R8 statt A4: Timo Scheider und Kollegen starten auf der Nordschleife

DTM 2009

— 20.05.2009

Scheider, Ekström, Rocky: Auf in die "grüne Hölle"

Für Timo Scheider, Mattias Ekström und Mike Rockenfeller ging es von Hockenheim direkt weiter an den Nürburging: Start bei den 24 Stunden

Die drei Audi-Piloten Timo Scheider, Mattias Ekström und Mike Rockenfeller können sich derzeit über Langeweile nicht beklagen, ihr Terminplan ist voll. Vom DTM-Saisonauftakt in Hockenheim ging es für sie direkt weiter an den Nürburging, wo sie mit zahlreichen Audi-Kollegen am berühmten 24-Stunden-Rennen über die Nordschleife teilnehmen. Und am Wochenende danach steht schon das nächste DTM-Rennen am EuroSpeedway Lausitz an.

Darüber, dass der knappe Zeitplan und der schnelle Wechsel von A4 auf R8 und wieder zurück auf A4 nicht gerade einfach ist, hat sich Scheider durchaus Gedanken gemacht. "Das ist auch eine Diskussion, die wir im Rahmen unserer Gespräche über Le Mans geführt haben. Da war ich ganz klar der Meinung, dass man für diese Performance in Le Mans, auf diesem hohen Niveau, auf dem sich Audi dort bewegt, extrem viel Vorbereitungszeit braucht. Deshalb haben wir uns gemeinsam dagegen entschieden, dass ich in Le Mans fahre."

Anders sei die Situation aber, was die 24 Stunden auf dem Nürburgring angeht, die Scheider 2003 gewinnen konnte: "Das ist Routine, denn ich kenne die Strecke extrem gut. Es hat auch ein Vorbereitungsrennen gegeben. Natürlich ist es vom Timing her anstrengend, weil wir unmittelbar nach unserem DTM-Auftakt zu den 24 Stunden angereist sind. Aber an den beiden Tagen danach wird genügend Zeit sein, um sich auszuschlafen und wieder fit an den Lausitzring zu kommen."

Jetzt freut sich Scheider einfach darauf, "die 24 Stunden nach dem Gesamtsieg 2003 endlich wieder mit einem Spitzenfahrzeug bestreiten zu dürfen. Der Audi R8 LMS ist ein ganz besonderes Auto, das bei der Vorbereitung schon eine Menge Spaß bereitet hat. Ich freue mich riesig darauf, vor schätzungsweise 200.000 Fans in der Eifel zu starten."

Markenkollege Mike Rockenfeller ist es ohnehin gewohnt, zweigleisig zu fahren. Im vergangenen Jahr fuhren er und Alexandre Prémat zusammen in der Le-Mans-Series, wo sie den Titel holten. Die 24 Stunden auf der Nordschleife hat Rockenfeller 2006 gewonnen. Allerdings ist er erst jetzt in der Vorbereitung wieder ein Langstreckenrennen gefahren: "Das hat Spaß gemacht, und wir sind Zweite geworden. Aber uns stehen 24 Stunden auf der anspruchsvollsten Strecke bevor, die es gibt. Es kann einiges passieren. Das Auto existiert erst seit Kurzem, ist aber schon eine sehr gute Basis. Es ist ganz schwer, eine Prognose abzugeben. Wir sind jedenfalls alle hoch motiviert."

Auch Ekström ist ein alter Hase, was die 24 Stunden in der "grünen Hölle" angeht: "Ich habe das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring schon mit ganz unterschiedlichen Autos bestritten. 2001 bin ich mit einem Auto gefahren, das eigentlich ein Gruppe-N-Rallyeauto gewesen ist. Wir wurden Sechste. 2003 und 2004 war ich mit dem Abt-Audi TT-R am Start. Jetzt kehre ich mit einem Audi R8 LMS, einem reinrassigen Sportwagen, wieder zurück. Die Nordschleife ist eine sensationelle Naturrennstrecke, die einer Wertungsprüfung bei einer Rallye ähnelt."

Fotoquelle: Audi

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