Tom Kristensen kommt als Tabellenführer zum EuroSpeedway Lausitz

DTM 2009

— 22.05.2009

Lausitz: Audi peilt 50. DTM-Sieg an

Audi will beim zweiten Saisonlauf auf dem EuroSpeedway Lausitz für das nächste Jubiläum sorgen, doch man rechnet mit einer "schweren" Aufgabe

Im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens steht die Marke Audi vor einem weiteren Jubiläum: Nach Tom Kristensens Erfolg beim Saisonauftakt in Hockenheim peilt Audi den 50. Sieg in der DTM an - damit würde die Marke mit den vier Ringen in der ewigen Bestenliste der DTM an BMW vorbeiziehen. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich am 31. Mai auf dem EuroSpeedway Lausitz. Der 130 Kilometer südlich von Berlin gelegene Kurs war bisher allerdings nicht gerade die Lieblingsstrecke des Audi A4 DTM. Erst einmal konnte Audi auf dem EuroSpeedway aus eigener Kraft triumphieren: Im September 2005 setzte sich Mattias Ekström in einem sehenswerten Duell gegen Mercedes-Pilot Gary Paffett durch.

Trotzdem stehen die Namen Audi und Ekström ein zweites Mal in der Siegerliste des DTM-Rennens auf dem EuroSpeedway: 2004 erbte der Schwede den Sieg, weil Gary Paffett nach der Zieldurchfahrt ohne Benzin liegenblieb und nicht mehr die vom Reglement vorgeschriebene Restmenge Kraftstoff im Tank seines Mercedes war.

Nach dem Vierfachsieg auf dem Hockenheimring kommt Audi mit einem Handicap in die Lausitz: Reglement-bedingt müssen die Audi A4 DTM auf dem EuroSpeedway mit zehn Kilogramm mehr Gewicht an den Start gehen als die Fahrzeuge von Mercedes. Für eine erste Vorentscheidung wird wie in Hockenheim das Qualifying sorgen, das auf Wunsch des Fernsehens erst um 14:35 Uhr und damit eine Stunde später beginnt als üblich. Die Live-Übertragung des Rennens am Sonntag erfolgt im "Ersten" zur gewohnten Zeit um 13:45 Uhr.

Audi-Stimmen vor dem Lausitz-Rennen:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Wir haben uns in Hockenheim eine sehr gute Basis geschaffen, wissen aber, dass wir auf der Rennstrecke in der Lausitz in den vergangenen Jahren nicht ganz so gut zurecht gekommen sind. Zudem werden unsere neuen Fahrzeuge aufgrund der Ergebnisse von Hockenheim zehn Kilogramm schwerer sein als die aktuellen Mercedes. Und ich weiß auch, dass unsere Konkurrenten fleißig arbeiten werden. Wir erwarten ein hartes Wochenende, an dem wir darum kämpfen werden müssen, gute Ergebnisse einzufahren."

Tom Kristensen: "Ich bin immer gerne am EuroSpeedway Lausitz. Was die Strecke angeht, so bietet der Asphalt wenig Reibung. Viele Richtungswechsel aus 180-Grad-Kurven prägen den Streckenverlauf. In den langsamen Kurven brauchen wir gute Balance und Traktion. Dort geht es um mechanischen Grip. Ich bin mir sicher, dass unser Audi A4 DTM darin gut ist."

Timo Scheider: "Der EuroSpeedway brachte uns in den vergangenen Jahren immer in eine recht anspruchsvolle Situation. Es gilt, das letzte Quäntchen herauszuholen. Ich habe dort im letzten Jahr auf dem Podium gestanden, obwohl wir etwas langsamer als Mercedes waren. Ich hoffe, dass wir an unsere gute Leistung von Hockenheim anknüpfen können."

Markus Winkelhock: "Nach dem guten Saisonauftakt in Hockenheim komme ich mit einem positiven Gefühl an den EuroSpeedway. Leider war es im vergangenen Jahr nicht ganz mein Pflaster, als ich nach einem Reifenschaden in die Boxenmauer einschlug und das Auto stark beschädigte. Deshalb versuche ich, es in diesem Jahr besser zu machen. Es ist erfreulich, dass wir mit unseren Vorjahreswagen gut mithalten können. Wenn sich das nicht allzu sehr ändern sollte, liegt eine spannende Saison vor uns."

