Mattias Ekström schied fast aus, durfte dann aber doch über die Pole jubeln

DTM 2009

— 30.05.2009

Ekström: "Da kann ich nur Gott danken!"

Erst wäre auch für Mattias Ekström fast nach Q1 Feierabend gewesen, dann holte sich der Audi-Pilot doch noch die Pole Position in der Lausitz

Mattias Ekström erlebte in der Qualifikation am EuroSpeedway Lausitz eine emotionale Achterbahnfahrt. Da sich Audi zu Beginn des Qualifyings völlig mit dem Wetter verschätzt hatte, wäre er beinahe wie seine Abt-Kollegen Martin Tomczyk und Tom Kristensen schon in Q1 ausgeschieden. Doch am Ende durfte der Schwede über seine zweite Pole Position im zweiten Saisonrennen jubeln.

Am Mittag hatte es in der Lausitz geregnet, doch vor dem Beginn der Qualifikation schien die Strecke wieder abzutrocknen. Einige Audi-Piloten fuhren zunächst keine schnelle Runde, sondern entschieden sich erst einmal, auf einer Runde Regenreifen einzufahren. Dann wechselten sie auf Slicks, um die Jagd auf Bestzeiten zu eröffnen. Doch damit hatten sie sich völlig verschätzt. Denn genau in diesem Moment begann es wieder zu regnen und wer bis dahin keine schnelle Zeit hatte, konnte auch keine mehr holen.

"Wir sind dann wieder in die Box und haben Regenreifen geholt, aber zu diesem Zeitpunkt waren wir die Letzten", berichtete Ekström gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Nur Timo Scheider hatte da Q2 schon sicher erreicht, Ekström, Kristensen und Tomczyk versuchten auf Regenreifen, noch irgendwie nach vorn zu kommen. Kristensen und Tomczyk scheiterten, doch Ekström gelang es gerade so.

Mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung konnte er Audi-Jahreswagenfahrer Alexandre Prémat vom wichtigen 14. Platz verdrängen und damit in Q2 einziehen. "Für diese zwei Hundertstel, die mich vor Alex gebracht haben, kann ich nur Gott selbst danken", räumte der Schwede danach ein.

Danach lief es für Ekström wie gewohnt. Er fuhr Topzeiten, der Durchmarsch von Q2 bis in Q4 war kein Problem mehr. Und im Shootout der letzten Vier konnte er die Mercedes-Konkurrenz im Griff halten: 0,23 Sekunden war er schneller als Gary Paffett und 0,329 Sekunden schneller als Paul Di Resta. Als die Startreihenfolge feststand, schrie Ekströms Renningenieur Alex Stehlig durch den Boxenfunk: "Du bist auf der Pooooooooooole!" Und Ekström selbst stimmte via Boxenfunk ein Freudenlied an - er habe vor sich hingesungen, was ihm gerade in den Sinn kam, sagte er.

"Ich freue mich sehr. Ich habe mich eigentlich die ganze Qualifikation über sehr gut im Auto gefühlt. Am Anfang war es zwar wirklich sehr knapp, dass ich überhaupt weitergekommen bin, aber ich hatte das nötige Glück", so Ekström. Und dass er morgen im Rennen mit Timo Scheider nur einen und nicht drei Teamkollegen zur Unterstützung im Kampf gegen Mercedes in der Nähe hat, ist kein Problem für ihn: "Das ist egal, ich kämpfe für mich alleine."

2004 hat Ekström in der Lausitz bereits gewonnen. Damals profitierte er vom Pech Gary Paffetts, der wegen zu wenig Sprit im Tank disqualifiziert worden war. Zwei Jahre später, 2006, erwischte es den Schweden selbst - er ging leer aus, weil ihm das Benzin ausging. Deshalb weiß Ekström, was am EuroSpeedway der Schlüssel zum Sieg ist: "Man muss genug Benzin dabei haben und sehr schnell sein."

Was das Wetter im morgigen Rennen macht, das wissen selbst die Meteorologen noch nicht genau. Ekström ist es egal, ob es nass oder trocken ist. "Aus der Vergangenheit wissen wir, dass man an der Spitze gleich gut wegziehen kann, wenn man alles richtig zusammenbringt und das Auto gut ist", erklärte er. "Allerdings muss man hier nicht nur ins Ziel, sondern auch in den Parc Fermé kommen. Denn auch nach dem Rennen kann noch einiges passieren."

Wenn Ekström sich das Wetter wünschen dürfte, würde er trocken wählen, aber nur aus einem selbstlosen Grund: "Dann ist es für die Zuschauer schöner. Im Auto habe ich kein Problem damit, wenn es nass ist. Aber für alle anderen ist schöner wenn es trocken ist."

Fotoquelle: xpb.cc

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