Bernd Schneider traut Jamie Green und den Jahreswagen weitere Siege zu

DTM 2009

— 01.07.2009

Schneider prophezeit weitere Jahreswagensiege

Rekordmeister Bernd Schneider erlebte am Norisring die "spannendsten Runden der letzten Rennen" und hält die Jahreswagen auch weiter für siegfähig

Rekordmeister Bernd Schneider hat in seinen vielen Jahren in der DTM schon einiges erlebt. Doch was er als Zuschauer am Norisring mit angesehen hat, hat auch ihn gepackt. Mit großer Begeisterung verfolgte er den turbulenten Kampf um den Sieg am Dutzendteich. "Es waren mit die spannendsten Runden, die ich in den letzten Rennen gesehen habe. Es war unglaublich", erklärte Schneider gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Der Saarländer kennt sich aus mit packenden Szenen am Norisring. 2002 war er selbst einer der Hauptdarsteller. Damals lieferte er sich einen heißen Fight mit Laurent Aiello im Audi TT. Damals führte Schneider das Rennen an, Aiello konnte einige Male aufschließen und hatte sogar kurz die Nase vorn, doch Schneider ließ sich die Führung nicht nehmen. In der letzten Kurve der letzten Runde ließ Schneider eine Lücke, Aiello zog vorbei und fuhr mit 0,1 Sekunden Vorsprung als Sieger über die Ziellinie. Der Grund für Schneiders Zögern: Er sah damals eine gelbe Flagge und ging vom Gas. Sein Pech war, dass zwar wegen einer Kollision zuvor tatsächlich gelb gezeigt worden war - aber der Streckenposten die gelbe Flagge gerade wieder eingezogen, als Schneider und Aiello ihn in der Dutzendteich-Kehre passierten.

In diesem Jahr sah es kurzzeitig nach einem Sieg für Bruno Spengler aus, doch der Kanadier verlor die Spitzenposition schon nach einer halben Runde wieder, als er sich auf der schmutzigen Linie verbremste und Timo Scheider und Jamie Green wieder vorbeiziehen konnten. Es folgte in der vorletzten Runde Greens Manöver in der Schikane, bei dem er sich mit Spengler und Mattias Ekström im Schlepptau an dem Audi-Piloten vorbeischieben konnte.

"Schade, dass Bruno nur so kurz die Führung hatte, aber nichtsdestotrotz: Jamie Green hat einen sensationellen Job gemacht", erklärte Rekordmeister Schneider. "Dass er mit dem Auto von der ersten bis zur letzten Runde konkurrenzfähig war zeigt, dass die Jahrenwagen doch immer siegfähig sind."

Der Norisring kommt den Jahreswagen besonders entgegen, weil die Aerodynamik dort keine so große Rolle spielt. Die ausgefeilten Aero-Pakete der Neuwagen bringen dort also keinen großen Vorteil. Doch Schneider glaubt nicht, dass der Norisring in dieser Saison die letzte Strecke war, auf der ein Jahreswagensieg möglich ist.

"Es hängt immer auch ein bisschen davon ab, wie viel Gewicht sie im Auto haben", sagte er. "Die Jahreswagen von Mercedes sind in Zandvoort schwer, aber wir sind mal gespannt, was dort dann die Jahreswagen von Audi zustande bringen. Das kann ein Hin und Her werden. Und wenn ein Jahreswagen noch zehn Kilo leichter ist als die aktuellen Autos, dann ist ein Jahreswagen auf jeden Fall wieder siegfähig."

Fotoquelle: xpb.cc

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