Jamie Green zeigt auch im Mercedes-Jahreswagen Biss und Kampfgeist

DTM 2009

— 28.05.2009

Greens neue Rolle als Teamleader

Jamie Green wurde zurückgestuft in den Jahreswagen, doch vielleicht kann er als Führungsfahrer im Persson-Team noch Entscheidendes lernen

Vom Titelkandidaten zum Jahreswagenfahrer - diese Rolle rückwärts musste Jamie Green machen. Der Brite mischte in der vergangenen Saison noch bis zum Rennen in Barcelona an der Tabellenspitze mit. Doch im Winter musste er sein Neuwagen-Cockpit räumen, damit Mercedes mit Ralf Schumacher einen Deutschen und einen früheren Formel-1-Fahrer in eine aktuelle C-Klasse setzen konnte.

Nach der ersten Enttäuschung motivierte sich Green neu. Sein Ziel ist nun, im 2008er-Mercedes von Persson bester Jahreswagenfahrer zu werden. Und beim Saisonauftakt in Hockenheim zeigte er Biss. Im Freien Training gehörte er laut Motorsportchef Norbert Haug "zu den stärksten und viel versprechendsten Mercedes-Piloten". Allerdings nur, bis ihm ein nachträglich eingebauter Kerb zum Verhängnis wurde. Wie einige andere Piloten blieb auch der Brite an der kritisierten "Sprungschanze", die dann sofort wieder entfernt wurde, hängen - Training und Samstag beendet.

"Leider habe ich mir dabei auch einen Teil des Motors beschädigt. Damit konnte ich am Rest der Session nicht mehr teilnehmen", berichtete Green auf seiner Internetseite. "Später haben wir dann festgestellt, dass der Motor gewechselt werden muss, was die Rückversetzung ans Ende der Startaufstellung bedeutet. Ich habe am Qualifying dann nicht teilgenommen, da es den Mechanikern nicht möglich war, den Motor in der kurzen Zeit zwischen Training und Qualifikation zu wechseln. Es hätte sowieso nichts gebracht, da ich ja ohnehin von hinten starten musste."

Im Rennen zeigte Green erneut Biss und Können: Vom letzten Startplatz fuhr er als Achter noch in die Punkte, obwohl er gehandicapt war. "Leider war ich in der ersten Runde in der Haarnadel in einen Zwischenfall verwickelt und traf vorne links ein anderes Auto", schilderte der Brite. "Dabei wurde die Lenkung beschädigt, vor allem aber das Bodywork. Dadurch war die Aerodynamik beeinträchtig und ich musste die verbleibenden 38 Runden mit einem Auto fahren, das ein sehr seltsames Handling hatte. So konnte ich mein volles Potenzial und das des Autos nicht zeigen. So gesehen war ich über den achten Platz und den Punkt sehr glücklich."

Greens Leistung blieb auch in der Chefetage nicht unbeobachtet. Motorsportchef Haug zeigte sich beeindruckt. Wäre nicht der verhängnisvolle Kerb dazwischen gekommen, hätte Green im Training sogar im Longrun der stärkste Mercedes-Pilot sein können, betonte er. Und auch Greens Performance im Rennen wurde vom Chef immer wieder gelobt.

"Ich finde es auch gut, dass er sich eben nicht zurückgestuft fühlt, sondern dass er versucht, sich weiterzuentwickeln", betonte Haug. Im Persson-Team habe Green auch eine neue Rolle: "Dort ist er vielleicht auch als Teamleader gefordert. Das kann einen noch besseren Rennfahrer aus ihm machen. Denn dass der Kerl den Speed hat, das wussten wir immer. Wenn jetzt noch ein bisschen Balance und Konstanz dazu kommen, dann sind wir fahrerisch gut aufgestellt."

Fotoquelle: xpb.cc

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