Tom Kristensen bestritt in Hockenheim sein letztes Rennen in der DTM

DTM 2009

— 02.11.2009

Kristensen: Die Prioritäten haben sich geändert

Nach sechs Jahren Doppelprogramm konzentriert sich Tom Kristensen nun auf die Sportwagen - Immer das Beste gegeben, aber der erhoffte Titel blieb aus

In Le Mans ist Tom Kristensen eine lebende Legende: Mit acht Siegen beim berühmten Langstreckenklassiker 24 Stunden ist der Däne Rekordhalter. In der DTM war ihm weniger Erfolg beschieden. Sechs Jahre lang startete der Audi-Werksfahrer parallel zu seinem Sportwagen-Engagement in der Tourenwagenserie, dabei holte er vier Siege, 17 Podiumsplatzierungen und neun Pole-Positions. Doch zu einem Titelgewinn reichte es für Kristensen in der DTM nicht.

Nun hat sich der Däne aus der DTM verabschiedet. Er möchte in jedem Rennen sein Bestes geben, und in der DTM sei es nicht anders gewesen, sagt er über seine Zeit in der Tourenwagenserie: "Wenn ich so auf die sechs Jahre zurückblicke: In meinem ersten DTM-Rennen wurde ich Fünfter oder Sechster, ich habe ein paar Rennen gewonnen, ich habe ein paar Pole-Positions geholt, habe meinen Speed gezeigt und habe dann meinen Unfall überstanden. Ich denke, dass ich es genossen habe und in der DTM mein Bestes gegeben habe."

"Alle Fahrer, die Meister geworden sind, haben ihre Titel sicher verdient", betont Kristensen und fügt an: "Deshalb kann ich nicht sagen, dass ich den Titel verdient hätte, aber ich hätte natürlich gern einen." Chancen auf den Titel hätte er durchaus gehabt: Besonders dramatisch verlief dabei jedoch das Jahr 2006 - und das Brands-Hatch-Rennen jenes Jahres ist dem Dänen heute noch unangenehm in Erinnerung.

Kristensen hatte zuvor in Oschersleben gewonnen und führte auch das Rennen in England an. Doch 16 Runden vor Rennende musste der Däne sein Fahrzeug mit Problemen an der vorderen linken Radaufhängung abstellen. Das warf ihn im Titelkampf zurück, er beendete die Saison schließlich auf Rang drei. Insgesamt hatte er 2006 zwei Siege und vier weitere Podiumsplätze geholt.

Daran wollte er 2007 anknüpfen und erneut auf Titeljagd gehen. Doch beim Saisonauftakt in Hockenheim hatte er den schwersten Unfall seiner Karriere. Nach langer Pause kehrte Kristensen zurück auf die Rennstrecke. Aber der Horrorcrash hatte etwas verändert. Kristensen räumt offen ein, dass es für ihn nach dem Unfall schwierig war, sowohl im Sportwagen als auch in der DTM konstant Topleistungen zu bringen.

Inzwischen spürt er keine Nachwirkungen mehr, doch der Däne entschied sich, der DTM nach der Saison 2009 den Rücken zu kehren. "Ich wollte kein zu großer DTM-Spezialist werden", sagt er. "Ich liebe die Sportwagen und ich möchte mich auf die Sportwagen konzentrieren. Es hat sich einfach die Priorität geändert. Sechs Jahre lang habe ich ein Doppelprogramm absolviert und ich bin sehr glücklich, dass ich diese Möglichkeit hatte. Aber jetzt ist es für mich an der Zeit, mich ganz auf die Sportwagen zu spezialisieren, wo ich - das ist kein Geheimnis - mehr Erfolg habe."

Fotoquelle: xpb.cc

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