Wolfgang Ullrich gefiel nicht alles, was er auf dem Zeitenmonitor gesehen hat

DTM 2009

— 18.07.2009

Ullrich: Von Jarvis begeistert, über den Rest "nicht happy"

Für Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich war Jarvis' Pole der einzige Grund zur Freude: Neue A4 unter anderem durch "mangelnde Kommunikation" ausgebremst

Eine Prognose zumindest hat sich bestätigt: In Zandvoort steht ein Audi auf der Pole Position. Allerdings handelt es sich beim Polesetter nicht um einen der Titelkandidaten, sondern um Jahreswagenpilot Oliver Jarvis. Für die Neuwagenpiloten gab es nichts zu holen. Martin Tomczyk kam als Bester auf den achten Platz, die Favoriten Timo Scheider und Mattias Ekström schieden ebenso bereits in Q2 aus wie Tom Kristensen.

Mit entsprechend gemischten Gefühlen zog Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich nach der Qualifikation Bilanz. Begeistert war er von der Performance des jungen Briten Jarvis: "Oliver hat schon mehrmals gezeigt, was in ihm steckt. Er hat es hier mit seinem Auto immer gut hingebracht und ich glaube, wenn einer dann seine Pole Position mit drei besten Sektorenzeiten holt, dann sagt das alles". lobte Ullrich. "Er hat es wirklich absolut im Griff gehabt und es perfekt umgesetzt."

Er freue sich "unheimlich" für Jarvis, so Ullrich, "denn als wir ihn zu uns geholt haben, waren wir davon überzeugt, dass wir einen Mann zu uns geholt haben, der noch einmal ganz oben stehen wird. Er hat sein Können schon immer mal wieder aufblitzen lassen, aber hier hat heute alles gut zusammengepasst. Er hat sicherlich auch schon vom vergangenen Jahr ein gutes Auto in der Hand gehabt, aber er war derjenige, der daraus die Pole gemacht hat."

Weniger begeistert war Ullrich, als er auf das Abschneiden der Audi-Neuwagenpiloten zu sprechen kam. Tomczyk ist Achter, Ekström Neunter, Kristensen Zehnter und Gesamtleader Scheider Elfter. "Sie stehen dort, wo wir sie absolut nicht erwartet haben", bilanzierte Ullrich. "Warum das so ist, werden wir uns in Ruhe anschauen müssen. Darüber bin ich nicht happy. Timo und Eki, die in der Meisterschaft ganz vorn sind, haben es nicht so zusammengebracht. Obwohl sie zwischendrin vorn dabei waren."

"Ich denke, die Teamkollegen haben sich gegenseitig nicht unbedingt geholfen", führte Ullrich näher aus. "Ich weiß, dass das keine Absicht war, aber ich denke, dass hier ein Kommunikationsproblem vorgelegen hat. Das müssen wir verbessern, daran müssen wir arbeiten." Als Katherine Legge und Scheider Q2 in der Boxengasse eine Kollision hatten, sei Nervosität aufgekommen, so der Sportchef: "Das hat natürlich alles rundherum ein bisschen aufgescheucht. Und das hat auch zu einer Kommunkation geführt, die nicht mehr so eindeutig war, wie sie sein muss, damit in einer engen Meisterschaft wie dieser alles hundertprozentig zusammenpasst." Warum Legge und Scheider kollidierten, müsse auch erst näher untersucht werden.

Jetzt gilt es für Audi, im Rennen das Beste aus der Ausgangslage zu machen. "Es ist für morgen eine schöne und schwierige Aufgabe, eine Rennstrategie zurechtzubasteln, mit der man aus dieser Startaufstellung für die, die wir in der Meisterschaft auch brauchen, etwas tun kann, damit sie Chancen haben, ein vernünftiges Ergebnis einzufahren", so Ullrich. "Aber eines ist klar: Oliver hat morgen einmal die Chance, auch ein sehr gutes Rennergebnis nach Hause zu bringen. Vielleicht kann er sogar mit einem Jahreswagen einen Sieg für Audi holen."

In Sachen Strategie kann man sich bei Audi morgen experimentierfreudig geben. Und noch gibt sich Ullrich nicht geschlagen: "Wir haben heuer schon bei einigen Rennen gesehen, dass man als Achter oder Siebter oder Neunter eine andere Strategie gehen kann, als wenn man ganz vorn ist und dort keine Positionen verlieren darf. Und damit kann man sich schon helfen. Das haben wir heuer schon bei anderen Autos gesehen." Die Rennen am Lausitz- und am Norisring wurden von Startplatz sieben aus gewonnen...

Fotoquelle: xpb.cc

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