Sensation: Oliver Jarvis sicherte sich im Jahreswagen die Pole Position

DTM 2009

— 18.07.2009

Jarvis: Sensations-Pole im Jahreswagen

Oliver Jarvis hat sich als erster Jahreswagenpilot in der Geschichte der DTM die Pole gesichert, dahinter Gary Paffett und Bruno Spengler - Enttäuschung bei Abt

Damit hätte keiner gerechnet: Audi-Jahreswagen-Pilot Oliver Jarvis hat sich in einer spannenden Qualifikation in Zandvoort die Pole Position gesicher. Der Brite ist der erste Jahreswagenpilot in der Geschichte der DTM, dem das gelungen ist. Hinter ihm qualifizierten sich die beiden Mercedes-Fahrer Gary Paffett und Bruno Spengler auf den Plätzen zwei und drei. Auf Rang vier steht mit Mike Rockenfeller ein weiterer Audi-Jahreswagenfahrer.

Die hochfavorisierten Audi-Neuwagenfahrer dagegen konnten nichts holen. Alle waren davon ausgegangen, dass die Abt-Piloten in der Qualifikation die Startplätze unter sich ausmachen und alle anderen nur Nebendarsteller sind. Doch bei wechselnden Bedingungen mit Nieselregen schaffte es nur Martin Tomczyk in Q3, für Timo Scheider, Mattias Ekström und Tom Kristensen war schon nach Q2 Schluss. Die Chronologie der Qualifikation:

Q1: Querelen unter Sternkollegen

Kurz bevor die Boxenampel auf grün umschaltete, drängelte sich fast das gesamte Feld am Boxenausgang. Zu unsicher war die Wetterlage, zumal es kurz vor dem Start zum Zeitttraining geregnet hatte. Da galt es schnell eine schnelle Runde zu fahren und damit auf der sicheren Seite zu stehen. In den ersten drei Minuten war bereits das gesamte Feld auf der Strecke vertreten.

Bis kurz vor Schluss standen Susie Stoddart, Martin Tomczyk, Ralf Schumacher, Katherine Legge und Christian Bakkerud auf den Abschuss-Rängen. Im letzten Shoot schafften es Legge, Tomczyk und Stoddart, sich noch zu verbessern. Dafür schien Ekström raus - doch in seiner letzten schnellen Runde brannte er die Bestzeit in den Asphalt. Damit kam das Aus für Maro Engel, Tomas Kostka, Bakkerud, Mathias Lauda und Schumacher.

Allerdings hatten es sich die beiden Letzteren nicht nehmen lassen, sich gegenseitig voll in die Kiste zu fahren. Schumacher, der vom letzten Startplatz ins Rennen gehen muss, nahm es Schulter zuckend hin - Lauda ärgerte sich aber mächtig über seinen Kollegen. Schumacher hatte es schon aufgegeben, eine schnelle Runde zu fahren, Lauda versuchte es aber noch und warf seinem Markenkollegen vor, ihm die Chance auf einen besseren Startplatz zunichte gemacht zu haben.

Ganz knapp schaffte es Bruno Spengler in Q2 - nur 0,011 Sekunden trennten in von den Abstiegsrängen. Wieder eine gute Leistung zeigten die beiden Damen, die den Sprung ins Q2 auf den Plätzen zwölf und 13 schafften. Überraschend war das Aus für Engel, der sich in den Sessions zuvor immer in der Spitzengruppe aufhielt. "Wir haben uns verpokert", erklärte der Deutsche. "Wir dachten, dass die Zeit aus der ersten fliegenden Runde reicht und sind nicht noch mal rausgefahren."

Q2: Drama für Audi

Auch im zweiten Teil gingen sofort alle 14 Piloten auf den noch trockenen Kurs. Wenige Minuten vor Schluss wäre es beinahe in der Boxengasse zum frühzeitigen Aus für Legge und Scheider gekommen. Gerade als Scheider von seinem Platz wegfahren wollte, kam Legge zum Stopp, schaffte es nicht mehr rechtzeitig zu bremsen und knallte ihm in die Seite. Allerdings muss man hinzufügen, dass sie aus ihrer Position Scheider nicht sehen konnte.

Doch das Drama ging für Audi weiter. Für Ekström, Kristensen, Scheider, Markus Winkelhock und Legge war im zweiten Qualifying Schluss. "Das ist eine Katastrophe für uns", sprach Scheider aus, was alle dachten. "Aber morgen ist erst das Rennen." Zusätzlich erwischte es noch Susie Stoddart. Nur Tomczyk, für den es bisher mehr als schlecht lief, Oliver Jarvis, Rockenfeller und Prémat hielten die Audi-Fahne hoch. Es war jedoch nur ein 2009er-Audi im Q3 vertreten. Mercedes gelang es, seine restlichen aktuellen Mercedes in den Top 8 zu platzieren.

Q3: Überraschende Kombination

Im Kampf um den Shoot Out der letzten vier hatten Jarvis, Spengler, Rockenfeller und Paffett die Nase vorne. Was für eine Kombination: zwei Audi-Jahreswagen gegen zwei aktuelle Mercedes. Green hingegen blieb nach den ersten schnellen Runden in der Box und setzte nicht zu einem zweiten Stint an. Auch Di Resta kam nicht mehr raus. Ebenfalls ausgeschieden waren Prémat und Tomczyk. Der Deutsche schaffte es einfach nicht mehr in die Top 4 und muss morgen von Rang acht starten. "Ich habe in der vorletzten Kurve einen Fehler gemacht, der mich richtig ärgert. Ich habe zu spät gebremst, dadurch hat das Vorderrad blockiert. Sonst wäre es in die Top 4 gegangen", erklärte Tomczyk.

Q4: Jahreswagen gegen Neuwagen

Paffet musste vorlegen, dann Rockenfeller, Spengler und als letzter Jarvis. Der Brite blieb eiskalt und sicherte sich die Pole Position vor Paffett und Spengler. Rockenfeller erwischte einen schlechten letzten Sektor und wurde Vierter.

Fotoquelle: Alexander Trienitz

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