Rivalen der Rennbahn: Gary Paffett und Timo Scheider prägten 2009

DTM 2009

— 31.10.2009

Paffett: "Ein großartiges Jahr"

Keiner hat 2009 so oft gewonnen wie Paffett, doch einen Titel gab es nur für sein Team: Zufrieden, auch wenn es nicht ganz gereicht hat, das Beste zu geben

Gary Paffett hat gehalten, was alle von ihm erwartet haben - er hat bis zum Schluss um den Titel gekämpft. Nach zwei Jahren im Jahreswagen durfte er 2009 endlich wieder in den Mercedes-Neuwagen umsteigen. Und sobald feststand, dass er wieder das Material hat, um ganz vorn mitzufahren, galt er auch sofort als einer der großen Titelfavoriten für dieses Jahr.

Der Brite enttäuschte nicht: Paffett holte in den zehn Rennen vier Siege. Zum Vergleich: Champion Scheider hat zweimal gewonnen, Tom Kristensen, Jamie Green, Martin Tomczyk und Paul Di Resta je einmal. Doch Meister wird in der DTM nicht derjenige, der die meisten Siege auf seinem Konto hat, sondern der mit den meisten Punkten. Und da hat Champion Scheider in der Endabrechnung fünf mehr als Vizemeister Paffett.

Bis zum Schluss gab Paffett alles, um sich doch noch seinen zweiten Titel nach 2005 zu holen. Auch beim Finale in Hockenheim erfüllte er seinen Teil der Aufgabe und holte mit dem Sieg das maximal Mögliche heraus. Dass Scheider hinter ihm Zweiter wurde, konnte der Brite nun einmal nicht ändern. "Natürlich ist man enttäuscht. Schließlich wollen wir alle den Titel holen", räumt der Mercedes-Pilot ein. "Aber wir müssen wirklich sehr zufrieden sein. Ich habe in diesem Jahr vier Rennen gewonnen, doppelt so viele wie irgendjemand anderes."

Erfolg war auch seine Mannschaft: Paffett und Kollege Bruno Spengler fuhren für das Team Salzgitter/Mercedes-Benz-Bank den Teamtitel ein. "Das ist fantastisch für mein Team. Auch wenn wir den Fahrertitel nicht geholt haben, haben wir diese Meisterschaft gewonnen. Es ist also ein Preis für das Team", so Paffett.

"Generell haben wir das ganze Jahr über unser Bestes gegeben", bilanziert der Brite. "Wir hatten zwei oder drei Rennen, in denen die Rennperformance nicht gut genug war, aber wenn man vier Rennen gewonnen hat, muss man zufrieden sein. Wir hatten ein großartiges Jahr." So ein Rennen war der Auftakt in Hockenheim, wo Mercedes noch nicht ganz auf Tempo war und gegen Audi nichts ausrichten konnte. Dazu kam dort auch noch das Pech: So musste Paffett dort eine Nullnummer verzeichnen, als er nach dem Startgetümmel seine Motorhaube verlor.

Die Meisterschaft wird nicht nur durch Speed, sondern auch durch Konstanz entschieden. Champion Scheider hat zwar nur zwei Siege auf seinem Konto, stand aber zusätzlich noch weitere vier Male auf dem Podium. Paffett dagegen holte zwar vier Siege, stand aber sonst nicht ein einziges Mal auf dem Treppchen.

Viele Punkte hat der Brite schon am Samstag verloren. In Sachen Qualifyingperformance hinkte Mercedes der Konkurrenz aus Ingolstadt bei einigen Rennen hinterher. Zwar waren die Stuttgarter von der Rennperformance her häufig besser, doch für Paffett und Co. bedeutete dies, dass man sich erst einmal durchs Feld nach vorn arbeiten musste. Der Brite zeigte eindrucksvoll, wie das geht, indem er am Lausitzring von Platz sieben, in Dijon von Platz acht aus siegte. Dazu kamen Samstage, an denen die Pace stimmte, aber einfach das Glück fehlte.

Doch Paffett macht sich über entgangene Chancen keine großen Gedanken. Er freut sich lieber über das Positive: "Vor allem die zweite Saisonhälfte war wirklich beeindruckend. Wir hatten ein großartiges Auto und ich glaube, dass wir einige Leute mit unseren Siegen überrascht haben. Vor allem in Zandvoort und beim Finale, wo wir mit zehn Kilogramm mehr an Bord gewonnen haben. Wir haben einen großartigen Job gemacht."

Fotoquelle: xbp.cc

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