Susie Stoddarts neue Lackierung ist vor allem eines: auffällig

DTM 2009

— 02.05.2009

Stoddart: Lady in Pink

Im knallig lackierten Jahreswagen will Susie Stoddart in dieser Saison ihre ersten Punkte holen, einfach wird es aber auch mit neuer Gewichtsverteilung nicht

Eines ist sicher: Das Auto von Susie Stoddart kann in der kommenden Saison beim besten Willen nicht übersehen werden. Die C-Klasse der Schottin ist in knalligem Pink lackiert. Bei den Testfahrten in Hockenheim wurden auch prompt die ersten Spitznamen dafür kreiert: Namen wie "Bonbon" und "Beautycase" machten die Runde. Und es wurde gewitzelt, wo sich im Cockpit wohl der Schminkspiegel befindet.

Auch Stoddart selbst gibt zu: Als sie das erste Mal hörte, welche Lackierung ihr Auto bekommt, musste sie erst einmal schlucken. "Ich habe gedacht: Nein, das kann nicht sein. Ein rosa Auto zu fahren - was für ein Klischee. Aber dann habe ich das Auto gesehen und ich habe gedacht: Ja das ist okay, das gefällt mir." Und außerdem stehen für die Schottin ganz andere Dinge im Vordergrund: "Für mich ist nur wichtig, dass ich schnell bin. Die Farbe ist egal, aber ich muss sagen, dass sie mir gefällt."

Wie die Schottin sagte: Wichtig ist nicht, wie das Auto aussieht, sondern was man damit erreichen kann. "Ich möchte den besten Job machen, den ich machen kann, konstant sein und natürlich meine ersten Punkte holen. Ich habe keinen Druck, ich sage nur, dass ich dafür alles geben werde und ich werde dafür kämpfen", formulierte sie ihre Saisonziele.

Ob sie mit ihrer 2008er-C-Klasse auch die Chance hat, um Punkte mitzufahren, kann Stoddart noch nicht beurteilen: "Man weiß nie, was andere Autos beim Testen machen, wir werden es nach dem Qualifying in Hockenheim sehen." Einfach werde es aber nicht: "Die 2008er-Audis waren im vergangenen Jahr sehr, sehr schnell und sie werden in diesem Jahr wieder schnell sein. Aber ich denke, dass wir eine gute Chance haben. Wichtig ist, dass wir in den Rennen keine Fehler machen, schnell und konstant sind und dann kommt hoffentlich alles zusammen und wir holen unsere ersten Punkte."

Entgegenkommen dürfte ihr, dass die Gewichtsverteilung in diesem Jahr zugunsten der Jahreswagen geändert wurde. Statt nur zehn sind sie nun vom Basisgewicht her 20 Kilogramm leichter als die Neuwagen. "Hoffentlich ist das genug", so Stoddart. "Ich hoffe, dass die Jahreswagen in die Top 10 fahren und um Punkte kämpfen können. Aber es wird nicht einfach sein, HWA macht einen super Job mit den neuen Autos und sicher ist der neue Audi auch schnell, also müssen wir abwarten."

Glaubt man manchen Neuwagenfahrern, könnten ihre Kollegen in den Gebrauchtfahrzeugen in diesem Jahr auch vom neuen Qualifyingformat profitieren, in dem sie mit fast leerem Tank in Q3 fahren und so versuchen, den Sprung ins Shootout der Top 4 zu schaffen. Doch Stoddart kann sich nicht vorstellen, dass das passieren wird: "Es ist ja für einen Jahreswagen schon schwer, in die dritte Session der Top 8 zu kommen. Ausschließen kann man es natürlich nicht, aber es würde mich schon überraschen, wenn sie das machen würden."

Auch in dieser Saison hat Stoddart einen starken Teamkollegen an ihrer Seite: Jamie Green, der im vergangenen Jahr noch im Neuwagen fuhr. "Ich bin froh, dass ich Jamie als Teamkollegen habe, er hat in der vergangenen Saison zwei Rennen gewonnen und er hat bis Barcelona um die Meisterschaft gekämpft", sagte die Schottin. "Ich hatte Gary Paffett im vergangenen Jahr und Jamie in diesem Jahr und ich denke, ich kann wieder viel von meinem Teamkollegen lernen."

Auf den neuen, gestrafften Zeitplan am Rennwochenende und die damit neuen Arbeitsabläufe haben sich Stoddart und das Persson-Team vorbereitet, auch "wenn es am ersten Rennwochenende ein bisschen komisch für alle" sein wird. "Ein paar Leute haben gesagt, dass das vielleicht schlecht für mich ist, weil ich ein bisschen Zeit brauche, bis ich eine gute Zeit fahren kann", erklärte sie. "Aber ich habe in Dijon und in Hockenheim gezeigt, dass ich schneller meine Pace finden kann. Es ist nur wichtig, dass wir für das Qualifying ein bisschen Testzeit haben."

Kaum Zeit für Longruns

Mit dem neuen Zeitplan ändert sich die Herangehensweise der Teams. Der Freitag, an dem bisher für Qualifikation und Renndistanzen getestet werden konnte, fällt flach. Nun stehen nur am Samstagvormittag ein zweieinhalbstündiges Training sowie ein halbstündiges Warmup am Sonntag für solche Arbeiten zur Verfügung. "Es wird wichtig, am Samstagmorgen ein gutes Setup für das Qualifying zu finden", so Stoddart. Und wann bereitet man sich auf das Rennen vor? "Vielleicht werden die Longruns am Sonntagmorgen kommen, weil wir am Samstagmorgen keine Zeit für einen Longrun haben."

Die Zeit von einer halben Stunde reicht dafür allerdings nicht ganz aus. Und im Rollout am Freitagabend, das ebenfalls eine halbe Stunde dauert, muss ohne Heckflügel gefahren werden. Damit kann das Rollout auch nicht als Testersatz genutzt werden. "Es wird ganz neu für alle sein und wir müssen schauen, dass wir den bestmöglichen Job machen", sagte die Schottin über den neuen Zeitplan. "Wir werden sicher beim ersten Rennwochenende dazulernen und dann für das zweite, dritte und vierte immer etwas verbessern."

Fotoquelle: xpb.cc

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