Timo Scheider kann sich freuen: Er steht auf dem Norisring auf der Pole Position

DTM 2009

— 27.06.2009

Die Audi-Stimmen zu Qualifikation

Timo Scheider und Mattias Ekström teilen sich am Norisring die erste Startreihe - Katherine Legge mit Startplatz fünf beste Jahreswagenpilotin

Mit einer Doppelspitze geht Audi am morgigen Sonntag in den DTM-Saisonhöhepunkt auf dem Norisring: In einem dramatischen Qualifying holte Titelverteidiger und Tabellenführer Timo Scheider die Pole Position vor seinem Teamkollegen Mattias Ekström. Damit starten beim Audi "Heimspiel" auf dem Norisring zum ersten Mal überhaupt zwei Audi A4 DTM aus der ersten Reihe.

Eine eindrucksvolle Leistung zeigte auch Katherine Legge: Mit Startplatz fünf erzielte die Britin, die Stadtrennen aus ihrer Champ-Car-Zeit in den USA kennt, das beste Qualifying-Ergebnis einer Frau in der Geschichte der neuen DTM. Zudem gelang ihr die schnellste Zeit eines Vorjahreswagens. Für Tom Kristensen (9.), Mike Rockenfeller (12.), Martin Tomczyk (13.) und Alexandre Prémat (14.) war das Qualifying dagegen bereits nach der zweiten der vier Sektionen beendet. Oliver Jarvis (17.) schied im ersten Abschnitt aus.

Gar nicht erst am Qualifying teilnehmen konnte Markus Winkelhock, dessen A4 bei einem bizarren Zwischenfall im Freien Training am Samstagvormittag stark beschädigt wurde. Winkelhock traf mit hoher Geschwindigkeit einen Kanaldeckel, der sich auf der Start-Ziel-Gerade gelöst hatte. Das Training musste anschließend für zwei Stunden unterbrochen werden, ehe die Strecke wieder freigegeben wurde. Das Team Rosberg setzt alles daran, das Fahrzeug rechtzeitig bis zum Warm-up am Sonntagmorgen zu reparieren.

Stimmen zur Qualifikation:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Das Teamwork in der ganzen Mannschaft hat heute optimal gepasst. Weil sich die Wetterverhältnisse heute so schnell verändert haben, dass Voraussagen so gut wie unmöglich waren, mussten einige Entscheidungen auch aus dem Bauch heraus schnell getroffen werden. Dazu hatten wir ein gutes Auto, das nötige Quäntchen Glück und mit Timo Scheider und Mattias Ekström auch Piloten, die das Beste aus dem A4 herausgeholt haben. Die Startplätze in der ersten Reihe sind eine gute Voraussetzung für das Rennen, aber leider noch kein Garant für den Sieg. Morgen muss bei uns alles genauso perfekt passen wie heute - dafür werden wir alle arbeiten."

Timo Scheider: "Ein schöner Tag für Audi und natürlich besonders für Mattias Ekström und mich. Es war ein extrem schwieriges Qualifying, was die richtige Abstimmung und das richtige Timing betrifft. Da hat Audi heute fantastische Arbeit geleistet und das war der Schlüssel zum Erfolg. Mein persönlicher Dank gilt meinem Renningenieur, der im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen getroffen hat, obwohl die Bedingungen ganz schwer einzuschätzen waren."

Mattias Ekström: "Das war heute ein extrem aufregendes Qualifying. Umso schöner, wenn es spannend für die Zuschauer war und man am Ende in der ersten Reihe steht. Ein toller Erfolg für Audi gerade beim Heimspiel. Das Ergebnis zeigt auch, dass die ganze Mannschaft bei Testfahrten und der Vorbereitung unseres Audi A4 DTM auf diesen Saisonhöhepunkt tolle Arbeit geleistet hat. Jetzt freue ich mich auf das Rennen - schließlich haben wir die beste Ausgangsposition, hier in Nürnberg zu gewinnen. Dafür werde ich morgen alles geben."

Katherine Legge: "Das war toll! Alles lief nach Plan, und das Team hat gut gearbeitet. Ich glaube, wir haben uns unsere Platzierung wirklich verdient. Vor allem Qualifying 3 war sehr interessant. Leider musste ich an die Box kommen, als die Strecke immer schneller wurde, ich aber schon die maximal zulässigen acht Runden absolviert hatte. Das Ergebnis ist in Ordnung. Jetzt freue ich mich auf ein gutes Rennen."

