Bruno Spengler fuhr in Gary Paffetts Auto zur letzten Bestzeit des Tests

DTM 2009

— 30.04.2009

Spengler gewinnt finale Bestzeiten-Jagd

Bruno Spengler holte "last minute" ganz knapp die Nachmittagsbestzeit - Paul Di Resta Schnellster des Tages und des gesamten Hockenheim-Tests

Mit dem Ende des Viertagestests in Hockenheim ist die Saisonvorbereitung der DTM abgeschlossen. In den finalen Minuten ging es noch einmal hoch her auf der Strecke, einige Piloten legten noch einmal schnelle Runden hin und gingen auf Bestzeitenjagd. Am Ende hatte Bruno Spengler knapp die Nase vorn. Der Kanadier sicherte sich im aktuellen Salzgitter-Mercedes seines Teamkollegen Gary Paffett mit 1:32.994 Minuten die Nachmittagsbestzeit.

Damit verdrängte er in der Schlussphase der Session noch Mike Rockenfeller knapp auf Platz zwei. Der Audi-Pilot hatte sich kurz zuvor an die Spitze gesetzt und belegte am Ende mit viereinhalb Hundertstelsekunden Rückstand auf Spengler Platz zwei in dr Nachmittagswertung. Rockenfeller fuhr heute im Auto seines Teamkollegen Markus Winkelhock, da sein eigener Jahreswagen bereits wieder nach Ingolstadt gebracht wurde, wo ein technisches Problem näher untersucht wird.

Bevor sich Rockenfeller wenige Minuten vor Schluss an die Spitze gesetzt hatte, hatte Paul Di Resta im 2009er-Mercedes an der Spitze gelegen. Er beendete die Nachmittagssession mit 1.33.005 Minuten und damit nur eineinhalb Hundertstelsekunden hinter Rockenfeller auf Rang drei. Di Resta hat jedoch die Ehre, der Schnellste des gesamten Tests zu sein. Heute Vormittag hatte der Schotte eine Runde von 1:32.736 Minuten in den Asphalt gebrannt, was nicht nur die Tagesbestzeit, sondern auch die schnellste Zeit des gesamten Vier-Tages-Tests war.

Viertschnellster am Nachmittag war Jamie Green in Susie Stoddarts Persson-C-Klasse, gefolgt von Alexandre Prémat im Phoenix-Audi. Der Franzose belegte mit seiner Zeit vom Vormittag im Tagesklassement allerdings Platz zwei hinter Di Resta.

Champion Timo Scheider fuhr heute wieder den Audi-Testträger. Am Vormittag kam er zu einer Rundenzeit von 1:33.408 Minuten, die ihm Platz sechs in der Tageswertung einbrachte. Gleich nach der Mittagspause drehte er noch einmal fünf Runden im Entwicklungsfahrzeug, dann packte Scheider zusammen und reiste weiter an den Nürburgring, wo er an diesem Wochenende wie Rockenfeller im Audi R8 LMS ein VLN-Rennen zur Vorbereitung auf die 24 Stunden am Nürburgring bestreitet.

Scheiders Abt-Teamkollegen Mattias Ekström, Katherine Legge und Martin Tomczyk landeten im Tagesklassement auf den Plätzen sieben bis neun vor Mathias Lauda im Mücke-Mercedes und Johannes Seidlitz im Kolles Audi.

Drei Testtage in Dijon und vier Testtage in Hockenheim sind zu Ende gegangen - doch was das wahre Kräfteverhältnis angeht, sind alle so schlau wie zuvor. Mal waren die Audi vorn, dann kam der Konter von Mercedes, mal waren die Jahreswagen schnell, mal die Neuwagen. Die Aussagekraft ist jedoch gering, da beim Testen alle ihre unterschiedlichen Programme durcharbeiten und nicht jeder auf die Bestzeit schielt.

Entsprechend kann auch Audi-Pilot Tomczyk noch nicht sagen, wo man denn im Vergleich zur Konkurrenz nun steht: "Es ist immer schwierig bei den ITR-Tests da genauer drauf einzugehen, weil man sieht die Zeiten und man kann sich wohl ausrechnen, dass das nicht wirklich die Topzeiten oder das Machbare von den Autos ist. Von daher muss man einfach abwarten, bis die Karten auf den Tisch gelegt werden." Das ist dann vom 15. bis 17. Mai in Hockenheim der Fall.

Testzeiten kumuliert, Tag 4:

01. Paul Di Resta (HWA-Mercedes) - 1:32.736 Minuten - 104 Runden
02. Alexandre Prémat (Phoenix-Audi) - 1:32.844 - 60
03. Bruno Spengler (HWA-Mercedes) - 1:32.994 - 111
04. Mike Rockenfeller (Rosberg-Audi) - 1:33.040 - 109
05. Jamie Green (Persson-Mercedes) - 1:33.120 - 105
06. Timo Scheider (Audi-Testträger) - 1:33.408 - 55
07. Mattias Ekström (Abt-Audi) - 1:33.618 - 111
08. Katherine Legge (Abt-Audi) - 1:33.659 - 44
09. Martin Tomczyk (Abt-Audi) - 1:33.686 - 52
10. Mathias Lauda (Mücke-Mercedes) - 1:34.004 - 112
11. Johannes Seidlitz (Kolles-Audi) - 1:35.903 - 96

Testzeiten Nachmittag, Tag 4:

01. Bruno Spengler (HWA-Mercedes) - 1:32.994 Minuten - 72 Runden
02. Mike Rockenfeller (Rosberg-Audi) - 1:33.040 - 67
03. Paul Di Resta (HWA-Mercedes) - 1:33.055 - 74
04. Jamie Green (Persson-Mercedes) - 1:33.120 - 62
05. Alexandre Prémat (Phoenix-Audi) - 1:33.319 - 28
06. Mattias Ekström (Abt-Audi) - 1:33.618 - 50
07. Mathias Lauda (Mücke-Mercedes) - 1:34.629 - 61
08. Martin Tomczyk (Abt-Audi) - 1:34.653 - 10
09. Timo Scheider (Audi-Testträger) - 1:34.921 - 5
10. Johannes Seidlitz (Kolles-Audi) - 1:35.903 - 50

Testzeiten Vormittag, Tag 4:

01. Paul Di Resta (HWA-Mercedes) - 1:32.736 Minuten - 30 Runden
02. Alexandre Prémat (Phoenix-Audi) - 1:32.844 - 32
03. Mike Rockenfeller (Rosberg-Audi) - 1:33.097 - 42
04. Bruno Spengler (HWA-Mercedes) - 1:33.153 - 39
05. Jamie Green (Persson-Mercedes) - 1:33.365 - 43
06. Timo Scheider (Audi-Testträger) - 1:33.408 - 50
07. Katherine Legge (Abt-Audi) - 1:33.659 - 44
08. Martin Tomczyk (Abt-Audi) - 1:33.686 - 42
09. Mattias Ekström (Abt-Audi) - 1:33.712 - 61
10. Mathias Lauda (Mücke-Mercedes) - 1:34.004 - 51
11. Johannes Seidlitz (Kolles-Audi) - 1:36.400 - 46

Fotoquelle: xpb.cc

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