Drogentest

Drogen im Verkehr

— 24.03.2011

"Hohe Dunkelziffer"

Drogenkontrollen im Verkehr sind wichtig. Doch die Polizei hat kaum Zeit für Tests. Da hilft auch die Forderung der Politik nach mehr Kontrollen wenig. Und bei neuen Drogen helfen auch Kontrollen nicht.

Nach einem Verkehrsunfall in Hamburg mit vier Todesopfern fordert die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann eine "höhere Kontrolldichte bei der Suche nach berauschten Fahrern. Die Dunkelziffer ist viel zu hoch", so Lühmann. Wer Polizistenstellen abbaue, nehme weitere Unfälle in Kauf. "Früher hatte man im Streifenbetrieb noch die Zeit, Drogenkontrollen mitzumachen", so die frühere Polizistin. Heute sei dies aufgrund von Einsparungen und Arbeitsverdichtung kaum noch möglich. Ähnlich wie Lühmann hält auch Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft die bestehenden Gesetze für ausreichend, zumal jede Drogenfahrt eine Straftat sei und den Führerschein koste.

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Auch die auf Streifenwagen üblichen Schnelltests könnten die gängigsten Drogen nachweisen. "Allerdings ist die Polizei bei ganz neuen Drogen immer zweiter Sieger. Das ist wie beim Doping", so der Chef der Polizeigewerkschaft. Anders als bei Alkohol wüssten viele Verkehrsteilnehmer nicht, wann bestimmte Drogensubstanzen abgebaut seien. "Das erhöht die Gefahr", sagt Wendt.

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