Timo Scheider darf sich über seinen ersten Saisonsieg freuen.

DTM 2009

— 02.08.2009

Scheider und Audi triumphieren in der Börde

Timo Scheider holte in Oschersleben seinen ersten Saisonsieg vor seinen Kollegen Mattias Ekström und Martin Tomczyk - Gary Paffett weiter Tabellenführer

Audi-Pilot Timo Scheider hat das Rennwochenende in Zandvoort verdaut und in Oschersleben einen souveränen Sieg in Oschersleben nach Hause gefahren. Zweiter wurde Mattias Ekström vor Martin Tomczyk, der das Audi-Podium perfekt machte. Aber auch für Mercedes verlief die das Rennen angesichts der Rahmenbedingungen erfolgreich. Paul di Resta wurde Vierter vor seinen Markenkollegen Gary Paffett und Bruno Spengler.

Bester Mercedes-Jahreswagen wurde Maro Engel auf dem siebten Rang. Die vier Audi-Jahreswagen kamen alle nicht in die Punkte oder gar nicht ins Ziel. Polesetter Tom Kristensen kam nach einer Durchfahrtsstrafe in der letzten Runde noch auf den achten Rang und darf sich zumindest über einen Punkt freuen.

Audi mit turbulenter Startphase

Timo Scheider und Martin Tomczyk erwischten einen sehr guten Start und überfielen Kristensen förmlich. Scheider konnte sogar in der ersten Kurve die Führung übernehmen, während sich Kristensen wieder an Tomczyk vorbeipresste. Der Bayer hingegen berührte fast noch Ekström und blieb vor dem Schweden. Doch schon in der zweiten Runde ging Ekström an Tomczyk vorbei, als dieser kurz in die Wiese rutschte. Noch in der gleichen Runde machte Ekström noch einen weiteren Platz gut: Kristensen bekam eine Durchfahrtsstrafe, da er zu weit vorne in seiner Startbox stand. Damit war der Schwede schon Zweiter hinter Scheider.

Auch Di Resta und Paffett hatten eine sehr gute ersten Runde: Der Schotte sprang von Platz neun auf sechs und Paffett von zwölf auf neun. Allerdings hingen beide jeweils hinter einem Audi-Jahreswagen fest: Di Resta hinter Jarvis und Paffett hinter Prémat. Doch der Franzose konnte Paffett nicht hinter sich halten. Er hatte Probleme mit der Hinterachse und musste somit seinen Gegner ziehen lassen. Auch Jarvs schien mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Di Resta konnte eine engere und bessere Linie fahren als der junge Brite vor ihm. Zudem lauerten hinter dem Schotten auch noch Spengler und Paffett. Doch Jarvis konnte die Mercedes-Armada hinter sich halten.

In Runde sechs kam Kristensen zur Durchfahrtsstrafe in die Box und kehrte am Ende des Feldes wieder auf die Strecke zurück. Doch in der Boxeneinfahrt lief er auf Johannes Seidlitz auf, der nicht gerade schnell in die Box fuhr.

Fernduell zwischen Jarvis und drei Mercedes

In der elften Runde kam Jarvis als Erster zum Boxenstopp, Di Resta sollte eigentlich auch stoppen, änderte die Strategie aber kurzfristig, nachdem vor ihm Jarvis abgebogen war und blieb draußen. Auch Spengler kam rein und blieb hinter Jarvis. Di Resta war eine Runde später an der Reihe und holte sich neue Reifen. Diese eine Runde reichte ganz, ganz knapp, um vor Jarvis zu bleiben. In Runde zwölf kam Paffett rein, konnte aber keinen Platz gutmachen. In Runde 16 absolvierte Spengler zum ersten Stopp. Er bekam die Anweisung, danach in der ersten Runde zu pushen, um vor Jarvis zu kommen. Doch der Brite kam schon eine Runde später rein und blieb vor dem Kanadier.

Das Fernduell zwischen den vier Piloten Jarvis, Di Resta, Paffett und Spengler ging jedoch weiter. In der 23. Runde kam Di Resta zum zweiten Boxenstopp. Doch dieses Mal hing Jarvis hinter dem Nachzügler Kostka fest und Di Resta blieb vorne. Paffett fuhr in Runde 32 zum zweiten Stopp und kam hinter Di Resta aus der Box. In den folgenden Runde kam Spengler an Jarvis vorbei. Der Brite rutschte auf den siebten Rang zurück.

Recht enspannt konnten die drei aktuellen Audi an der Spitze ihre Boxenstopps angehen. Scheider hatte einen guten Vorsprung herausgefahren. Auch seine beiden Boxenstopps verliefen ohne Probleme. Nur zwischen Ekström und Tomczyk wurde es immer wieder eng. In der 17. Runde kam Tomczyk an die Box. Der Deutsche wäre fast vor Ekström auf die Strecke gekommen, doch er musste sich ganz knapp hinter seinem Teamkollegen und vor Di Resta einreihen. Für Winkelhock war das Rennen in der 23. Runde mit einem Reifenschaden hinten rechts beendet.

In den letzten Runden überschlugen sich die Ereignisse noch einmal: Es entbrannte ein harter Kampf um den letzten Punkt zwischen Engel auf Rang acht, Prémat und Rockenfeller. Zwei Runden vor Schluss kam das große Aus für die Audi-Jahreswagen: Zuerst erwischte es Jarvis, der einen Reifenschaden hinten recht erlitt. Im Zweikampf zwischen Rockenfeller und Prémat bremste der Deutsche zu spät, krachte in seinen Markenkollegen und beide rutschten in den Kies. Rockenfeller konnte noch weiterfahren und kam auf Platz zehn ins Ziel. Allerdings bekam er später noch eine 30-Sekunden-Strafe aufgebrummt.

Das nächste Rennen startet in zwei Wochen auf dem Nürburgring. Und die Fans dürfen sich jetzt schon über ein spannendes Wochenende freuen. Paffett konnte die Tabellenführung mit seinem fünften Platz verteidigen: Er hat nun 28 Punkte - ebenso wie Ekström. Doch da Paffett bereits zwei Siege auf dem Konto hat, ist er alleiniger Spitzenreiter. Titelverteidiger Scheider liegt mit 27 Punkten direkt dahinter. Spengler hat 23 Punkte und Di Resta 19.

Fotoquelle: xpb.cc

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