Katherine Legge legte am Norisring die schnellste Rennrunde hin

DTM 2009

— 29.06.2009

Legge & Stoddart: Unbelohnte Frauenpower

Schnellste Rennrunde und drittbestes Jahreswagenergebnis: Katherine Legge und Susie Stoddart konnten ihren Traum von Punkten dennoch nicht erfüllen

Die beiden Damen im DTM-Feld bekamen am Norisring Lob von allen Seiten. Susie Stoddart und Katherine Legge haben unter Beweis gestellt, dass sie sich ihren Platz verdient haben und mehr sind als kosmetisches Beiwerk. Audi-Pilotin Legge holte zunächst Startplatz fünf und drehte dann die schnellste Rennrunde überhaupt. Sie ist die erste Frau in der Geschichte der "neuen" DTM, der das gelang. Mercedes-Dame Stoddart holte im Rennen als Zehnte das drittbeste Ergebnis in der Jahreswagenklasse. Doch die Frauenpower blieb unbelohnt.

Denn trotz ihres guten Startplatzes und trotz der schnellsten Rennrunde kam Legge als Zölfte ins Ziel, der realistische Traum von Punkten erfüllte sich nicht. Der Grund: Am Start fiel sie gleich weit zurück. "Der Start war eine massive Enttäuschung. Ich würgte den Motor ab, da das Auto losrollen wollte, ich aber einen Frühstart verhindern musste. Jetzt muss ich also noch einmal Startübungen machen."

Im Rennen gelang ihr dann die Schadensbegrenzung, der Sprung weiter nach vorn blieb er aber verwehrt. Nun konzentriert sich Legge auf die positiven Aspkete dieses Wochenendes: "Mein Qualifying wird in dieser Saison immer besser. Ebenso fuhr ich die schnellste Rennrunde. Das zeigt, dass das Tempo stimmt. Jetzt muss ich noch ein paar Fehler eliminieren. Dann geht einiges."

Mercedes-Pilotin Stoddart machte nach dem Rennen kein Hehl daraus, dass sie sich mehr erwartet hatte als Platz zehn. "Ich bin enttäuscht", sagte sie gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Was am Norisring alles möglich gewesen wäre, zeigt der Sieg ihres Persson-Teamkollegen Jamie Green. Und Stoddart verrät: "Wir hatten uns für dieses Wochenende vorgenommen, dass Jamie den ersten Platz holt und ich meine ersten Punkte. Ich habe es nicht geschafft. Zwar bin ich wieder in den Top 10, aber ich habe keine Punkte geholt."

"Es ist schade, denn ich war die ganze Zeit über schnell, auch im Rennen", sagte die Schottin, die ihre Mannschaft für einen "super Job" lobte. Doch ihr Problem war: "Ich war nur im letzten Stint nicht schnell genug. Wir wissen nicht warum und wir müssen jetzt schauen, woran das lag." Sie hat auch schon erste Vermutungen, was die Ursache war: "Es war nicht so einfach von der Strategie her und ich denke, dass wir vielleicht im letzten Stint auch auf den falschen Reifen waren."

Stoddart weiß, dass der Norisring die Strecke ist, auf der sie und die anderen Jahreswagenpiloten die größten Chancen, vorn mitzufahren, unter anderem, weil die Aerodynamik dort nicht so wichtig ist. Diese Chance konnte sie nicht nutzen: "Und deshalb bin ich so enttäuscht. Zandvoort und Oschersleben werden für uns nicht einfach sein. Der Norisring war unsere größte Chance."

Fotoquelle: xpb.cc

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