Ekström, Kristensen, Scheider und ihre Kollegen sind heiß auf den Auftakt

DTM 2009

— 08.05.2009

Audi-Stimmen vor dem Auftakt: Scharren mit den Hufen

In einer Woche geht es los: Audi sieht sich gerüstet für den Saisonstart 2009 - Ziel ist der dritte DTM-Titel in Folge - Jetzt kommen die Karten auf den Tisch

Das Warten hat ein Ende: Nach exakt 203 rennfreien Tagen gehen die roten Lichter der Startampel in der DTM am Sonntag, 17. Mai 2009, um exakt 14:03 Uhr erstmals wieder aus. Es ist das 100. Rennen in der Geschichte der "neuen" DTM - und der Anfang einer ehrgeizigen Aufgabe: Im Jahr des 100. Geburtstages möchte Audi der erste Automobilhersteller werden, der den Titel zum dritten Mal in Folge gewinnt.

Der Audi-Fahrerkader blieb gemäß dem Motto "Never change a winning team" gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Meisterauto, der Audi A4 DTM, wurde in zahlreichen Details weiterentwickelt, trägt nun ein "plus" hinter der internen Typenbezeichung "R14" und ist noch schneller als das erfolgreiche Vorgängermodell. Allerdings muss der 2009er-A4 DTM Reglement-bedingt mit einem um 20 Kilogramm höheren Gewicht an den Start gehen als die 2008er-Fahrzeuge.

Wie stark sich der Gewichtsunterschied bemerkbar machen wird, ist nicht die einzige offene Frage vor dem Saisonauftakt. Die Veranstaltung in Hockenheim ist die erste mit einem komprimierten Format: Am Freitag gibt es nur noch ein kurzes Roll-out, die beiden Testsitzungen wurden gestrichen. Dafür dauert das Freie Training am Samstagvormittag nun zweieinhalb Stunden. Das Qualifying wurde um ein viertes Segment ergänzt, in dem die schnellsten vier Fahrer mit gebrauchten Reifen und ohne nachzutanken auf nur einer fliegenden Runde um die Pole Position kämpfen.

Zudem wird sich erst in Hockenheim zeigen, wer seine Hausaufgaben im Winter am besten gemacht hat, denn bei den offiziellen DTM-Testfahrten werden die Karten erfahrungsgemäß nicht vollständig aufgedeckt.

Audi-Stimmen vor dem DTM-Auftakt:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Wir haben ein ehrgeiziges Ziel: Audi will der erste Automobilhersteller werden, der den DTM-Titel zum dritten Mal in Folge gewinnt - das würde perfekt zum 100-jährigen Jubiläum der Marke Audi passen. Wir wissen allerdings auch ganz genau, wie schwierig das wird. Unsere Konkurrenz ist stark und wird alles daransetzen, das zu verhindern. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass ein guter Saisonstart in der DTM besonders wichtig ist und im Titelkampf schon vorentscheidend sein kann. Unsere Mannschat hat sich gut vorbereitet und alle sind gespannt, wo wir in Hockenheim im Vergleich zur Konkurrenz wirklich stehen. Ich bin überzeugt, dass die Fans einen spannenden Saisonauftakt erleben werden."

Timo Scheider: "Zum ersten Mal starte ich nicht als Jäger, sondern als Gejagter in eine DTM-Saison - ein neues, aber auch sehr schönes Gefühl. Es geht natürlich darum, die Meisterschaft zu verteidigen. Und zwar nicht nur für mich: Audi hat die Chance, nach den Titelsiegen von Mattias Ekström in der Saison 2007 und von mir, nun zum dritten Mal in Folge den Meister zu stellen. Das hat in 25 Jahren DTM noch kein Hersteller erreicht. Wir wollen die Ersten sein, denen das gelingt. Wir haben die Chance dazu, denn der Teamgeist stimmt, der Audi A4 DTM ist weiterentwickelt worden - nun liegt es an uns, etwas daraus zu machen. Darauf bin ich gespannt."

Kristensen ist "erfolgshungrig"

Tom Kristensen: "Meine Saison mit Audi hat mit dem denkbar besten Ergebnis begonnen, nämlich mit dem Sieg in Sebring zusammen mit Dindo Capello und Allan McNish. Auch auf die DTM freue ich mich riesig. Ich bin erfolgshungrig, absolut motiviert, will um Siege kämpfen und am Ende hoffentlich auch um ein hervorragendes Meisterschaftsergebnis fahren. Der Audi A4 DTM hat im vergangenen Jahr sechs Siege erreicht. Mein Tempo im Qualifying hat in der ganzen Saison gut gepasst. Deshalb war es enttäuschend, dass die Rennergebnisse nicht besser waren, vor allem in Oschersleben, am Nürburgring, in Barcelona und in Le Mans. Wir haben gute Chancen, uns 2009 zu verbessern."

Mattias Ekström: "Die Saison 2009 wird eine echte Herausforderung, ich bin sehr zuversichtlich. Audi hat ein starkes Team. Im vergangenen Jahr habe ich drei Siege und insgesamt fünf Podiumsplätze erreicht. Wir wissen, wie eng die Abstände in der DTM sind. Uns steht sicher wieder ein spannender Kampf bevor. Das ist klasse für die Fans und für uns Fahrer. Der Teamgeist bei Audi ist spitze. Ich glaube, dass wir viele harte Duelle und viele verschiedene Sieger in dieser Saison sehen werden."

