Nach Gary Paffetts Sieg in Zandvoort musste Mercedes weiter zuladen

DTM 2009

— 29.07.2009

Mercedes will auch in Oschersleben überraschen

Die neuen Mercedes sind in der Börde zwar 20 Kilogramm schwerer als die neuen Audis, doch Gary Paffett & Co bleiben optimistisch

Erfolg hat in der DTM "schwerwiegende" Folgen, das bekommt an diesem Wochenende in Oschersleben Mercedes zu spüren. Nach Gary Paffetts Sieg in Zandvoort mussten die Stuttgarter weiter zuladen. Damit sind die aktuellen C-Klassen in der Magdeburger Börde 20 Kilogramm schwerer als die neuen Audi A4 DTM. Das Gewicht ist deshakb auch das Thema, das bei den Piloten im Vorfeld des Wochenendes im Mittelpunkt steht.

Paffett konnte mit seinem Sieg in Zandvoort die Gesamtführung übernehmen. Oschersleben hat sich für den Briten bereits in der Vergangenheit als gutes Pflaster erwiesen: 2007 holte er dort den ersten Sieg eines Jahreswagenpiloten. "Ich freue mich natürlich sehr, als Spitzenreiter nach Oschersleben zu kommen", sagt Paffett. "Unser zusätzliches 'Marschgepäck' von 20 Kilogramm haben wir uns mit zwei Siegen mit der 2009er-C-Klasse und dem Sieg von Jamie Green im Jahreswagen bei bisher vier Rennen hart erarbeitet. Siegen wird hier deshalb nicht leicht - ich hoffe aber trotzdem auf ein gutes Rennen und Überraschungen gibt es in der DTM bekanntlich immer."

Für seinen Teamkollegen Ralf Schumacher war Zandvoort ein Wochenende zum Abhaken. Jetzt hofft der Deutsche, dass es in Oschersleben wieder bergauf geht, trotz des zusätzlichen Ballasts: "Oschersleben wird keine leichte Übung für uns. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes schwer gewichtsgehandicapt, was aber nicht heißt, dass wir jetzt den Kopf hängen lassen und deprimiert sein werden. Ganz im Gegenteil - vielleicht geht ja trotzdem was."

Bruno Spengler, der im vergangenen Jahr in Oschersleben als Dritter bester Mercedes-Fahrer war, hat eine eigene Herangehensweise: "Ich denke einfach nicht an das viele Zusatzgewicht. Unsere C-Klasse ist gut und wenn ich mit meiner Truppe das richtige Setup finde, dann kann ich trotzdem ordentlich mitmischen."

"Wir haben nach zwei Siegen in Folge und drei bei den vier bisherigen DTM-Rennen reglementsbedingt ein Zusatzgewicht von 20 kg bei der 2009er C-Klasse zu ertragen, was in Oschersleben dreieinhalb Zehntel pro Runde ausmacht. Gewinnen wird da schwierig, wir wollen uns aber trotzdem gut aus der Affäre ziehen", ergänzt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Und Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich pflichtet bei, dass das geringere Gewicht für seine Mannschaft "sicher ein Vorteil" ist. Er gibt aber auch zu bedenken: "Das ist ja auch die Idee der Handikapregelung. Wir haben jetzt mehrmals hintereinander nicht gewonnen und haben daher jetzt in Oschersleben diesen Gewichtsvorteil. Wir werden natürlich versuchen, diesen Vorteil auszunutzen. Wenn uns das ganz besonders gut gelingt, wird unser Vorteil danach geringer sein." Das Erfolgsgewicht bezeichnet Ullrich als "gutes Zünglein an der Waage", das gut funktioniert, " und jeder muss das Beste daraus machen."

Fotoquelle: xpb.cc

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