Jamie Green holt sich auf dem Norisring sensationell den Sieg.

DTM 2009

— 28.06.2009

Jamie Green schafft die Sensation!

In der vorletzten Runde übernimmt Jahreswagen-Pilot Jamie Green die Führung und gewinnt das Rennen auf dem Norisring - Vierkampf um den Sieg

Sensation am Norisring: Jahreswagen-Pilot Jamie Green gewinnt nach einer extrem spannenden Schlussphase vor Bruno Spengler und Mattias Ekström. Timo Scheider, der bis kurz vor Schluss noch geführt hatte, wurde nur Vierter. Erst in der vorletzten Runde entschied sich das Rennen, als Green an Scheider vorbeizog. Der Brite kann sich bei seinem Team für eine sensationelle Boxenstoppstrategie bedanken - und Audi muss ein weiteres Jahr auf einen Sieg nach 2002 warten.

Rang fünf ging an Gary Paffett. Ralf Schumacher sicherte sich mit Rang sechs seine ersten Punkte in dieser Saison. Paul di Resta schaffte vom 15. Startplatz noch den Sprung in die Punkte und beendete das Rennen auf Rang sieben. Den letzten Punkt ergatterte sich Tom Kristensen.

Scheider konnte den Start für sich entscheiden und ging vor Ekström in Führung. Doch dieser legte sich den Tabellenführer zurecht und überholte ihn noch in der ersten Runde. Auch im Hinterfeld ging es rund. Tomas Kostka kam im Schöller-S quer und rutschte in Oliver Jarvis, der seinerseits in der Mauer landete. Die Rennleitung schickte das Safety-Car auf die Strecke. Kostka fuhr noch in die Box und gab dort auf.

In der fünften Runde erfolgte dann der Restart und Scheider konnte bereits in der Zufahrt zur Grundig-Kehre am Schweden vorbeiziehen und wieder die Führung übernehmen. Hinter den beiden Audis lauerte Spengler, der gleich Druck auf Ekström ausübte. Aber auch Scheider an der Spitze konnte sich nicht von seinem Teamkollegen absetzen.

Nach rund zehn Runden konnten sich die ersten drei um Scheider, Ekström und Spengler eine Lücke zu Gary Paffett aufbauen und damit den Rest des Feldes etwas distanzieren. Im Mittelfeld stritten sich Maro Engel, Kristensen und Alexandre Prémat um den sechsten Rang.

Ab Runde 21 konnte sich Scheider etwas absetzen, während Spengler an Ekström dran war, der jedoch in die Box abbog. Als der Schwede wieder rauskam, musste er sich hinter Paffett einreihen - hatte also schon einen Platz verloren. Sofort konnte Spengler auch auf Scheider aufholen. Dieser kam vier Runden später zum Tanken, erwischt einen perfekten Boxenstopp und rauschte vor Paffett wieder auf die Strecke.

Di Resta kam in der 36. Runde in die Box. Als der Schotte wieder auf die Strecke zurückkehrte, landete er in der Kampfgruppe Schumacher, Prémat und Mike Rockenfeller. Doch di Resta konnte sich durchsetzen und gerade noch vor dieser Gruppe einbiegen. Drei Runden später bog Spengler ab und kam knapp hinter Scheider, aber weit vor Paffett und Ekström auf die Strecke. Damit hatte der Schwede gleich zwei Plätze bei den ersten Stopps verloren. Spengler setzte Scheider mit seinen neuen Reifen sofort unter Druck.

Aber Ekström holte sich bei den zweiten Stopps wieder einen Platz zurück. Paffett kam in Runde 42 rein, doch am hinteren linken Rad gab es Probleme. Bei Ekström, der zwei Runden später reinfuhr, lief alles glatt und er kam wieder vor Paffett auf den Kurs. Wenig später wurden Spengler und Scheider kurz hintereinander an den Boxen vorstellig - beide Stopps liefen gut und so blieb Scheider vorne.

Jamie Green kam erst in der 40. Runde zum ersten Stopp und kehrte als Drittplatzierter auf die Strecke zurück. Stopp zwei folgte in Runde 56 - zu diesem Zeitpunkt führte er mit über 15 Sekunden auf Rockenfeller. Er kam genau auf Höhe der beiden Führenden wieder auf die Ideallinie zurück und musste sich dennoch dahinter einreihen. Auch in den folgenden Runden konnte der Jahreswagen-Pilot mithalten.

Die Schlussphase war geprägt vom Dreikampf zwischen Scheider, Spengler und Green. Scheider kam in den Spitzkehren immer weiter von der Ideallinie ab und machte damit jedes Mal die Tür auf für Spengler. Durch den Kampf um P1 konnte auch Ekström wieder näher kommen.

In den letzten vier Runden ging es schließlich drunter und drüber: In Umlauf 76 ging Spengler in der Dutzendteichkehre an Scheider vorbei. Dann unterlief dem Kanadier ein Fehler, Scheider und Green zogen wieder vorbei. Ekström war danach aber endgültig dran an Spengler.

Die Entscheidung fiel letztendlich in der vorletzten Runde im Schöller-S. Scheider rutscht zurück auf den vierten Rang und Green übernimmt die Führung vor Spengler und Ekström. Scheider muss sich nun auch noch gegen Attacken von Paffett wehren, in der letzten Runde kommt es allerdings zu keiner Positionsveränderung mehr.

Fotoquelle: xpb.cc

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