Tom Kristensen: "Ich bin traurig, am Ende dieses sehr spannenden Qualifyings nur Neunter zu sein. Unsere Abstimmung des Fahrzeugs war richtig, nämlich eine Kompromisslösung. Vor der letzten Runde lag ich auf Platz vier und wurde dann auf Rang neun verdrängt. Das ist sehr enttäuschend. Aber am Norisring ist auch von Platz neun noch etwas möglich."

Mike Rockenfeller: "Ich bin enttäuscht über Platz zwölf, keine Frage. Es herrschten schwierige Bedingungen. In Qualifying 2 lag ich lange recht gut auf Platz fünf, sechs, sieben. Doch nachdem ich abgewinkt wurde, sind noch einige schneller gefahren. Nun muss ich versuchen, das im Rennen wieder wettzumachen."

Martin Tomczyk: "Qualifying 1 im Regen hat richtig Spaß gemacht. In Qualifying 2 gleich mit Slicks loszufahren, war die richtige Entscheidung. Dreh- und Angelpunkt war die letzte Kurve, die ab dem Scheitelpunkt immer trockener wurde. Ich habe in meiner letzten fliegenden Runde ein bisschen zu spät gebremst. Ich fuhr einen etwas weiten Bogen und konnte meine Zeit nicht verbessern. Schade, denn es wäre möglich gewesen, ganz nach vorn zu fahren."

Alexandre Prémat: "Dieses Qualifying war eine Katastrophe. Im Trockenen wäre es für uns gut gelaufen. So war es sehr schwierig, eine saubere Linie zu fahren. In den ersten Runden haben wir um gute Plätze gekämpft, aber ich fand am Ende gar keinen Rhythmus mehr. Vor allem beim Bremsen fuhr sich mein Auto schwierig und war instabil. Deshalb war es unmöglich, in Qualifying 3 zu kommen."

Oliver Jarvis: "Ein Desaster! Ich habe keine Ahnung, warum wir so langsam waren. Am Ende hat ein Zehntel gefehlt, um weiterzukommen. Wir hätten viel schneller sein müssen."

Markus Winkelhock: "Ich freue mich über Platz eins und zwei für Audi. Mein Tag war leider bereits im Freien Training beendet. Ich fuhr mit hohem Tempo über einen Kanaldeckel, der von einem vorher fahrenden Auto aufgerichtet worden war. Es hat einen fürchterlichen Schlag getan und ich wusste erst gar nicht, was los ist. Ich habe noch Glück gehabt. Meine Jungs müssen nun aber etwas innerhalb eines Tages schaffen, wofür man sonst vier Tage benötigt: nämlich das Auto komplett neu aufbauen. Sie werden alles geben, damit ich morgen an den Start gehen kann."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef: "Das war eines der aufregendsten DTM-Qualifyings aller Zeiten. Gratulation an das ganze Team. Es hat heute alles richtig gemacht und die 40. DTM-Pole Position für unser Team geholt. Es hat fehlerfrei gearbeitet und das Beste aus der Situation gemacht. Gratulation auch an Timo und Eki. Auf sie kann man immer zählen und stolz sein."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Wir müssen noch analysieren, warum Oliver Jarvis bereits nach der ersten Qualifying-Sektion nicht mehr dabei war und Alex Prémat nach der zweiten. Das ist sehr ernüchternd, speziell wenn man bedenkt, wie gut wir das Auto von Alex im Freien Training hinbekommen hatten. Enttäuschung pur bei uns im Team."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Dass Markus Winkelhock nicht fahren konnte, ist ziemlich ärgerlich, aber es hat jeder gesehen, was im Freien Training mit seinem Auto geschehen ist. Ich hätte nicht gedacht, dass mir zum zweiten Mal im Leben so etwas passiert. Bereits in Schanghai gab es 2004 bei uns einen solchen Vorfall mit einem Kanaldeckel. Von Rocky hätte ich mir etwas mehr versprochen. Bei solchen Verhältnissen muss man allerdings auch Glück haben. Es hat nicht sein sollen. Glückwunsch an Audi: Erste Startreihe auf der 'Mercedes-Strecke' am Norisring ist natürlich klasse."

Fotoquelle: xpb.cc

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