Vierfachsieg für Audi: Sportchef Wolfgang Ullrich kann soweit zufrieden sein

DTM 2009

— 17.05.2009

Ullrich: Tolles Teamergebnis, viel Pech für Ekström

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrichs Freude über den Vierfachsieg war nicht ganz ungetrübt - Bei Timo Scheider laut Ullrich alles regelkonform

Audi ist mit einem grandiosen Auftakt in die Saison 2009 gestartet: Beim ersten Rennen in Hockenheim konnten die Ingolstädter einen Vierfachsieg feiern. Beinahe wäre sogar ein fünffacher Triumph für Audi daraus geworden - aber Mattias Ekström, der das Rennen dominiert hatte, zog sich ganz am Ende noch einen Reifenschaden zu und fiel zurück auf Rang sieben. So gewann Tom Kristensen vor Timo Scheider und den Jahreswagenfahrern Oliver Jarvis und Markus Winkelhock.

"Ein tolles Teamergebnis, aber leider viel Pech für Mattias", bilanzierte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Er ist das das ganze Rennen über in seiner eigenen Liga gefahren und hat sich dann ohne jedes Anzeichen offenbar irgendein Kunststoffteil eingefahren. Dadurch hat er die Luft im linken Hinterreifen verloren. Damit war es vorüber mit der überlegenen Führung."

Ekström war für Ullrich derjenige Audi-Pilot, der "für dieses Rennen das Auto am besten hingestellt" hatte: Wir haben ja schon im Qualifying gesehen, dass er hier mit dem Auto unheimlich gut zurechtgekommen ist. Für das Rennen hat er offensichtlich noch einmal die richtigen Moves gemacht. Er ist so gefahren, dass man sagen kann, dass er das Rennen konstant kontrolliert hat. Die Boxenstopps haben alle gepasst, aber es sollte nicht sein."

Verwirrung gab es nach der Zieldurchfahrt noch um Scheider, der in der Auslaufrunde am Streckenrand stehenblieb und abgeschleppt werden musste. An seinem Ergebnis ändert das aber nichts, das war laut Ullrich nicht gegen das Reglement und Scheider muss um seinen zweiten Platz nicht fürchten. Denn man muss nur aus eigener Kraft über die Ziellinie fahren, nicht aber in den Parc Fermée.

Ullrich erklärte, warum Scheider stehenblieb: "Aufgrund der Tatsache dass wir hier alles ausgereizt haben, um zwei Runden mehr zu fahren, haben unsere Jungs hin und her gerechnet, weil wir nicht sicher waren, ob er im Parc Fermée noch die vorgeschriebene Benzinmenge hat, wenn er die Auslaufrunde noch normal fährt. Wir haben dann entschieden, dass er einfach nach der Start- und Ziellinie stehen bleibt. Das Auto wird dann in den Parc Fermee geschleppt und da muss er noch seine Restmenge Benzin haben."

Das nächste Rennen steht in zwei Wochen am EuroSpeedway Lausitz an. Ullrich wagt aber nicht zu hoffen, dass Audi dann wieder so klar vorn weg fahren kann: "Das kann ich mir nicht vorstellen, ich bin davon überzeugt, dass Mercedes da sein wird." Die Stuttgarter hätten in Hockenheim auch viel Pech gehabt: "Gary Paffett hat sicherlich sich selbst am meisten bestraft, aber leider auch noch ein paar andere mitgenommen, auch zwei von uns. Das hat den gesamten Rennverlauf ein bisschen durcheinander gewirbelt. Es ist nie gut, wenn man ein Rennen schon in der zweiten Runde wieder mit Pace Car fährt. Aber das gehört zum Motorsport genauso dazu."

Fotoquelle: xpb.cc

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