Bruno Senna hat bei seinem DTMTest einen guten Eindruck gemacht

DTM 2009

— 24.03.2009

Senna-Entscheidung nächste Woche?

Laut Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug könnte sich bald entscheiden, ob Bruno Senna in die DTM kommt - Brasilianer für Le-Mans-Einsatz bestätigt

Vor knapp einer Woche hat Bruno Senna in Hockenheim seine ersten DTM-Runden gedreht. Und in rund einer Woche könnte die Entscheidung fallen, ob die deutsche Tourenwagenserie der nächste Schritt auf dem Weg des Brasilianers in Richtung Formel 1 ist. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hat noch einmal mit Senna gesprochen, bevor er am gestrigen Montag zum Formel-1-Auftakt nach Australien geflogen ist. Eine Entscheidung gibt es jetzt noch nicht, sie soll aber vor dem Grand Prix von Malaysia (5. April) fallen. "Das machen wir schon vorher", sagte Haug der 'Motorsport aktuell'.

An seinen beiden Testtagen hat Senna jedenfalls einen guten Eindruck hinterlassen. Zwar steckte der Brasilianer des Öfteren im Verkehr fest, weil in Hockenheim ein öffentlicher Testtag feststand und er war mit weniger Leistung unterwegs, weil er mit Schalldämpfer an der C-Klasse fahren musste. Anhand der Daten konnte Mercedes jedoch einschätzen, wie schnell Senna war. "Da fuhr er auf Anhieb ganz passable DTM-Zeiten", bilanzierte Haug. Zu dieser Einschätzung kamen auch Mitglieder des Mücke-Teams.

Jetzt muss man sich also nur noch einigen. Mercedes scheint zumindest Interesse zu haben. Und laut Haug soll bei der Entscheidungsfindung keine Rolle spielen, dass Senna eine nicht unerhebliche Summe an Sponsorengeldern mitbringen könnte. Der Brasilianer wiederum muss sich überlegen, ob er den Schritt wagt, vorübergehend zu den Tourenwagen zu wechseln.

Eine andere Entscheidung in Sachen Senna ist bereits gefallen. Der Brasilianer wird für das französische Oreca-Team bei den 24 Stunden von Le Mans im Juni antreten. Das hat das Team heute bekanntgegeben. Vor dem Klassiker im Juni wird Senna zudem für das Team an zwei Rennen der Le-Mans-Series LMS fahren. Ein Engagement in der DTM schließt das nicht aus: Schließlich haben die Audi-Piloten Tom Kristensen, Mike Rockenfeller und Alexandre Prémat oft genug gezeigt, dass sich DTM und Le Mans vereinbaren lassen.

Inzwischen steht bei den Stuttgartern aber zumindest offenbar fest, wieviele Autos eingesetzt werden: Wie 'Motorsport-Total.com' aus gut informierten Kreisen erfahren hat, werden in der kommenden Saison wirklich nur noch acht C-Klassen an den Start gehen. Und zwar vier aktuelle 2009er-Modelle und vier Jahreswagen. Sollte Senna eines dieser Autos bekommen, wäre der DTM-Zug für Mathias Lauda wohl wirklich abgefahren. Denn dann gehen bei den Stuttgartern die verfügbaren Cockpits aus.

Bisher offiziell bestätigt ist nur, dass Ralf Schumacher einen Neuwagen bekommt. Bruno Spengler hat zumindest indirekt bestätigt, dass er an Bord bleibt. Damit wären zwei Neuwagen besetzt. Sehr wahrscheinlich ist auch, dass Paul Di Resta bleibt. Der Vizemeister hatte damit geliebäugelt, in die GP2 zu wechseln, doch dort sind die Cockpits inzwischen besetzt. Damit wäre nur noch ein Neuwagen frei, für Jamie Green oder Gary Paffett. Es gibt Spekulationen, dass Green möglicherweise in einen Jahreswagen umziehen muss und Ex-Champion Paffett dafür in die Klasse der Neuwagenfahrer aufsteigt.

Bei den Jahreswagenfahrern haben Susie Stoddart und Maro Engel eigentlich ebenfalls bestätigt, dass sie in der DTM bleiben. Ein Jahreswagen wird von Paffett oder Green pilotiert. Kommt Senna dazu, wären alle 2008er-C-Klassen besetzt - für Lauda wäre dann kein Platz mehr.

Fotoquelle: xpb.cc

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