Norbert Haug (links) traut Mercedes jede Menge Überraschungen zu

DTM 2009

— 16.07.2009

Audi vs. Mercedes: Kräftemessen in den Dünen

Wolfgang Ullrich und Norbert Haug blicken voraus auf das "Rennen der Fahrzeugkonzepte" in Zandvoort - Kräfteverhältnis hat sich noch nicht gezeigt

Wer hat in Zandvoort die Nase vorn? Wird es wieder Audi sein? Immerhin gelang den Ingolstädtern dort in den vergangenen beiden Jahren ein Vierfachsieg. Oder kann Mercedes das Blatt wenden? Im Winter hat HWA extra auf der niederländischen Strecke getestet, doch auf dem Papier sind die Autos mit den vier Ringen am Kühler die Zandvoort-Favoriten.

Audi hofft auf dem Dünenkurs wieder auf einen Vorteil durch das Fahrzeugkonzept. "Wir haben ein anderes aerodynamisches Konzept und deswegen liegen uns die schnelleren Strecken", erklärt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug weiß um den Vorteil der Audi: "Die Charakteristika sind unterschiedlich und Audi war und ist stark in Zandvoort, aber wir haben dort ein Gewichtshandicap und wir müssen schauen, dass wir so gut wie möglich punkten." Mercedes hat sowohl bei den Neuwagen als auch bei den Jahreswagen zehn Kilogramm mehr an Bord als die Ingolstädter Konkurrenz. Laut Audi-Sportchef Ullrich macht das bei den Rundenzeiten einen Unterschied von "etwa 1,5 bis zwei Zehntel" aus.

Mercedes-Boss Haug allerdings gibt sich nicht vorzeitig geschlagen. Was die schnellsten Rennrunden angeht, war Mercedes in den vergangenen Jahren auch in Zandvoort vorn. Und auch in Mugello, einer weiteren "Audi-Strecke", konnte Mercedes schon für Überraschungen sorgen. "Und die Audi-Strecke Nürburgring - da erinnere ich an unseren Vierfachsieg vom vergangenen Jahr, der übrigens weit weniger lang her ist als der letzte Audi-Vierfachsieg", so Haug.

Wie genau das Kräfteverhältnis zwischen den beiden Herstellern ist, kann man anhand der bisherigen Rennen nicht genau sagen. Laut Audi-Sportchef Ullrich wird sich das erst in Zandvoort zeigen: "Auf dem Hockenheimring hat alles gut gepasst und Mercedes hat aus irgendeinem Grund nicht alles gezeigt. Der Lausitzring ist einfach zu speziell und mit keiner anderen Strecke vergleichbar." Der Stadtkurs Norisring hat ohnehin seine eigenen Gesetze.

"Ich denke, dass die Autos beider Hersteller ein größeres Reaktionsfenster haben", analysierte Ullrich. "Mercedes hat beim aktuellen Fahrzeug versucht, mehr Abtrieb zu erreichen." Deshalb habe sich auch am Norisring das "Stärke-Schwäche-Bild" gedreht: "Im Gegensatz zum vergangenen Jahr waren wir dort heuer im ersten und dritten Sektor gut." Wie sich das Kräfteverhältnis auf "normalen" Strecken gestaltet, wird sich also erst noch zeigen.

"Wir denken, dass wir in Hockenheim das Auto einfach nicht so aussortiert hatten und dass der neue Zeitplan vielleicht eine Rolle gespielt hat", sagte Haug zur Mercedes-Performance beim Auftakt in Hockenheim. Er verwies aber auch darauf, "dass Bruno Spengler dort sehr konkurrenzfähige Zeiten gefahren ist."

Die C-Klasse als solche sei in Hockenheim nicht unterlegen gewesen, deutete Haug an: "Wenn es ein Auto kann, dann müssen es alle können. Und das eine Auto konnte es schon in Hockenheim. Aber wir waren eben auf breiter Front nicht gut genug aufgestellt. Es sind komplizierte Prozesse, die zum Setup führen und da muss alles zusammengehen. Das ist das erste Rennen, da ist großer Druck da, dann arbeitet ein Fahrer noch gut mit dem Ingenieur zusammen - das sind alles Gründe, die dazu führen, warum es nicht optimal passt." Aber: "Wir denken, dass wir uns gesteigert haben und dass wir uns weiter steigern werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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