Haben die Jahreswagen auch in Zandvoort Chancen auf den Sieg?

DTM 2009

— 18.07.2009

Freies Training: Audi-Trio vorne

Jahreswagen-Pilot Oliver Jarvis fuhr im freien Training in Zandvoort die Bestzeit - Vier 2008er-Boliden in den Top 10

Nach seinem Pech am vergangenen Rennwochenende begann für den Briten Oliver Jarvis mit dem freien Training das Zandvoort-Wochenende sehr positiv. Er sicherte sich mit 1:32.011 Minuten die Bestzeit. 0,163 Sekunden dahinter platzierte sich Martin Tomczyk, für den es in der Vergangenheit auch nicht immer so perfekt lief, auf Rang zwei. Rang drei ging an einen dritten Audi mit Tom Kristensen. Maro Engel im Jahreswagen beendete das zweieinhalbstündige Training auf dem vierten Rang und war damit schnellster Mercedes-Pilot.

Auf ihn folgte der 2009er-Mercedes-Pilot Bruno Spengler. Die Plätze sechs und sieben sicherten sich mit Markus Winkelhock und Mike Rockenfeller zwei weitere Audi-Jahreswagen-Piloten. Mattias Ekström, Timo Scheider und Gary Paffett schlossen die Top 10 ab. Damit platzierten sich gleich vier Jahreswagen im Vorderfeld. Zudem liegen diese zehn innerhalb einer Sekunde und geben damit Hoffnung auf ein spannendes Qualifying. Paul Di Resta landete auf dem 13. Rang vor Ralf Schumacher und Jamie Green.

Zu Beginn des Trainings mussten sich die Piloten noch mit einer nassen Strecke herumschlagen. Über Nacht hatte es stark geregnet und auch am Morgen blieb der ein oder andere Schauer nicht aus. So war es auch nicht zu vermeiden, dass sich einige Piloten neben der Strecke wiederfanden. Jamie Green rutschte sogar in die Reifenstapel - machte dies aber so gekonnt, dass er ohne Schäden weiterfahren konnte.

Anders sah dies bei Alexandre Prémat aus. Der Franzose hatte sich nach etwa zehn Minuten im Kiesbett der Tarzanbucht kiloweise Steinchen ins Auto gepackt. Die verteilte er zu einem großen Teil auf der Strecke und brachte den Rest seinen Mechanikern in der Box mit. Die mussten daraufhin nicht nur den Kies entfernen, sondern auch gleich noch den Kühler und Unterboden ausbauen. Der Kühler war durch die Steine zerschlagen worden und musste getauscht werden. 23 Minuten vor Schluss kehrte Prémat auf die Strecke zurück.

Die Rennleitung hatte zur gleichen Zeit ein anderes Problem. Nämlich den vielen Kies auf der Strecke. Neben Prémat hatten auch schon andere Piloten viel Dreck verteilt. Um in Ruhe den Kurs säubern zu können, unterbrach die Rennleitung das freie Training mit roter Flagge. Nach rund einer Viertelstunde konnte die Session wieder freigegeben werden.

Rund anderthalb Stunden vor Schluss trocknete die Strecke so weit ab, dass die Piloten begannen auf Slicks zu wechseln. Von da an purzelten die Zeiten im Sekundentakt. Sogar Katherine Legge stand zeitweise ganz oben in der Zeitenliste. Doch dann kam die Zeit von Maro Engel. Der Deutsche brannte eine Bestzeit nach der anderen auf den Asphalt und konnte sich mit über einer Sekunde Vorsprung an die Spitze setzen. Er knackte als Erster den Streckenrekord von Tom Kristensen von 1:33,729 Minuten aus dem vergangenen Jahr.

Erst 44 Minuten vor Schluss gelang es Scheider schneller zu fahren und sich vor Engel zu setzen. Danach wurde der Mercedes-Pilot immer weiter nach hinten durchgereicht. Am Ende hatte Jahreswagen Pilot Oliver Jarvis die Nase vorne. Ins Qualifying wird auch das Wetter entscheidend eingreifen. Es kann trocken bleiben, doch wahrscheinlicher ist Nieselregen, der den Fahrern das ein oder andere Zehntel stehlen könnte.

Fotoquelle: xpb.cc

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