Martin Tomczyk: "Wir wissen, wie eng es in der DTM ist. 2007 habe ich bis zum Schluss um den Titel gekämpft, 2008 leider nicht. Im Vorjahr gab es fünf verschiedene Renn-Sieger in der DTM. Ich werde alles daransetzen, in diesem Jahr auch wieder dazuzuzählen. Mit Audi und ABT Sportsline habe ich die beste Mannschaft für diese Aufgabe hinter mir."

Mehr Chancen für die Jahreswagen?

Mike Rockenfeller: "Seit März 2009 steht ein weiterer Pokal im Schrank - der für unser Podiumsergebnis mit Audi in Sebring. Doch in der DTM gelten andere Regeln. Wir haben 2008 erlebt, dass nur ein einziger Fahrer eines Jahreswagens einmal ein Podiumsergebnis erreicht hat. Das heißt: Es wird auch in diesem Jahr darum gehen, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Das Audi Sport Team Rosberg hat die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, von denen ich mich in Neustadt überzeugt habe: Es war noch nie so gut vorbereitet wie in diesem Jahr."

Markus Winkelhock: "Ich freue mich sehr auf meine zweite volle DTM-Saison mit Audi. Es war gut, nach einiger Abwechslung im Motorsport wieder Planungssicherheit zu haben und sich auf ein Ziel konzentrieren zu können. Die DTM ist eine perfekte Kulisse für einen deutschen Fahrer. Drei Mal habe ich in der vergangenen Saison Punkte gesammelt. Es wäre klasse, wenn ich in diesem Jahr noch etwas öfter auf einem der ersten acht Plätze lande."

Alexandre Prémat: "In meiner DTM-Debütsaison 2007 war ich am Jahresende drittbester Jahreswagenfahrer. Im Jahr 2008 wurde ich Zweiter in dieser Wertung. Was also bleibt zu wünschen übrig für die Saison 2009 ...? Ich bin im vergangenen Jahr für Audi in einem Doppelprogramm in Sport- und Tourenwagen gefahren. Mike Rockenfeller und ich haben für Audi die LMS gewonnen. In diesem Jahr starte ich im Sportwagen nur bei den 24 Stunden von Le Mans und kann mich davon abgesehen voll auf die DTM konzentrieren. Die Vorfreude auf meine dritte Saison mit Audi in der DTM ist sehr groß."

Oliver Jarvis: "Noch vor einem Jahr war die DTM komplett neu für mich. Ich habe diese Serie wirklich sehr zu schätzen gelernt und war besonders glücklich, wie ich von Audi und von Ernst Moser im Team Phoenix aufgenommen worden bin. Die DTM, ihre Rennen und die Strecken sind großartig. Gleichzeitig ist die Aufgabe aber auch hart. In einem Jahreswagen zu fahren, bedeutet, dass man immer wieder im Mittelfeld unterwegs ist. Und dort geht's ganz schön rund. Ich glaube, dass es sich auszahlt, wenn man eine konstante mit einer aggressiven Fahrweise kombiniert. Ich kann den Saisonstart kaum erwarten, denn das Auto des Jahrgangs 2008 fährt sich bestens. Damit hat Audi im Vorjahr den Titel gewonnen."

Katherine Legge: "Es ist klasse, dass ich nach nur einem Jahr in der DTM ins Team von ABT Sportsline wechseln darf. Jeder weiß, wie gut die Mannschaft ist. Sie hat die DTM in den Jahren 2002, 2004, 2007 und 2008 gewonnen. Ich werde einen Audi A4 DTM des Jahrgangs 2008 steuern. Das sind für mich gleich zwei Schritte nach vorn, denn im vergangenen Jahr habe ich ein Auto aus der Saison 2006 gefahren. Es ist unbestreitbar, dass jetzt alle richtigen Zutaten vorhanden sind. Es gibt keinen Platz mehr für Ausreden. Ich bin bereit und freue mich sehr auf diese Herausforderung."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef): "Für Hockenheim gilt im Prinzip immer: Aller Anfang ist schwer. Wir sind alle sehr gespannt auf das erste Rennen, denn keiner weiß, wo er steht. Wir hoffen, dass wir wieder konkurrenzfähig sind und um Siege fahren können. Das Team ist auf jeden Fall sehr gut vorbereitet. Die Testfahrten haben die Zuverlässigkeit des aktuellen Audi A4 DTM gezeigt. In Hockenheim werden wir sehen, ob wir auch schnell genug sind. Generell sind wir froh, dass es nach dem langen Winter endlich wieder losgeht mit echtem Racing und wir wieder Adrenalin pur spüren."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Nach guten Vortests in Dijon und Hockenheim freue ich mich sehr auf die neue Saison. Wir sind recht gut aussortiert, und ich denke, dass wir in dieser Saison auch mit einem Vorjahresauto gut mithalten können. Wir haben von Audi ein klasse Auto bekommen, das ausgereift ist. Das bringt uns gegenüber den neuen Autos vielleicht einen kleinen Vorteil. Unsere Fahrer und die ganze Mannschaft sind jedenfalls hoch motiviert."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Wir sind unheimlich heiß auf das erste Rennen, weil die Winterpause extrem lang war und der Saisonauftakt sehr spät ist. Wir haben die Zeit genutzt, um uns mit dem neuen Audi R8 LMS zu beschäftigen, was auch unheimlich viel Spaß gemacht hat und uns die ersten Erfolgserlebnisse gebracht hat. Doch jetzt scharren bei uns schon alle mit den Hinterhufen, dass es in der DTM endlich losgeht."

Fotoquelle: DTM

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