Drei scharfe Roadster im Vergleich

Drei scharfe Roadster im Vergleich

— 25.09.2009

German Open

Drei rassige Roadster aus deutschen Landen treffen sich zum temporeichen Schlagabtausch. Wer hat nach dem Showdown auf dem anspruchsvollen Sachenring die Nase vorn – Audi TT RS BMW Z4 sDrive 35i oder Porsche Boxster S?

Auch wenn Puristen darüber nur die Nase rümpfen: Es gibt sie, die Kombination aus sportlichem Auftritt und offenem Fahrvergnügen. Zwar sind unsere drei Testkandidaten keine Roadster im klassischen Sinne, denn von Notverdecken kann man hier nun wirklich nicht sprechen. Doch ist Roadsterfahren auch eher eine Haltung: Das Verdeck kommt drauf, wenn's arg regnet – ansonsten bleibt die Fuhre offen – Punkt. Zwar könnte man schon den alten Zeiten hinterhertrauern, als ein simples Verdeck im Handumdrehen nach hinten geklappt werden konnte. Doch dafür glänzen aktuelle Faltdächer durch eine sehr gute Isolierung und Geräuschdämmung, was die ganzjährige Nutzung ohne unbedingten Rückgriff auf ein Hardtop möglich macht. Also Dach auf und los.

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Immer gut behütet: Der BMW ist der einzige Testkandidat mit einem Blech-Klappdach.

Am zügigsten ist der Übergang von geschlossen nach offen und umgekehrt im 22%A3%22%txet22%C2%22%ttF2%iduaF2%elledom-nekramF2%ed.dlibotua.wwwF2%F2%A3%ptth22%A3%22%noitanitsed22%C2%22%ttF2%iduaF2%elledom-nekramF2%ed.dlibotua.wwwF2%F2%A3%ptth22%A3%22%ferh22%B7%"=tla "tt/idua/elledom-nekram/ed.dlibotua.www//:ptth"=ferh ""=eltit "dlrowzotua2knil"=ssalc a< RSTT>"D7%22%22%A3%22%tegrat22%C2%1A3%22%knil_ri22%C2%22%22%A3%22%saila22%C2%22%E22%A3%22%epyt22%C2%22%22%A3%22%smarap_resu22%C2%22%22%A3%22%tcejbus22%C2%22%TTAudi >a/< Roadster, der auf Tastendruck nach rund zwölf Sekunden oben ohne dasteht. Einen Handgriff mehr erfordert der Boxster, denn hier muss zuvor eine Arretierung gelöst werden, damit nach etwa 14 Sekunden einem freien Blick Richtung Himmel nichts mehr entgegensteht. Der BMW Z4 trägt beim Zeitenvergleich ein Handikap in Form eines Blechdachs mit sich herum. Die clevere Faltmechanik nimmt sich etwas mehr Zeit (circa 22 Sekunden), bietet dafür aber als serienmäßiges Hardtop die beste Wintertauglichkeit und ein Geräuschniveau wie in einem Coupé. Erfreulich: Die sonst oft unförmige Heckpartie bei Blechdach-Cabrios bleibt dem Z4 ebenso erspart wie ein zu kleiner Kofferraum. Bei offenem Dach schluckt der Z4 immerhin noch 180 Liter, geschlossen fasst der Kofferraum 310 Liter. Zum Vergleich: Der TT RS nimmt offen wie geschlossen 250 Liter auf, der Boxster S 150 Liter vorn und 130 Liter hinten. Bei allen dreien ist eine elektrische Dachbetätigung serienmäßig. Ein Extra-Hardtop gibt es nur für den Porsche Boxster gegen Zuzahlung von 2249 Euro.

Schon rein optisch trägt der #PARSER#SR TT iduA#PARSER# dicker auf als die Konkurrenz

Eindeutig: Der Audi TT RS macht aus seiner Leistung auch optisch keinen Hehl.

Doch wer will schon an den Winter denken, wenn sich der sparsame Sommer gerade von seiner zwar nicht besten, immerhin aber absolut Roadster-tauglichen Seite zeigt und drei knackige Gefährte mit jeweils mehr als 300 PS höchst verlockend ihr Blech in der Sonne glitzern lassen? Am extrovertiertesten gibt sich der TT RS. Riesige Lufteinlässe, von denen sich Kleinsäuger bis Mopsgröße besser fernhalten. In mattierter Aluoptik blinkende Lippen an Bugspoiler und hinterem Diffusor (Optikpaket Aluminium matt für 800 Euro). Und dann noch der gewaltige Heckspoiler, den der TT RS selbstbewusst zur Schau trägt wie ein Kampfsportler das "Mutti ist die Beste"-Tattoo auf dem Oberarm. Wem das hintere Windleitwerk zu exaltiert erscheint, der kann ohne Mehrkosten auf den elektrisch ausfahrenden Spoiler aus der Großserie zurückgreifen. Massig steht der RS da, ist aber mit 1573 Kilo etwas leichter als der Z4 mit 1583. Der wirkt neben dem "D7%22%22%A3%22%tegrat22%C2%1A3%22%knil_ri22%C2%22%22%A3%22%saila22%C2%22%E22%A3%22%epyt22%C2%22%22%A3%22%smarap_resu22%C2%22%22%A3%22%tcejbus22%C2%22%iduA#PARSER# wie ein feingliedriger Beau, der zwar zeigt, was er hat, aber weniger dick aufträgt. Das Wechselspiel aus konvexen und konkaven Linien, die sehr breite, sehr lange und tief heruntergezogene Motorhaube und der knackige Heckabschluss formen eine Gestalt, die man aus vielen Perspektiven mit Genuss betrachtet.

