ein Auto, das den Namen des Firmengründers trägt, darf sich keine Schwächen leisten. Um die zu vermeiden, haben sich die Ferrari-Ingenieure beim Enzo selbst übertroffen. Der oft zitierte Transfer von aufwändiger Formel-1-Technologie in den Serien-Fahrzeugbau findet hier tatsächlich statt. 660 PS Leistung aus einem hoch drehenden Zwölfzylinder mit sechs Liter Hubraum lassen andere Sportwagen wie Statisten wirken.

Um die Leistung entsprechend kalkulierbar auf die Straße zu übertragen, verfügt der italienische Supersportler über eine ausgeklügelte Aerodynamik, die mit Hilfe beweglicher Spoiler an Front und Heck das Auto bei hoher Geschwindigkeit regelrecht an die Straße fesselt. Der Kunde kann bei Bedarf sogar das Tempo von Michael Schumacher – der übrigens viel Abstimmungsarbeit leistete – mitgehen: Ferrari bescheinigt dem Enzo eine Höchstgeschwindigkeit von 365 km/h.

Ford Mustang Mach1: Gasstoß vorm Wechsel

Das Jahr 2003 wird das letzte jener Mustang-Jahre sein, in dem der Nachfolger optisch so weit von seinem Urahn entfernt ist. Denn die Mustang-Fans haben die grobschlächtige Karosserie nie geliebt. Das konnten auch die ausreichend starken Sechs- und Achtzylinder nicht wettmachen. Deshalb plant Ford, nach einer letztmaligen Sonderauflage namens "Mach1" den Nachfolger 2004 im Retro-Look zu präsentieren.

Doch ehe es so weit ist, wird das einst als "schnellstes Serienauto für vier Personen" geltende Coupé in einer Auflage von 6500 Exemplaren den Unverbesserlichen das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Dessen Mehrventil-V8 leistet 305 PS. Damit auch Passanten die motorische Potenz erkennen können, verfügt der "Mach1" über ein liebevolles Detail: die oben offene "shaker"- Motorhaube, die die Gasstöße des Fahrers von außen erkennen lässt – yeah! FAZIT Kurz vor dem Modellwechsel im kommenden Jahr präsentiert Ford noch einige Sondermodelle des Mustang. Die Sammler werden sich freuen.

Zum Teil 3 geht es hier lang!

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