Tom Kristensen holte die achte Pole-Position seiner DTM-Karriere

DTM 2009

— 01.08.2009

Kristensen: Wenn alles perfekt zusammenpasst

Gewichtsvorteil, Grip und Balance: Tom Kristensen hat alles genutzt und das Qualifying in Oschersleben dominiert

Tom Kristensen trägt den Spitznamen "Mister Oschersleben" - und diesen Spitznamen hat er heute erneut bestätigt. Nach der Bestzeit im freien Training am Vormittag holte er sich am Nachmittag dominant die Pole-Position. In Q4 hatte er sage und schreibe über drei Zehntelsekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Timo Scheider. Zum Vergleich: Scheider und den Drittplatzierten Martin Tomczyk trennte gerade einmal eine Tausendstelsekunde.

Es war Kristensens achte Pole in der DTM. "Ich bin ja auch schon viele Jahre dabei...", sagt er dazu lachend. Natürlich fällt seine Bilanz mehr als positiv aus: "Es fühlt sich sehr gut an. Ich freue mich sehr, dass unser Auto auf dieser Strecke sehr stark ist. Es ist sehr schön, wieder in der ersten Reihe zu stehen."

Kristensen war der dominanteste von vier Abt-Piloten, die wiederum auch in Mannschaftsstärke eine Klasse für sich waren. Alle vier 2009er-Audi fuhren in Q4, dahinter reihte sich auf Platz fünf ein Audi-Jahreswagen ein. In allen Qualifyingabschnitten zeichnete sich ab, dass die vier "Äbte" heute nicht zu schlagen sind.

Für Kristensen ist ganz klar, dass die 20 Kilogramm, die sie weniger auf die Waage bringen als die neuen Mercedes, dabei eine große Rolle gespielt haben: "Das Gewicht hat einen Einfluss auf die Rundenzeiten", pflichtet der Däne bei und verweist darauf, wie eng es im Qualifying im Kampf um die Positionen zugegangen ist. Die Entscheidungen fielen im Hundertstel- und sogar Tausendstelbereich.

Bereits in Zandvoort lagen die Zeiten im Qualifying - vor allem in Q2 - so dicht beieinander. "Das bedeutet: Alles hat einen Einfluss, alles, was man mit dem Auto macht. Wenn man es nur kratzt, hat das einen Einfluss. So eng geht es derzeit in der DTM zu", betont Kristensen. "Aber wir haben verloren und durften Gewicht herausnehmen - Und das auf einer Rennstrecke, die uns traditionell gut liegt. Das bringt und hier diesen Extra-Vorteil."

Dazu kam: "Jedes Mal, wenn wir rausgegangen sind, konnten wir ein bisschen Zeit gutmachen, weil wir ein bisschen mehr Grip hatten. Für mich persönlich hat das alles sehr gut zusammen funktioniert."

Ein weiterer Faktor ist, dass Kristensen von der Börde-Strecke einfach begeistert ist: "Ich liebe sie. Es ist eine tolle Fahrerstrecke, sie ist fahrerisch anspruchsvoll. Und man braucht ein Auto, das nicht nur aerodynamisch gut ist, sondern auch mit den langsamen Kurven, den Richtungswechseln und den Kerbs zurechtkommt. Ich mag die Strecke." Vielleicht spiele dabei ja auch eine Rolle, dass es die Dänemark am nächsten gelegene Strecke ist, fügt er grinsend an.

Mit Humor blickt der Däne auch auf der Rennen voraus. Im vergangenen Jahr stand er als Zweiter ebenfalls in der ersten Startreihe - leistete sich dann jedoch einen Frühstart und fiel aufgrund der folgenden Durchfahrtsstrafe zurück. Wird er da in diesem Jahr besonders aufpassen? "Im vergangenen Jarhr? Das war der perfekte Start, der Frühstart ist in der Startbox von Startplatz zwei passiert, mit mir persönlich hatte das gar nichts zu tun. Ich weiß nicht, wer morgen in diese Startbox muss..." antwortet er lachend. Dann kann ihm ja nichts passieren, denn morgen steht er in einer anderen Startbox - eine weiter vorn.

Fotoquelle: xpb.cc

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