Eine Saison nach dem Motto: Erst hat man kein Glück, dann kommt Pech hinzu

DTM 2009

— 03.11.2009

Was Ekström in frustrierenden Zeiten motiviert

Mattias Ekström war der große Pechvogel der Saison 2009: Er war schnell, er war voller Selbstvertrauen, doch Siege und der Titel blieben ihm verwehrt

Mattias Ekström strotzte vor Selbstvertrauen und Entschlossenheit, als er im Mai in die Saison 2009 startete. Nachdem das Titelrennen im Jahr zuvor ohne ihn stattgefunden hatte, bereitete er sich im Winter akribisch darauf vor, sich in diesem Jahr zum dritten Mal die DTM-Krone aufzusetzen. Und er startete fulminant in den Auftakt in Hockenheim. Der Audi-Pilot war der schnellste Mann des Wochenendes, holte die Pole-Position und führte das Rennen dominant an.

Doch dann begann die Pechsträhne des Schweden: Zwei Runden vor dem Ziel platzte sein Reifen und Ekström startete mit einer Nullnummer statt mit einem Sieg in die Saison. Doch der Schwede zeigte weiter, wie schnell er ist: In den folgenden fünf Rennen stand er jedes Mal auf dem Podium. Zu einem Sieg reichte es allerdings nicht. Aber er hielt im Titelrennen den Anschluss - bis zum vorletzten Rennen in Dijon.

Dort wiederholte sich das Hockenheim-Schicksal: Ekström führte das Rennen wieder an, bis ihn neun Runden vor Schluss ein weitere Reifenschaden nicht nur um den ersten Saisonsieg, sondern auch um seine Titelchancen brachte. Beim Finale in Hockenheim war er wieder der Schnellste und stand auf der Pole-Position. Doch in seinem beherzten Kampf gegen Gary Paffett zog er sich in den ersten Runden einen Kühlerschaden zu und musste aufgeben. So beendete der Audi-Schwede die Saison nicht mit dem erhofften dritten Titel, sondern auf Gesamtrang fünf, punktgleich mit Mercedes-Fahrer Bruno Spengler, der aber einen zweiten Platz mehr hat als Ekström."Ich hatte ein Jahr in der DTM, wie es wohl viele schon erlebt haben", bilanziert Ekström. "Man hat das Gefühl, dass man sehr schnell ist, dass man den Speed hat, um Rennen zu gewinnen. Man ist schnell genug, um vordere Startplätze zu holen und man sitzt voller Selbstvertrauen im Auto. Aber es kommen dabei keine Siege oder volle Punktzahlen heraus. Warum auch immer."

"Man hat Pech mit manchen Entscheidungen der Rennleitung, man hat Reifenschäden oder kleinere Probleme, die eben vorkommen. Natürlich ist das ein bisschen frustrierend", räumt er ein. Doch er steckt deshalb den Kopf nicht in den Sand: "Wenn man schon lange im Sport dabei ist, weiß man, dass so etwas passieren kann und dass es auch in Zukunft wieder passieren wird - aber bei mir hoffentlich nicht in jedem Jahr."Und der Schwede weiß: Auch wenn er in dieser Saison nicht auf das oberste Treppchen des Podiums klettern konnte und wenn der Titelrennen für ihn schon vorzeitig gelaufen war, stimmt die Richtung doch. "In Dijon habe ich das Rennen angeführt und ich habe mich am Saisonende im Auto sehr gut gefühlt. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man konkurrenzfähig ist", erklärt er. "Es ist ein bisschen frustrierend, wenn man dann keine Punkte holt, aber für mich ist die größte Befriedigung, dass ich schnell bin und beim Fahren weiter ein gutes Gefühl habe. Das motiviert mich auch zum Weitermachen: Dass ich weiß, dass ich den Speed habe, um Titel und Siege zu kämpfen."

Damit dürfte klar sein, wie sich Ekström in einem halben Jahr beim Saisonauftakt 2010 präsentieren wird: Nämlich genauso voller Selbstvertrauen und Entschlossenheit wie im Frühjahr 2009.

Fotoquelle: xpb.cc

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