Hans-Werner Aufrecht sieht in der DTM noch großes Einsparpotenzial

DTM 2009

— 19.04.2009

Aufrecht will "Kosten innerhalb von zwei Jahren halbieren"

Neuer Zeitplan, neues Qualifiying: Die DTM spart und will gleichzeitig noch besser werden - Für 2010 neues Reglement mit längeren Laufzeiten angedacht

Auch an der DTM ist die weltweite Finanzkrise nicht spurlos vorübergegangen - zumindest, was das Budget angeht. Mit den eingeleiteten Sparmaßnahmen konnten die Kosten bereits in dieser Saison um rund 30 Prozent reduziert werden, unter anderem durch einen neuen Zeitplan an Rennwochenenden. Gleichzeitig möchte die DTM für die Zuschauer noch attraktiver werden. Dazu wurde der Modus des Qualifyings geändert.

"Ich denke, es wird ein ganz ganz tolles Jahr", sagte ITR-Chef Hans-Werner Aufrecht gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Wir haben die Voraussetzungen dafür geschaffen. Die Kostenreduzierungen, die vorgenommen wurden, sind wirksam. Trotz allem konnten wir das Produkt DTM verbessern und es war und ist auch wichtig, dieses Signal nach außen zu senden."

Die Rennwochenenden wurden von bisher drei auf zweieinhalb Tage verkürzt. In dieser Saison steht am Freitag nur noch um 17:00 Uhr am späten Nachmittag das Roll-Out an. Am Samstag findet von 08:45 Uhr bis 11:15 Uhr ein zweieinhalbstündiges Training statt. Am Samstagnachmittag folgt das Qualifying, das in einem neuen Modus ausgetragen wird. Künftig hat die Qualifikation vier Segmente. Im letzten Segment treten die besten vier Fahrer aus Q3 an - sie dürfen allerdings für Q4 nicht mehr nachtanken und keine neuen Reifen mehr aufziehen. Diese Vier machen dann die Positionen in den ersten zwei Startreihen untereinander aus. Am Sonntag findet mittags das Warmup statt, Rennstart ist dann immer am Sonntag um 14 Uhr.

Auch über langfristige Spaßrmaßnahmen habe man im Winter "sehr intensiv" gesprochen, berichtete Aufrecht weiter: "Langfristige Kostenreduktionen sind nur durch ein neues Reglement möglich. Wir haben uns mit dem DMSB darauf geeinigt, dass wir Mitte 2009 ein entscheidungsreifes Konzept vorlegen werden. Das wird dann in den entsprechenden Gremien hoffentlich positiv aufgenommen."

Aufrecht erhofft sich damit eine weitere Kostenreduzierung um 30 bis 40 Prozent, "zum Beispiel durch mehr Einheitsteile und längere Laufzeiten. Allerdings soll die Faszination des Sports darunter nicht leiden müssen." Angedacht ist unter anderem, die Laufzeiten für die Getriebe zu verlängern und pro Auto und Saison nur noch einen Motor zuzulassen. Mit den Einsparungen, die schon 2009 erreicht wurden, "hätten wir dann die Kosten innerhalb von zwei Jahren um die Hälfte reduziert", so Aufrecht.

Das Ausland bleibt übrigens weiter ein interessantes Ziel für die DTM, auch wenn in diesem Jahr ohne das italienische Mugello ein Auslandsrennen weniger im Kalender steht. "Mit Italien haben wir ein Auslandsrennen verloren, aber wir wollen versuchen, immer vor Zuschauern zu fahren", sagte Aufrecht dazu. "Weil wir das in Mugello nicht geschafft haben, mussten wir die Konsequenzen ziehen. Natürlich wollen wir weiter internationaler werden, aber wir wollen in Märkten fahren, wo es auch Zuschauer gibt."

Fotoquelle: DTM

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