Schon die Proportionen scheinen zu sagen: "Ich bin ein sehniger Sportler mit dickem Frontmotor, der meinen Hinterrädern ordentlich Feuer machen kann". Ein rassiger Roadster, der schon im Stand Appetit auf kurvenreiche Ausfahrten macht. Wie bei "D7%22%22%A3%22%tegrat22%C2%1A3%22%knil_ri22%C2%22%22%A3%22%saila22%C2%22%E22%A3%22%epyt22%C2%22%22%A3%22%smarap_resu22%C2%22%22%A3%22%tcejbus22%C2%22%ehcsroP#PARSER# üblich wurde auch der aktuelle Boxster äußerlich gegenüber dem Vorgänger nur behutsam verändert. Scheinwerfer im Carrera-GT-Look und waagerechte LED-Positionsleuchten prägen die Front, von hinten ist der Boxster S an den roten LED-Rückleuchten zu erkennen und macht mit Doppelendrohr à la GT3 auf dicke Hose. Zwischen dem massigen TT RS und dem filigranen Z4 ist der Boxster das schnörkellose Leichtgewicht: Schlanke 1405 Kilogramm bringt er auf die Waage und ist so mit dem besten Leistungsgewicht von 4,5 Kilogramm pro PS gesegnet (Audi: 4,6 kg/PS; BMW: 5,2 kg/PS). Die kräftige Anmutung des TT RS setzt sich im Innenraum fort. Der extradicke Schaltknauf liegt gerade noch gut in der Hand, das dicke Lenkrad mit für Straßenfahrzeugen modisch-sinnfrei abgeflachter Unterseite verlangt schon stattliche Pratzen, will man es im Bereich der Speichen vernünftig umgreifen. Audi -typisch sehr gut sind die serienmäßigen Sportsitze. Wer noch mehr Seitenhalt sucht, kann gegen Zuzahlung von 2855 Euro Schalensitze ordern, die allerdings ohne Seitenairbags auskommen müssen.

Mit steigender Drehzahl wächst im Porsche Boxster S der Spaß

Dem darf man die Sporen geben: Steigt die Drehzahl, steigt im Boxster S auch der Spaß.

Wer im "D7%22%22%A3%22%tegrat22%C2%1A3%22%knil_ri22%C2%22%22%A3%22%saila22%C2%22%E22%A3%22%epyt22%C2%22%22%A3%22%smarap_resu22%C2%22%22%A3%22%tcejbus22%C2%22%WMB#PARSER# sportlich sitzen will, sollte zu den optionalen Sportsitzen (630 Euro) greifen, die mit elektrisch einstellbaren Seitenwangen ausgestattet sind. Ein kleines Lenkrad, der kurze Schaltknauf und ein Wippschalter für die Regelung von Motor, Fahrwerk (bei optionalem M-Sportfahrwerk) und Fahrdynamik (Normal, Sport, Sport +) wecken sportliche Neugier. Die schürt der Audi schon nach dem Anlassen nach Kräften, denn der aufgeladene Fünfzylinder klingt ungewöhnlich gierig: Im Leerlauf wummert der Fünfender verheißungsvoll, um bei höheren Touren in ein sehr eindrucksvolles Kampfgedonner überzugehen. Mit viel Druck bei jeder Drehzahl und einer willigen Gasannahme schiebt sich der TT RS bei der Beschleunigungsmessung nach vorn: 5,0 Sekunden auf 100 km/h reichen dem stärksten Testteilnehmer, die 200 km/h liegen nach 17,7 Sekunden an. Der von zwei Turboladern beatmete BMW Z4 sorgt ebenfalls für druckvolle Beschleunigung bei jeder Drehzahl, gefällt zudem mit hoher Laufruhe und einem tiefen, warmen Sound. Er lässt die 100 km/h nach 5,3 Sekunden hinter sich und stürmt in 20,3 Sekunden den 200 km/h entgegen.

Der kehlig-aggressiv klingende Boxster S spielt umso munterer auf, je höher die Drehzahlnadel steigt. Der Boxer-Saugmotor ist hungrig nach Drehzahl und glänzt mit einer gleichmäßigen Leistungsabgabe. Beim Ermitteln der Fahrleistungen schiebt er sich auf Platz zwei: 5,2 Sekunden nimmt er sich Zeit für den Prestigesprint auf 100 km/h, nach 19 Sekunden ist auch die 200- km/h-Marke erreicht.

Wie sich die drei offen Fahrspaßmaschinen auf der Rennstrecke schlagen, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Vergleich mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es es als Download im Heftarchiv.

Autor: Ralf Kund

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