Auch Martin Tomczyk hat alles versucht, doch bei ihm hat es nicht geklappt.

DTM 2009

— 30.05.2009

"Du versuchst, alles aus dir rauszuholen"

Den Audi-Piloten war schnell klar, dass sie im ersten Qualifying ein großes Problem haben - Dann half nur noch volle Attacke

Man traute seinen Augen fast nicht, als im heutigen Qualifying gleich vier Audi-Piloten im ersten Qualifying ausschieden - darunter auch noch mit Martin Tomczyk und Tom Kristensen Fahrer aktueller Boliden. Dazu traf es auch noch Alexandre Prémat und Oliver Jarvis, der vergangenes Rennwochenende noch auf dem Podest stand. So sah man auch im Audi-Zelt in viele versteinerte Mienen.

Die vier, die in Q1 ausschieden, traf die Reifen-Fehlentscheidung besonders hart. "Es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre bzw. nicht um so viel gehen würde", meinte Kristensen mit einer gehörigen Portion Galgenhumor. "Ich bin zu spät raus, mit falschen Reifen und die auch umgedreht - ich konnte also nicht einmal attackieren." Auch wenn die Fahrer schnell merkten, dass hier alles schief lief, versuchten sie zu retten, was zu retten war. "Man versucht zuerst alles aus einem heraus zu holen oder aus dem Material oder aus den Umständen", erklärte Tomczyk. "Danach hat man Zeit, sich aufzuregen." Das meinte auch Markus Winkelhock: "Da darf man sich nicht verrückt machen, sondern versuchen das Beste draus zu machen und hoffen, dass es am Ende reicht."

Oliver Jarvis war wohl mit am Meisten enttäuscht. Auf dem Hockenheimring kletterte er noch aufs Podest und in der Lausitz muss er von Rang 18 ins Rennen gehen. "Es war ein absolutes Desaster für das Phoenix Team und mich selbst", so der mehr als frustrierte Brite. "Wir waren am Morgen so schnell, der Wagen war sehr gut." Bei ihm war es die entscheidende Minute zu spät, die er auf die Strecke fuhr: "Das hat uns eine gute Position in der Startaufstellung gekostet. Es sah so aus, als würde es trocken bleiben. Aber als wir rausgefahren sind, war es schon zu nass."

Aber auch die Piloten, die den Sprung aus Q1 schafften, waren über diese Aufregung nicht sonderlich erfreut. "Ich muss ganz ehrlich sagen, ich war natürlich super sauer in dem Moment, in dem ich aus der Box bin." Für Timo Scheider, der sich immerhin über Rang vier in der morgigen Startaufstellung freuen kann, war es auch richtig eng. "Das war auch um Haaresbreite, es hätte auch in die Hose gehen können", erzählte der amtierende Meister gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Von daher bin ich wirklich froh, dass es noch gereicht hat. Wenn das passiert wäre, wäre es schwierig gewesen, mich zu trösten."

Aber es gab auch Trost aus dem Mercedes-Lager. "Es sind alles Profis und heute haben sie kein Glück gehabt", sagte Spengler am Nachmittag. "Es ist alles so eng und so schwer, besonders wenn die Bedingungen so sind. Das hätte auch uns passieren können."

Fotoquelle: xpb.cc

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