Oliver Jarvis: "Die Erwartungen sind natürlich hoch, ebenso die Zuversicht. Gleichzeitig gehe ich allerdings davon aus, dass Mercedes sehr viel schneller sein wird als in Hockenheim - und auch die 2009er-Audi dürften weiter zulegen. Ich erwarte ein hartes Rennen. Ich freue mich darauf und kann hoffentlich ein paar weitere Punkte sammeln."

Mattias Ekström: "Ich glaube, dass es mit einigen Kilo Zusatzgewicht enger werden wird als in Hockenheim. Wir werden keine Dominanz sehen. Uns steht harte Arbeit bevor. Wir müssen uns gut vorbereiten. Eines ist sicher: Ich mag das neue Auto sehr. Es passt gut zu meinem Fahrstil. Das macht mich glücklich."

Katherine Legge: "Ich freue mich schon sehr auf die Lausitz, weil der Saisonauftakt mit meinem neuen Team vielversprechend verlaufen ist. Auf dem EuroSpeedway hatte ich im vergangenen Jahr einen guten Test. Ich hoffe, ich kann davon profitieren, vielleicht springen sogar ein paar Punkte heraus. Mein 2008er-Audi ist sehr viel konstanter und fährt sich besser als das Auto, das ich im vergangenen Jahr gefahren bin."

Martin Tomczyk: "Ich freue mich auf den EuroSpeedway. Mein Tempo im Qualifying und im Rennen hat beim Auftakt in Hockenheim gestimmt. Ich denke, dass ich das in der Lausitz wiederholen kann. Das ist zumindest mein Ziel. Wir wissen aber auch, dass Mercedes in der Vergangenheit dort immer sehr gut war. Trotz alledem: Unser Vorsprung war in Hockenheim recht groß. Das lässt mich hoffen, dass wir auch auf dem EuroSpeedway stark sein werden."

Mike Rockenfeller: "Der Auftakt in Hockenheim verlief für mich nicht gut, deshalb hoffe ich nun auf ein deutlich besseres Ergebnis. Wir müssen von Anfang an eine gute Abstimmung finden und schon im Zeittraining gut dabei sein - nicht wie in Hockenheim, als ich auf Startplatz zehn stand. Im Mittelfeld ist es immer schwierig, und es besteht einfach die Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden."

Alexandre Prémat: "Ich freue mich, auf den EuroSpeedway Lausitz zurückzukehren. Ich mag den Kurs sehr, sehr gern. Seit ich zum ersten Mal dort gefahren bin, verbinde ich ein angenehmes Gefühl mit dieser Strecke. Mein Ziel ist es, dort Punkte zu sammeln. Auch wenn wir mit zusätzlichem Gewicht fahren müssen, erwarte ich, dass unser Auto dort im direkten Vergleich mit Mercedes sehr wettbewerbsfähig sein wird. Ich bin motiviert und will Punkte."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef): "Ich freue mich nach dem großen Erfolg in Hockenheim auf den EuroSpeedway Lausitz. Ich weiß, dass unser Paket sehr konkurrenzfähig ist. Nichtsdestotrotz müssen wir konzentriert weiterarbeiten, weil wir einen Titel zu verteidigen haben. Das Team wird sich weiterhin voll darauf konzentrieren. Wir hoffen natürlich, dass es in der Lausitz so weitergeht."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Ich glaube, dass die fünf Kilo zusätzlichen Ballasts keineswegs bedeuten, dass wir nicht mehr konkurrenzfähig sein werden. Wir sollten mit den Mercedes Jahrgang 2008 und 2009 mithalten können, falls ihnen nicht ein großer Sprung bis zum nächsten Rennen gelingt. Ich sehe uns genau dort, wo wir auch in Hockenheim lagen: hinter den neuen Audi und vor den aktuellen Mercedes - das ist zumindest unser Ziel."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Das Ergebnis aus Hockenheim macht Appetit auf mehr. An den EuroSpeedway habe ich ganz gute Erinnerungen. Wir wollen jetzt natürlich mit beiden Fahrern in die Punkte kommen. Ich glaube, dass wir mit unseren Vorjahresautos weiterhin die Mercedes ärgern können. Das werden wir auf jeden Fall wieder probieren."

Fotoquelle: xpb.cc

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