DSST-Notlaufreifen

Dunlop DSST-Notlaufreifen Dunlop DSST-Notlaufreifen

DSST-Notlaufreifen

— 10.08.2005

Vergessen Sie Reifenpannen!

Mit den DSST-Reifen von Dunlop kann auch ohne Druck weitergefahren werden. Bisher bieten aber nur BMW und Mini die neue Reifentechnik an.

Mit dem Reifen kam die Panne

Als John Boyd Dunlop 1888 den luftgefüllten Reifen erfand, war dies zugleich die Geburtsstunde der – Reifenpanne. Im Gegensatz zu Holzrädern war der komfortable Gummireifen auf schlechten Straßen empfindlicher. Höchste Zeit für einen Ersatzreifen, der in der Neuzeit vor allem Platz im Kofferraum blockierte.

Eine zweckmäßige Lösung schien nicht in Sicht, auch wenn auf besseren Straßen die Reifenpanne selten wurde und im Schnitt kaum mehr als alle 150.000 Kilometer den Autofahrer aufhält. Immerhin, das vollwertige Ersatzrad wurde zum tempobegrenzten Notrad degradiert und mittlerweile durch Pannenhilfesysteme wie Tirefit ersetzt. Nur eins blieb bis heute gleich: Verliert der Reifen Luft, muß der Fahrer stoppen und Hand anlegen.

Vorbei. Das Zauberwort der Zukunft heißt DSST, ausgeschrieben Dunlop Self-Supporting Technology. Übersetzt soviel wie selbst-unterstützende-Technik. Ein Notlaufreifen, mit dem auch dann noch gefahren werden kann, wenn kein Druck mehr im Reifen ist. Reifenwechsel oder Dichtmittel sind passé. Leider auch Reifenreparaturen, die aber bei normalen Reifen für höhere Geschwindigkeiten ebenfalls nicht empfohlen werden. Aber wie funktioniert DSST?

Trotz Plattfuß sicher weiterfahren

Der Trick liegt in der Reifenflanke. Sie wurde erheblich verstärkt, der Reifen damit im Schnitt um 1,2 Kilogramm schwerer. Auf diesen Gummiwülsten kann sich der Reifen abstützen. Er wird ohne Druck weniger beim Fahren durchgewalkt und dadurch weniger heiß. Beim Tempo 80 garantiert der Hersteller 150 Kilometer Reichweite – bei null Bar Druck wohlgemerkt.

Das funktioniert so gut, daß der Fahrer den Druckverlust gar nicht bemerkt. Fahren, bremsen, beschleunigen – das Auto fühlt sich an wie immer, der Reifen bleibt sicher und fest mit der Felge verbunden. Nur bei offenem Fenster ist das typische Flap-Flap-Flap-Geräusch der platt aufliegenden Reifenlamellen zu hören, die auf der Straße abrollen. Deshalb gibt es DSST-Bereifung nur in Verbindung mit einem Reifendruckwarnsystem.

Weil die festeren Flanken auch etwas weniger Komfort bedeuten, müssen Fahrwerk und Karosserie auf diese Härte abgestimmt sein. Das geht nur bei Neukonstruktionen wie dem BMW 5er (E 60), dem 6er Coupé/Cabrio (E 63/64), Z4 (E 85) und dem neuen BMW 1er (E 87). Auch der Mini läßt sich bereits mit DSST-Reifen fahren. Eine Nachrüstlösung für ältere Fahrzeuge oder Freigaben für andere Neuwagenmodelle gibt es bisher nicht. Noch nicht.

Deutliche Gewichtsersparnis, mehr Sicherheit beim Fahren, weniger Risiko durch Entfall des Reifenwechsels vor Ort, Einsatz auf handelsüblichen Felgen mit bewährten Dunlop-Profilen wie SP Sport 01 oder Winter Sport M3 – das sind die Argumente, die vermutlich alle Autobauer mittelfristig von dem Konzept überzeugen werden. Und Reifen mit Notlaufeigenschaften werden dann fast so pannensicher sein wie früher die Holzräder.

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