Dodge-Studien Caliber/Nitro

Dodge-Studien Caliber/Nitro

— 15.02.2005

Europa im Fadenkreuz

2006 will Dodge die europäische Kompakt- und Mittelklasse erobern. Zwei Modelle haben die Amis schon jetzt enthüllt.

Sparsame Benziner, moderne Diesel

Wer hätte gedacht, daß Chevrolet irgendwann Kleinwagen mit 0,8 Litern Hubraum verkauft? Daß die uramerikanische GM-Tochter Saturn unseren Opel Vectra als Aura auf den Highway schickt? Und daß DaimlerChrysler die ungezügelte Cowboy-Marke Dodge (Motto: "Pack den Stier bei den Hörnern") in Europa mit kompakten Pkw-Modellen anreichert?

Zugegeben, an diese Gedanken können wir uns noch nicht so recht gewöhnen. "Mit dem Verkaufsstart 2006 wird das Dodge Modell-Portfolio für den außeramerikanischen Markt hauptsächlich Fahrzeuge des C- und D-Segments umfassen", kündigt Marketing-Vize Joe Eberhardt an. Neben "sparsamen Benzinmotoren" sollen auch "hochmoderne Diesel" dabeisein – völlig neue Seiten der Draufgänger-Marke, die in Deutschland bislang nur mit der 476 PS starken Viper vertreten ist.

Ein eigenes Händlernetz werde es nicht geben, die künftigen Dodge-Modelle stehen zusammen mit Chrysler und Jeep unter einem Dach. Am unteren Ende geht es mit dem kompakten "Caliber" los. Für Dodge ist die Studie eine Mischung aus SUV und Coupé, ein Crossover. Die äußeren Abmessungen (4,41 Meter lang, 1,74 Meter breit und 1,53 Meter hoch) erinnern an die künftige B-Klasse von Mercedes-Benz.

210 V6-PS für 1,9 Tonnen SUV

Das Design ist dabei im wahrsten Sinn von völlig neuem Kaliber: Der charakteristische Fadenkreuz-Kühler ist Teil einer muskulösen Front, die dahinter eigentlich wesentlich größere Dimensionen erwarten läßt. Die stark nach vorn geneigte Heckklappe verleiht dem Profil tatsächlich etwas Coupéhaftes. Welche Motoren den Caliber antreiben, ist noch nicht bekannt – das verrät Dodge sicherlich bei der Publikumspremiere auf dem Genfer Salon 2005.

Ein echtes Midsize-SUV haben die Amerikaner dagegen mit der Studie "Nitro" auf die Räder gestellt. Der Fünfsitzer debütierte auf der Chicago Auto Show und wirkt vorne wie hinten imponierend bullig. Innen macht er mit einer Mischung aus Leder, Chrom, Satinsilber und roten Akzenten auf edel, setzt zugleich auf Variabilität: Die Sitze sind umklappbar, und wenn die Hecktür geöffnet ist, läßt sich der Fußboden zum besseren Beladen herausziehen.

Der solide Eindruck des Nitro ist alles andere als Show, dafür sprechen fast 1,9 Tonnen Gesamtgewicht. Die beschleunigt der Allradler dank 210-PS-V6 in 9,6 Sekunden auf Tempo 100, allerdings ist schon bei 175 km/h Schluß. Daran dürfte der Luftwiderstand nicht ganz schuldlos sein.

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