DTM 2008, Barcelona,Paul di Resta, Mercedes, im Zweikampf mit Audi-Pilot Timo Scheider

DTM 2008 in Barcelona

— 22.09.2008

Di Resta macht es spannend

Das Deutsche Tourenwagen Masters bleibt spannend. Der Sieg von Paul di Resta im C-Klasse Mercedes vor Audi-Pilot Timo Scheider in Barcelona beschert den DTM-Fans einen engen Titelkampf für die letzten Rennen.

Mercedes-Pilot Paul di Resta hat mit seinem zweiten Saisonsieg eine Vorentscheidung im Deutschen Tourenwagen Masters verhindert und DTM-Spitzenreiter Timo Scheider einen heißen Zweikampf bis zum Saisonende vorausgesagt. Der 22 Jahre alte Schotte gewann am Sonntag (21. September 2008) in Barcelona den neunten von insgesamt elf Saisonläufen vor Scheider und liegt im Gesamtklassement nun wieder in Schlagdistanz zu dem Audi-Rivalen. "Es gibt noch 20 Punkte zu verteilen und die will ich holen", kündigte di Resta an. Dritter wurde Mercedes-Routinier Bernd Schneider (St. Ingbert). "Perfekt, das Auto war wunderbar", rief der Sieger unmittelbar nach der Zieldurchfahrt seinem Team per Boxenfunk zu. Da Audi-Mann Scheider bei einem Erfolg bereits im nächsten Rennen im französischen Le Mans den Gesamtsieg aus eigener Kraft hätte perfekt machen können, reagierte auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug spürbar erleichtert darüber, dass sein Team sich weiter Hoffnungen machen darf. "Ein ganz deutlicher Sieg von Paul Di Resta, unser fünfter beim neunten Rennen - alles bleibt offen. Paul ist weiter im Titelkampf - eine klasse Leistung heute!", sagte Haug.

Nur noch sieben Punkte Rückstand

Nach dem Erringen der Poleposition machte sich Ex-Champion Bernd Schneider im Interview noch Hoffnungen auf den Sieg.

Im Gesamtklassement verkürzte di Resta (55 Punkte) seinen Rückstand auf Scheider (62) von neun auf sieben Zähler. Sein vor dem Rennen noch punktgleicher Markenkollege Jamie Green (Großbritannien) liegt als Dritter schon 16 Punkte auf Scheider zurück, so dass sich in den noch ausstehenden beiden Rennen alles auf das Duell zwischen dem Führenden und di Resta konzentriert. Nachdem Scheider vor drei Wochen di Resta bei dessen Heimrennen in Brands Hatch auf Rang zwei verwiesen hatte, hatte nach 58 Runden auf dem 2,977 Kilometer langen Circuit de Catalunya diesmal der junge Brite die Nase vorn. Nach der Gesamtdistanz von 172,666 Kilometern lag der Silber-Pilot mit seiner Siegerzeit von 1:07:42,884 Stunden vor 35 000 Zuschauern 4,532 Sekunden vor Scheider. Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher rückte aufgrund nachträglicher Strafen der Rennkommissare gegen Vorjahreschampion Mattias Ekström (Schweden/Audi) und Green von Rang neun auf sieben vor und verbuchte damit sein bisher bestes DTM-Ergebnis.

Die Entscheidung fiel in Runde 19

Am Start fiel schon die Vorentscheidung: Scheider und di Resta kassierten Polesitter Bernd Schneider.

Am Start düpierte der von Position zwei ins Rennen gegangene Scheider DTM-Rekordchampion Schneider, der sich im Training am Samstag seine erste Pole Position seit 2005 gesichert hatte, und fuhr die Anfangsphase an der Spitze des Feldes. Doch auch di Resta zog an Schneider vorbei, machte mächtig Druck auf den DTM-Führenden und setzte in der 19. Runde das entscheidende Überholmanöver. "Beim Start sah es noch so aus als wenn der Plan aufgehen würde, aber Paul war einfach zu stark heute", gestand der 29-jährige Audi-Pilot, nicht ohne hinzuzufügen: "Ich kann nur sagen, am Ende gewinnt der mit den meisten Punkten." Ihre letzte Chance auf den Gesamtsieg eingebüßt haben wohl Ekström und Green. Der Schwede wurde wegen zweier "vermeidbaren Kollisionen" mit dem Briten nachträglich vom Rennen ausgeschlossen und mit einer Geldstrafe von 5000 Euro belegt. Als Gesamtvierter liegt Ekström 18 Punkte hinter Scheider aussichtslos zurück. Für den ersten Rempler zwischen den beiden erhielt auch Green eine 30-Sekunden-Zeitstrafe und fiel auf Rang acht zurück.

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