Dodge Ram 1500 Quad Cab 4x4 SLT Plus

Dodge Ram 1500 Quad Cab 4x4 SLT Plus Dodge Ram 1500 Quad Cab 4x4 SLT Plus

Dodge Ram 1500 Quad Cab 4x4 SLT Plus

— 24.03.2002

Der dicke König

Nein, nicht die C-, die A- oder sonst eine Mercedes-Klasse ist die beliebteste Baureihe in der Modellpalette von DaimlerChrysler. Der Verkaufsschlager ist der dicke Pickup Dodge Ram, der jetzt nach acht Jahren Bauzeit neu eingekleidet wurde.

Einmal hinschauen reicht nicht

"Bloß keine Experimente", sagten sich die Designer, als es um die Neuauflage des Dodge Ram ging. Schließlich ist der seit 1994 gebaute Pickup der Bestseller im Programm des gesamten DaimlerChrysler-Konzerns. Mit dem seinerzeit revolutionären Retrodesign des Ram, das an die großen amerikanischen Trucks erinnert, landete die Marke Dodge den größten Wurf in ihrer Geschichte.

Galt der Ram vorher als der schlimmste Langweiler unter den Pickups, den nur noch Farmer in der hintersten Provinz kauften, wurde er mit einem Mal zum gefragten Star am Pickup-Himmel. Die Verkaufszahlen der Baureihe verdreifachten sich nach der Markteinführung des 1994er Modells auf 200.000 Stück pro Jahr und stiegen 1999 auf 439.000 Exemplare: Dagegen ist jede Mercedes-Pkw-Baureihe der reinste Ladenhüter.

Nach diesem Erfolg war klar, dass die geplante Neuauflage des Ram zum Modelljahr 2002 optisch so nahe wie möglich am Vorgänger bleiben würde. Auf den ersten Blick sieht man tatsächlich kaum Unterschiede. Dabei ist die komplette Karosserie neu, von der ersten bis zur letzten Schraube. Erst bei genauerem Hinsehen bemerkt man die Details, die das neue Modell vom alten unterscheiden: Den noch mächtigeren Kühlergrill, die deutlich schräger stehende Frontscheibe, die noch markanteren vorderen Kotflügel und beim Quad Cab die vorn angeschlagenen hinteren Seitentüren.

Deutlich direktere Lenkung

Auch unter dem Blech ist einiges neu: Der Rahmen soll laut Dodge um 400 Prozent verwindungssteifer geworden sein, die Kugelumlauflenkung wich einer Zahnstangenlenkung, und beim 4WD-Modell wurde die vordere Schraubenfeder-Starrachse durch eine Einzelradaufhängung an Doppelquerlenkern mit Drehstabfedern ersetzt. Beim Fahren spürt man auf Anhieb den Unterschied zum Vorgänger. Der Riese lässt sich leichter manövrieren, die Lenkung arbeitet deutlich direkter und präzise.

Besser gefedert ist der neue Ram allerdings trotz der neuen Vorderachse nicht. Die nach wie vor blattgefederte Hinterachse verteilt auf schlechten Straßen und natürlich im Gelände immer noch tüchtige Schläge ins Kreuz der Passagiere, solange die Ladefläche leer bleibt. Unser Testwagen hatte den alten Magnum-V8 mit 5,9 Liter Hubraum und 245 PS unter der riesigen Haube, der noch aus der alten Motorengeneration stammt. Der ist kräftig genug, um den schweren Dodge standesgemäß auf Trab zu halten.

Doch dafür säuft er gnadenlos: Unser Testverbrauch auf den Highways in und um Los Angeles lag zwischen 19 und 24 l/100 km. Sparsamer gehen die beiden Triebwerke der neuen Chrysler-Motorengeneration zur Sache, der 3,7-Liter-V6 mit 215 PS und der 4,7-Liter-V8 mit 240 PS, die es auch in den Jeep-Modellen gibt. Beide verbrauchen im Schnitt drei bis vier Liter weniger.

Auf Wunsch mit Windowbags

Die beiden kleineren Motoren bekommt man auch mit Fünfgang-Schaltgetriebe. Den Magnum-V8 gibt es nur mit Vierstufen-Automatik. Ein Diesel ist wie bisher nicht in Verbindung mit dem 1500er-Modell lieferbar. Er kommt erst 2003 mit den Heavy-Duty-Versionen 2500 und 3500. Dann soll auch der neue Hemi-V8 mit 5,7 Liter Hubraum und etwa 300 PS fertig sein.

Jetzt haben die Käufer "nur" die Wahl zwischen Einzelkabine und viertüriger Quad Cab, langer und kurzer Pritsche, 2WD und 4WD, den drei genannten Motoren, Schalt- und Automatikgetriebe, Hinterachs- oder Vierrad-ABS und den drei Ausstattungslinien ST, SLT und SLT Plus. Doch selbst das Topmodell hat längst nicht alle lieferbaren Extras serienmäßig an Bord. In der Aufpreisliste stehen noch genügend Positionen. Einige dieser Extras kennt man bisher nur aus Luxuslimousinen, zum Beispiel elektrisch verstellbare Pedale. Ebenfalls neu für einen Pickup sind Windowbags.

Technische Daten

Die 2WD-Versionen starten bei 17.670 Dollar, die 4WD-Modelle bei 26.065 Dollar. Der gut ausgestattete Testwagen kam auf stolze 35.605 Dollar, die sich mit Zoll, Fracht und Mehrwertsteuer auf über 100.000 Mark oder 50.000 Euro summieren, wenn der Wagen über freie Importeure nach Deutschland kommt. Darum wird der neue Dodge Ram im deutschen Modellprogramm von DaimlerChrysler fehlen.

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