Ralf Schumacher arbeitet noch daran, sich an seine neue C-Klasse zu gewöhnen

DTM 2009

— 16.05.2009

Ralf Schumacher: Zurücknehmen, um schneller zu sein

Ralf Schumacher arbeitet noch daran, seinen Fahrstil auf das neue Auto einzustellen - Erwartungen für das Rennen? "Habe keine Glaskugel..."

In seiner ersten Qualifikation im Neuwagen fuhr Ralf Schumacher beim DTM-Auftakt in Hockenheim auf Platz zwölf. Danach analysierte der Mercedes-Pilot seine Performance selbstkritisch und genau. "Ich komme noch nicht zu 100 Prozent klar, ich brauche noch ein bisschen Zeit", sagte Schumacher, der sich auch nach dem Aufstieg in den Neuwagen erst einmal vor einem Lernprozess sieht. Zwar sei es für Mercedes offenbar gerade "auch nicht so leicht", aber bei sich selbst sieht Schumacher noch Raum für Verbesserungen, "wenn man das mal mit Paul vergleicht." Teamkollege Paul Di Resta fuhr auf Startplatz sechs.

Seine neue C-Klasse sei "okay, mal abgesehen von den Abständen zu Audi", so Schumacher. "Nur ich selbst komme noch nicht ganz so damit klar, ich muss Stück für Stück meinen Fahrstil ändern. Teilweise muss ich mich vielleicht auch noch ein bisschen zurücknehmen, wenn ich eine schnelle Runde fahren will, um ein bisschen mehr Fluss in meine Runden zu bringen. Das ist mir noch nicht ganz gelungen. Ich pushe an den falschen Stellen, aber da kommen wir schon noch hin." Aus der Formel 1 ist Schumacher da mehr Grip und Aerodynamik gewöhnt.

Jedes Auto habe seine Besonderheiten, betonte Schumacher mehrfach. Über seine 2009er C-Klasse sagte er: "Das Auto ist grundsätzlich wieder auf der Bremse ein bisschen anders, ich muss für meine Begriffe noch vorsichtiger fahren. Aber das ist jetzt schwer im Detail zu sagen. Jedes Auto hat seine Besonderheiten und es ist auch noch das erste Rennen, da wird sich sicher das eine oder andere auch noch verändern im Lauf der Zeit. Aber im Moment tun sich Leute wie Paul, die das schon länger machen, ein Stück leichter."

Das nächste Problem ist die Suche nach der idealen Linie. "Wo ist der beste Grip? Das ist ja in der DTM sowieso sonderbar... und das ist halt einfach wieder ein bisschen anders und scheinbar fällt mir das etwas schwerer als den Erfahreneren", erklärte er. Dass nun der Faktor, dass er Strecken mit dem DTM-Auto kennenlernen muss, wegfällt, hilft da auch nur bedingt: "Irgendwie ist es doch immer wieder interessant, zum Beispiel wenn es hier regnet. In der DTM ändern sich auch ständig die Regenlinien ein bisschen. Und da muss man immer wieder neu nach Grip suchen. Das ist auch davon abhängig, welche Klassen gefahren sind und welcher Gummi gerade wo verteilt wird. Das ist schon witzig."

Und so ist Schumacher noch mit seiner eigenen Perfomance beschäftigt. Und die Antwort auf die Frage, ob ihn die starke Audi-Leistung überrascht hat, fiel offen aus: "Ich müsste das Ganze erst einmal besser verstehen, damit mich das überraschen könnte. Ich habe noch so viel mit mir selbst zu tun, dass ich da eigentlich nicht so darüber nachgedacht habe, wie wir im Vergleich zu Audi stehen. Sie sind zurzeit ein bisschen stärker, zumindest im Qualifying. Schauen wir mal, wie es morgen im Rennen ist."

Stichwort Rennen: Auf welcher Position wird er ins Ziel kommen? "Ich habe keine Löcher in den Händen und keine Glaskugel dabei", antwortete er lachend. "Aber schön wäre es natürlich, irgendwie in die Punkte zu kommen. Doch im Moment ist es eine so große Lotterie, wer wie wo stoppt, ob man wirklich durchkommt, ob der Start gelingt. Das ist ja in der DTM auch keine Selbstverständlichkeit, weil er leider Gottes vom Fahrer abhängt. Es wäre schön, wenn es per Knopfdruck ginge. Es gibt also zu viele Faktoren, die ich noch nicht abschätzen kann."

Wichtig sei erst einmal, gut durch die erste Kurve zu kommen, so Schumacher: "Ich glaube, der erste Start wird sowieso spannend, weil sich alle wieder daran gewöhnen müssen, Rennen zu fahren, ohne ineinander rein zu fahren." Er geht außerdem davon aus, dass sich in der ersten Kurve und der ersten Hairpin "einiges knubbeln" wird: "Wir haben ja auch ein paar neue Fahrer und ich stehe ja wieder einmal mittendrin statt nur dabei, also von daher.. das Auto hat sich geändert, aber die Position nicht unbedingt", sagte er lachend.

Wenn die ersten Kurven heil überstanden sind und das Wetter trocken bleibt, "dann denke ich mal, dass mit einer guten Strategie alles möglich ist. Was heißt alles - das natürlich nicht. Aber in die Punkte zu fahren, das könnte man schon schaffen."

Fotoquelle: xpb.cc

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