Kräfteverhältnisse 2008: Die Fahrer der Jahreswagen blieben zumeist unter sich

DTM 2009

— 14.02.2009

Haug: Mehr Chancen für die Jahreswagen

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug wünscht sich eine bessere Einstufung der Vorjahresfahrzeuge: "Sie könnten für Überraschungen sorgen"

"Die Vorjahresautos, besonders unsere, waren aus unerfindlichen Gründen stark gehandicapt", blickte Haug auf das vergangene Jahr zurück. "Wir hatten die Audis das Jahr davor im Griff, im Jahr danach nicht mehr. Ich glaube nicht, dass unsere Fahrer das Autofahren verlernt haben." Die Statistik belegt eindeutig, dass die älteren Autos nur bei widrigen Bedingungen Chancen im Qualifying hatten. Mike Rockenfeller und Gary Paffett holten am nassen Nürburgring die besten Startplätze für ihre jeweilige Marke heraus.

"Es war uns nicht möglich, die Einstufung deutlicher vorzunehmen. Im Jahr zuvor war Paul di Resta in seinem allerersten Rennen mit dem alten Auto auf Startplatz drei. Das hätte 2008 kein Rennfahrer dieser Welt geschafft", klagte Haug und beschrieb damit das Dilemma vor dem Saisonstart des vergangenen Jahres. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, welchen Leistungssprung die neueren Modelle darstellen würden. "Es war höchstens möglich, mal in die Top 8 zu fahren, wenn einer der Neuwagenfahrer gepatzt hat."

"All das soll in diesem Jahr besser werden", versprach der erfahrene Rennleiter. "Mercedes wird sich dafür einsetzen, dass wir die zwei Jahrgänge viel dichter zusammenbringen. Das muss im Sinne der Rennen so sein." Haug verspricht sich von eine neuen Einstufung mehr Spannung. "Es wird unter normalen Umständen eine Vielzahl an Siegern aus beiden Lagern geben. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass die Vorjahresautos für die eine oder andere Überraschung sorgen werden, besonders bei besonderen Bedingungen wie zum Beispiel Regen. Es gibt eine Menge Sieganwärter."

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