Tom Kristensen in letzter Sekunde erbt er den Sieg von Ekström.

DTM 2009

— 17.05.2009

Kristensen erbt den Sieg

Mattias Ekström sah als der sichere Sieger aus, doch ein Reifenplatzer zerstörte die Siegträume - Kristensen gewinnt knapp

Tom Kristensen hatte noch am Freitag seinen Rücktritt bekannt gegeben und jetzt holte er sich den Sieg beim Saisonauftakt auf dem Hockenheimring. Er profitierte von einem Reifenplatzer von Mattias Ekström, der bis zwei Runden vor Schluss souverän in Führung lag. Timo Scheider versuchte noch alles, um Kristensen zu überholen, musste sich aber um 0,3 Sekunden mit Rang zwei zufriedengeben. Eine sehr große Überraschung folgte auf Platz drei: Oliver Jarvis im Audi Jahreswagen. Bester Mercedes-Fahrer war Paul Di Resta auf dem fünften Rang.

Das Ergebnis kann sich allerdings noch ändern. Scheider blieb nach dem Rennen auf der Strecke stehen und musste ins Parc Ferme geschleppt werden. Jedoch muss der Fahrer ein Kilo Restbenzin im Tank haben und aus eigener Kraft in den Parc Ferme kommen.

Die Startphase hatte es in sich: Tomczyk blieb am Start fast stehen. Zum Glück konnte alle folgenden Fahrer ausweichen. In der Spitzkehre krachte Paffett dann Prémat aufs rechte Hinterrad und drehte den Franzosen. Dabei löste sich auch die Fronthaube von Paffett. Die löste sich später komplett und knallte genau aufs Dach von Ralf Schumacher. Paffet blieb noch auf der Strecke stehen. Prémat fuhr in die Box und gab dort auf. Die Rennleitung schickte daraufhin das Safety Car auf die Piste.

Schumacher dachte zuerst ans Aufgeben. Doch seine Mechaniker brachten das Dach wieder in Form und schickten ihren Fahrer wieder raus. Rockenfeller hingegen musste nach der ersten Runde aufgeben. Ihm war in der Spitzkehre Green aufs Hinterrad gefahren. Der Rosberg-Pilot fuhr die Box an und stellte seinen Audi ab.

An der Spitze konnte Ekström seine Pole Position zur Führung ummünzen. Zweiter blieb Kristensen vor Timo Scheider, der Jarvis überholen konnte. Paul Di Resta kam nicht nach vorne und blieb auf Rang fünf. Winkelhock und Engel lagen auf den Rängen sechs und sieben. Besonders bemerkenswert war der Start von Spengler, der nach der ersten Runde schon auf Platz acht lag.

Beim Restart änderte sich in der Reihenfolge nichts, doch zwei Runden nach dem Safety Car konnte Jarvis Di Resta überholen - das bedeutete recht früh eine Audi Fünffachführung. Spengler ging an Engel vorbei und übernahm Rang sieben. Doch dann folgten einige Strafen: Lauda bekam eine Durchfahrtstsrafe wegen Frühstart in Runde sieben. In Runde sieben wurde Schumacher von Katherine Legge gedreht. Die Abt-Pilotin bekam daraufhin ebenfalls eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt.

Ekström konnte sich anschließend vom Rest des Feldes immer weiter absetzen. Di Resta auf Rang fünf hingegen war fast eine Sekunde langsamer. Sogar Markus Winkelhock kam dem Schotten immer näher.

Ab Runde zehn ging das Boxenstoppfenster auf. Es kamen Jarvis, Engel, Green, Lauda und Bakkerud sofort in die Box zum Nachtanken und Reifenwechsel. Eine Runde später kamen Di Resta, Spengler, Stoddart und Lauda rein. Lauda schleppte mal wieder die Tankkanne mit sich und schüttelte sie in der Boxenausfahrt wieder ab. Dann kam Kristensen, dessen Stopp etwas länger dauerte und Kostka. In Runde 13 die beiden Führenden Ekström und Scheider. Der Deutsche kam hinter Kristensen wieder auf die Strecke. Eine Runde danach fuhren die beiden letzten zum ersten Stopp: Tomczyk und Winkelhock und auch Schumacher.

Auch nach der ersten Boxenstoppsession hatte Ekström die Nase vorne - und wie: 4,9 Sekunden nach der 14. Runde. Vor Kristensen und Scheider, die eng zusammenlagen. Ihnen folgten Jarvis, Di Resta und Spengler. Der Kanadier konnte durch die Boxenstopps Winkelhock überholen, der nun den siebten Rang inne hatte. Auf Rang acht lag Tomczyk. Allerdings hatte es den Anschein, als würde Di Resta die drei hinter sich aufhalten.

Doch das Problem löste sich von selbst. Bereits in Runde 18 kam Di Resta zu seinem zweiten Boxenstopp rein. Aber auch Spengler konnte die beiden Audi nicht abschütteln. Doch eine Runde später steuern Jarvis, Spengler und Tomczyk ihre Boxenmannschaft an. Allerdings gab es Probleme bei Tomczyks Boxenstopp. Eine Radmutter war noch nicht drauf. Er musste nochmals anhalten und aufgebockt werden. Durch die Stopps kam Spengler an Di Resta vorbei.

Runde 20 kamen Engel, Green und Schumacher rein. Zwei Runden später war Winkelhock an der Reihe und der Audi-Pilot kam hinter Spengler aber vor Di Resta zurück auf die Strecke. Runde 23 stoppte Kristensen und holte sich gebrauchte Reifen ab. Scheider blieb noch für eine Runde draußen - und nach dem Stopp wieder hinter seinem Teamkollegen.

Doch in Runde 24 kam das Aus für Spengler und Tomczyk. Beide kamen in die Box und gaben dort auf. Dann kam Ekström in Runde 25 in Box und blieb vor Kristensen und Scheider. Doch es ging noch weiter mit Audi: Ihnen folgten Jarvis und Winkelhock auf den Rängen vier und fünf. Erst auf Rang sechs tauchte mit Paul di Resta der erste Mercedes-Pilot auf - gefolgt von Engel und Green.

Nach den beiden obligatorischen Boxenstopps wurde es ruhig im Feld, da die Abstände zwischen den Fahrzeugen recht groß waren. Nur zwischen Kristensen und Scheider brodelte es. Doch die Überraschung kam in Runde 38 als der linke Hinterreifen von Ekström platzte. Der Schwede fiel immer weiter zurück. Das war das Signal für Scheider, vielleicht doch noch den Sieg zu holen. Ekström kam noch zum Reifenwechsel an die Box.

Doch der Däne behielt die Nerven und gewann mit 0,3 Sekunden vor Timo Scheider. Großer Jubel bei Jarvis, der dadurch den Sprung aufs Podium schaffte. Rang vier ging an Winkelhock. Paul Di Resta platzierte sich noch auf Position fünf vor Maro Engel. Ekström beendete das Rennen auf dem siebten Rang vor Jamie Green.

Fotoquelle: xpb.cc

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