Norbert Haug erwartet von Ralf Schumacher in Zukunft noch einiges

DTM 2009

— 25.06.2009

Haug: "Ralf vielleicht zu kritisch zu sich selbst"

Ralf Schumacher gibt sich auch bei seinen Norisring-Erwartungen betont bescheiden, doch Norbert Haug sieht dafür eigentlich keinen Grund

Wenn am kommenden Wochenende die DTM-Motoren in Nürnberg aufdröhnen, wird Ralf Schumacher einer der umlagerten Stars sein, auch wenn er sportlich gesehen bisher eher zum Mittelfeld gehört. Der 33-Jährige befindet sich auch im Neuwagen noch in der "Findungsphase" und hadert damit, dass es ihm im Vergleich zu seinen HWA-Piloten noch an Speed fehlt.

Podiumsplätze oder gar Siege scheinen für den früheren Formel-1-Piloten derzeit noch außer Reichweite zu sein. Entsprechend bescheiden formuliert er seine sportlichen Erwartungen für das Wochenende am Norisring. "Ich hoffe, dass ich in Nürnberg das Feld nicht wieder vor mir hertreibe", sagte er, wenn auch mit einem Schmunzeln im Gesicht. Schumacher arbeitet immer noch daran, sich an Aerodynamik und Bremsen seiner C-Klasse zu gewöhnen.

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ist sich sicher, dass sein Star im Team auch bald sportlich für Aufsehen sorgen kann. "Man muss ihm einfach die Zeit geben", sagte Haug, "aber ich glaube, dass er vielleicht ein bisschen zu kritisch sich selbst gegenüber ist. Wenn der Knoten mal platzt, dann geht es schon voran. Er ist ein sehr kritischer Junge und keiner, der es auf die leichte Schulter nimmt."

Dass er es kann, habe Schumacher bereits im vergangenen Jahr am Norisring gezeigt - zumindest solang, bis das Rennen um die Steintribüne für ihn mit einer geplatzten Bremsscheibe beendet war. "Im vergangenen Jahr ist er am Norisring 40 Runden lang siegermäßige Zeiten gefahren", erinnerte Haug. "Wir dürfen nicht vergessen, wer Ralf Schumacher ist. Er hat seine Grand-Prix-Siege damals nicht geschenkt bekommen. Ich war dabei, als er zweimal in einer Woche gewonnen hat. Da war er auf einem Trip, so wie jetzt Sebastian Vettel." Doch so ein "Trip" könne auch schnell unverschuldet vorbei sein, zum Beispiel durch einen schweren Unfall, der durch technisches Versagen verursacht wird. Das hat damals auch Schumacher ausgebremst.

"Ich rechne ihm hoch an, dass er für sich nie solche Entschuldigungen gelten lässt", erklärte Haug. "Er hängt überhaupt nicht den Grand-Prix-Star heraus, sondern er ist sehr zugänglich. Der Knoten von Ralf wird aufgehen, wenn er überhaupt einen Knoten hat." Zudem gibt der Chef zu bedenken, dass Schumacher in seinen ersten beiden Rennen als Neuwagenpilot auch viel Pech hatte: "In Hockenheim bekam er eine Haube aufs Dach und fuhr weiter, am Lausitzring wurde der Motor gewechselt. Aber seine Rundenzeiten vom Lausitzring zeigen, dass er so weit vom Schuss nicht weg war. Sie lagen im Bereich von Paul Di Resta, und das ist ein erwiesener Siegfahrer."

Fotoquelle: xpb.cc

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