Norbert Haug akzeptiert die Entscheidung von Bruno Senna gegen die DTM

DTM 2009

— 21.04.2009

Haug: "Tür für Senna ist nicht zu"

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug über die Gespräche mit Bruno Senna und über die Gründe, warum der Brasilianer nicht in die DTM kommt

Der Name Senna in der DTM, gemeinsam mit den Namen Schumacher und Lauda - aus Marketingsicht wäre das für Mercedes sicher ein Traum gewesen. Bruno Senna beherrschte die DTM-Schlagzeilen der vergangenen Wochen und testete auch in Hockenheim eine C-Klasse. Es wurde sogar schon gemunkelt, der Brasilianer sei fix verpflichtet. Doch seit Freitag steht fest: Senna wird in dieser Saison nicht in einen DTM-Mercedes steigen.

'Motorsport-Total.com' hakte bei Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nach: Was genau steckte hinter den Verhandlungen mit Senna? "Wir sind von Sennas Manager angefragt worden", erläuterte der Schwabe. "Sie wollten wissen, ob wir uns vorstellen könnten, dass Bruno DTM fährt. Dann haben wir gesagt, dass wir dann mal einen Test machen."

Nach diesem Test wurde laut Haug von Senna "Interesse an einem Cockpit bekundet", aber: "Allerdings immer vor dem Hintergrund, dass Bruno nebenbei Geraden-Tests für die Formel 1 fahren wollte. Die Frage an mich war, ob ich helfen könne, bei McLaren, Brawn und Force India vorzusprechen. Ich habe mich mit Ross Brawn auch über dieses Thema unterhalten, aber er hat zwei Tester und konnte das aus Kapazitätsgründen nicht machen."

"Wir haben Bruno dann gesagt, dass sich mit einem guten Job in der DTM durchaus eine Tür in die Formel 1 öffnen könnte", fuhr der Mercedes-Motorsportchef fort. "Er wollte sich dann aber frei bewegen, sodass er sich ganz um seine Formel-1-Pläne kümmern kann. Das haben wir akzeptiert."

Haug betonte: "Fakt ist, dass kein Deal geplatzt ist. Die Anfrage kam von Bruno Senna an uns und am Freitag vergangener Woche hat er sich dann anders entschieden." Mercedes wäre für den Brasilainer die ideale Einstiegsmöglichkeit in die Formel 1 - zu McLaren oder Force India. Und laut Haug ist das Kapitel Senna für Mercedes nicht endgültig abgehakt: "Wenn es bei uns eine Möglichkeit geben sollte, dann ist die Tür nicht zu. Man sieht sich mehrfach im Leben."

Fotoquelle: xpb.cc

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