Norbert Haug konnte sich früher über einen Sieg freuen als erwartet

DTM 2009

— 31.05.2009

Haug: "Speed war Schlüssel zum Erfolg"

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sah nicht nur in der Strategie, sondern vor allem im Speed den entscheidenden Faktor für den Doppelsieg in der Lausitz

Dass sich Mercedes nach der Niederlage beim Saisonauftakt in Hockenheim nur zwei Wochen später am Lausitzring mit einem Sieg zurückmelden würde, hat viele überrascht - auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Um ehrlich zu sein habe ich vor dem Rennen nicht gedacht, dass wir stark genug sind, um hier um den Sieg mitkämpfen zu können", gab der Schwabe zu.

Doch seine Mannschaft habe einen herausragenden Job gemacht, lobte Haug: "Wir waren schon in der Qualifikation zur richtigen Zeit auf der Strecke, was bei diesen Bedingungen sehr wichtig war. Und dass wir jetzt einen Doppelsieg geholt haben, ist natürlich toll." Es habe jedoch nicht nur an der Strategie von Mercedes gelegen, "die jetzt alle preisen": "Wenn man nicht schnell genug ist, dann kann man jede Strategie anwenden, die man will." Das würde dann auch nichts helfen.

"Tatsache ist, dass Gary auf gebrauchten Reifen schneller fahren konnte als andere Leute auf frischen Reifen", erläuterte Haug. "Und das war der Schlüssel zum Erfolg. Wir hatten uns entschieden, Gary erst sehr spät hereinzuholen und haben die Reifen erst dann gewechselt, als Mattias Ekström schon zum zweiten Mal drin gewesen war. Das sieht zwar etwas seltsam aus, aber so etwas gelingt einem nur, wenn man kein Reifenfresser ist, sondern mit seinen Reifen schonend umgeht. Das war mit unserem Auto heute offensichtlich der Fall."

Doch nicht nur Gary Paffett und Bruno Spengler, die gesammte Mannschaft habe eine gute Leistung gezeigt, lobte Haug. Alle acht Mercedes-Fahrer konnten sich auf den ersten elf Plätzen einreihen, fünf C-Klassen schafften es in die Punkte. Darunter auch die Jahreswagenfahrer Jamie Green und Maro Engel. "Natürlich war es für die Audi-Piloten im Neuwagen auch nicht einfach, von ganz hinten zu starten. Aber vom Speed her haben die Jahreswagen wieder ganz gut ausgesehen", sagte Haug.

Wieder Lob für Jamie Green

Die Leistung von Jamie Green hob der Chef erneut lobend hervor. Der Brite, der in dieser Saison vom aktuellen in den gebrauchten Wagen umsteigen musste, war als Sechster bester Jahreswagenfahrer. "Jamie hat im Jahreswagen sogar die beste Rundenzeit geholt. Das zeigt, wozu er in der Lage ist. Es ist toll, dass er mit einem solchen Auto den sechsten Platz geholt hat. Und er konnte den amtierenden Champion Timo Scheider unter Druck setzen", so Haug.

Nach Hockenheim habe sich das Blatt gewendet, und zwar schneller, als er selbst erwartet hätte, räumte Haug ein. "Dass ich uns hier nicht zum Favoriten gemacht habe, lag nicht an purer Zurückhaltung", erklärte der Schwabe. Sondern das sei einfach die Standortbestimmung gewesen. "Aber so ist es natürlich noch besser und der Doppelsieg ist wirklich hoch verdient. Danke an die Jungs, die so hart gearbeitet haben, denn sie haben es möglich gemacht. Sie haben Tag und Nacht gearbeitet. Deshalb waren wir viel besser aufgestellt als beim letzten Rennen."

Die nächste Aufgabe wartet in vier Wochen auf dem Norisring - eine weitere Strecke, auf der Mercedes bisher das glücklichere Händchen hatte. "Aber von den Brüdern kriegt man nichts geschenkt, sie werden wieder in die Hände spucken", sagte Haug über den Rivalen Audi. Ein Prognose wagt er nicht: "Im vergangenen Jahr war es am Norisring knapp genug. Wir sind dort nicht gesetzter Sieger - aber das waren wir hier auch nicht."

Fotoquelle: xpb.cc

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