Ralf Schumacher erlebte in Nürnberg ein aufregendes Qualifying

DTM 2009

— 27.06.2009

Ralf Schumacher: Von P4 auf P7 auf P8

Verzählt: Ralf Schumacher erlebte erneut ein turbulentes Qualifying und kassierte danach noch eine Strafe - Von Startplatz acht sind Punkte das Ziel

Es schien schon fast so, als würden sich die Prophezeiungen bewahrheiten und als würde am Norisring die große Stunde von Ralf Schumacher schlagen. Nach dem dritten Qualifying lag er auf Platz vier, damit wäre ihm erstmals der Einzug in Q4 gelungen. Doch als er sich gerade darauf vorbereitete, im Shootout um die Pole Position noch eine schnelle Runde hinzulegen, wurde er zurückgepfiffen.

Ralf Schumacher hatte ebenso wie seine Mercedes-Markenkollegen Jamie Green (Persson) und Maro Engel (Mücke) in Q3 mehr als die erlaubten acht Runden gedreht. Deshalb entschied die Rennleitung, dass sie nicht in Q4 antreten durfte und reihte sie so in der Ergebnisliste ein, dass Schumacher Siebter war. Doch viereinhalb Stunden später hatten die zu viel gefahrenen Runden noch ein weiteres Nachspiel: Schumacher, Engel und Green bekamen ihre Zeiten aus Q3 gestrichen und wurden aufgrund ihrer Zeiten aus Q2 auf den Plätzen sechs bis acht positioniert. Für Schumacher hieß das: Von Platz sieben ging es noch nach hinten auf P8.

"Es war natürlich schade, denn Q4 wäre schön gewesen, gerade hier an diesem Wochenende", erklärte Schumacher. "Aber es hat eben nicht sollen sein. So etwas kann passieren. Wir waren ja nicht die einzigen, von daher schauen wir mal, was morgen läuft." Wie es passieren konnte, dass er und seine beiden Kollegen zu viele Runden fahren, konnte sich Schumacher nicht so recht erklären. "Wir haben einfach nicht drauf geachtet, aber das muss man nicht mich fragen, sondern das Team", sagte er und räumte ein, dass er nicht einmal gewusst hätte, dass man in Q3 nur acht Runden fahren darf.

"Doch normalerweise kommt man mit acht Runden hin", erklärte Schumacher, der sich wie die meisten Piloten auf sein Team verließ. Am Norisring sind die Runden allerdings so kurz, dass nach acht gefahrenen Umläufen in Q3 noch zweieinhalb Minuten übrig bleiben.

Abgesehen vom Zählproblem lief es gut für Schumacher. Er konnte von seinen Zeiten her im Spitzenfeld mitfahren und stand seinen HWA-Kollegen in nichts nach. "Es waren wechselnde Bedingungen, die mir recht gut liegen. Vielleicht lag es daran. Zudem ist der Norisring eine Mercedes-Strecke, das hilft ja auch", sagte er dazu.

Nun also muss er das Rennen von Startplatz acht angehen. "Ich hoffe, dass wir in die Punkte fahren können. Überholen ist schwer, aber wenn man einen guten Start hat, ist vielleicht was drin", erklärte er. Angesprochen auf einen möglichen Podiumsplatz sagte er: "So weit will ich noch gar nicht denken. Erst einmal will ich gut wegkommen, keine Positionen verlieren und dann sehen wir weiter. Was das Wetter angeht, hat er keine speziellen Wünsche, "so lange es nicht zu extrem regnet, so wie nach der Qualifikation. Dann müsste man leider abbrechen und das wäre schade."

Fotoquelle: xpb.cc

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