Nach einem starken Vorjahr in der Saison 2009 oft nachdenklich: Paul di Resta

DTM 2009

— 04.11.2009

Di Resta: "Bin froh, dass das Jahr vorbei ist"

Paul Di Resta war als Titelkandidat in die Saison 2009 gestartet, doch erst zur Jahresmitte begann es, für ihn wieder aufwärts zu gehen

Vor einem Jahr war Paul Di Resta der große Überflieger: Beim Saisonfinale 2008 in Hockenheim musste er sich Champion Timo Scheider nur knapp geschlagen geben. Gleichzeitig wurde der Schotte nach einem Formel-1-Test als möglicher GP2-Kandidat mit der Aussicht auf einen Aufstieg in die Königsklasse gehandelt. Di Resta blieb aber in der DTM und startete als einer der großen Titelfavoriten in die Saison 2009.

Beim Saisonauftakt in Hockenheim konnte er der Rolle noch gerecht werden. Er machte das Beste aus der Situation, dass Mercedes das Tempo von Audi nicht mitgehen konnte. In Qualifying und im Rennen war er der beste C-Klasse-Fahrer und er holte mit Platz fünf das Maximum heraus. Doch danach lief es nicht mehr rund für den Mercedes-Piloten.

Während sein Teamkollege Gary Paffett in den folgenden Rennen zwei Siege einfahren konnte und Rivale Timo Scheider unter anderem immerhin einen zweiten Platz und einen Sieg holte, punktete Di Resta zwar auch, doch der Sprung auf das Podium gelang ihm nicht. Und so verlor er in der Meisterschaft langsam, aber kontinuierlich an Boden.

Dazu kam auch noch das Pech: Am Nürburgring ging er als Sechster ins Rennen, doch dann flog sein Heckflügel ab und der Schotte flog mit seiner C-Klasse von der Strecke. Doch Di Resta ließ sich nicht unterkriegen und nur ein Rennen später gelang ihm die Wende. In Brands Hatch holte er die Pole-Position und seinen lang ersehnten ersten Saisonsieg.

Damit meldete er sich im Titelkampf zurück. Aber die Freude darüber währte nicht lange: Nachdem er beim folgenden Rennen in Barcelona als Siebter nur zwei Punkte holte, war das Meisterschaftsrennen für ihn gelaufen. Dennoch startete er in einen erfolgreichen Endspurt. In den letzten beiden Saisonrennen in Dijon und Hockenheim fuhr er zweimal auf das Podium und sicherte sich damit zumindest Rang drei der Gesamtwertung.

"Ich muss auch sagen, dass es ein ziemlich schwieriges Jahr war. Ich bin froh, dass das Jahr vorbei ist", bekennt Di Resta. "Es ist sehr schwierig, mit so etwas umzugehen. Davor habe ich die Formel-3-Euroserie gewonnen, hatte ein großartiges Jahr im Zweijahreswagen und im vergangenen Jahr habe ich um den Titel gekämpft. Ich hatte drei sehr gute Jahre. In diesem Jahr sollte es einfach nicht sein." Gleichzeitig dankt er aber seinem Team: "Sie haben einen herausragenden Job gemacht und haben immer zu mir gehalten."

Wie die Zukunft von Di Resta aussieht, ist noch unklar. Möglicherweise wechselt er doch noch in die GP2. Oder er bleibt in der DTM - und dann will er wieder angreifen: "Falls ich nächstes Jahr wiederkomme, dann will ich wieder um den Titel kämpfen, so wie im vergangenen Jahr. Ich möchte in der Form weitermachen, die wir am Saisonende hatten, aber es besser machen als dieses Jahr."

"Wir hatten viel Pech, aber man muss aus seinen Fehlern lernen. Das macht einen stärker", betont der Schotte. "Und ich glaube, dass ich nächstes Jahr stärker sein werde. Man lernt jeden Tag etwas dazu. Man macht auch Fehler. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Manchmal macht man Fehler, manchmal leistet man aber auch unglaubliches, von dem man nicht gedacht hätte, dass man dazu in der Lage ist."

Fotoquelle: xpb.cc

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