Wolfgang Ullrich und Timo Scheider, der den 50. Audi-Sieg eingefahren hat

DTM 2009

— 02.08.2009

Ullrich: Siegerjubel mit Wermutstropfen

Timo Scheider bescherte Audi den 50. Sieg, das Podium war in Ingolstädter Hand - Aber Tom Kristensens Strafe und die Jahreswagen trübten die Bilanz des Chefs

Seit Wochen fiebert man bei Audi darauf hin, endlich den 50. Sieg in der DTM einzufahren, heute ist es in Oschersleben gelungen. Timo Scheider hatte die Ehre, für seinen Arbeitgeber den Jubiläumserfolg zu holen. Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich hatte aber nicht nur deshalb reichlich Grund, sich zu freuen. Mattias Ekström und Martin Tomczyk komplettierten mit den Plätzen zwei und drei das rein Ingolstädter Podium.

Ullrich lobte danach seine "Jungs", die ein tolles Rennen und eine starke Mannschaftsleistung gezeigt hätten. Er betonte, dass die Performance der aktuellen Audis so gut war, dass das Führungstrio nicht einmal das Maximum aus den Autos herausholen musste. "Wir haben dann auch nur zu den Jungs gesagt, dass sie bei den Kerbs aufpassen sollen. Wir haben gesehen, dass es einige Reifenschäden gab. Das haben wir dann ganz sicher nach Hause gefahren", bilanziert der Sportchef gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Ekström konnte durch seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung mit Spitzenreiter Gary Paffett gleichziehen, Scheider liegt nur einen Punkt hinter den beiden auf Rang drei. Damit liegt die Tabellenspitze zur Saisonhalbzeit denkbar knapp zusammen - und zwei der drei Hauptdarsteller gehören dem Audi-Lager an: "Das ist doch gut! Wir sind wieder vorne dabei und das freut mich sehr", sagt Ullrich und kündigt an: "Am Nürburgring wollen wir wieder ein gutes Ergebnis machen."

Doch es gab heute auch Wermutstropfen für den Audi-Boss. Seine Bilanz wurde zum Beispiel durch die Strafe getrübt, die Polesitter Tom Kristensen kassierte, weil er in seiner Startbox zu weit vorn stand. Es war das dritte Mal, dass der Däne von einer Pole-Position in Oschersleben nicht profitieren konnte. Einmal hatte er einen Motorschaden, einmal einen Frühstart und heute stand er zu weit vorn.

"Wenn es Tom einmal schaffen würde, aus seiner Pole auch einen Sieg zu machen, wäre das etwas Besonderes", seufzt Ullrich. "Es hat hier wieder nicht ganz gereicht. Er ist zumindest danach ein tolles Rennen gefahren und hat sich zum Schluss auch noch Jamie Green geholt. Somit ist er trotz seiner Boxendurchfahrt in die Punkte gekommen. Das zeigt seine Performance."

Ullrichs Sorgenkinder waren heute auch die Jahreswagenfahrer. Drei von ihnen waren aus den Top 8 gestartet, doch zu holen gab es nichts für sie. Nur Mike Rockenfeller konnte sich nach einer Kollision mit Kollege Alexandre Prémat in der letzten Runde noch als Zehnter ins Ziel retten, kassierte danach aber noch eine 30-Sekunden-Strafe und fiel zurück auf Rang 13.

"Die waren heute teilweise etwas übermotiviert", sagt Ullrich über seine Jahreswagenfahrer, schränkt aber ein: "Wobei man vorsichtig sein muss - bei Markus Winkelhock und Oliver Jarvis war es ein Reifenschaden. 'Rocky' und Prémat in der letzten Kurve - das hat es sicherlich nicht gebraucht. Damit haben wir zumindest einen Punkt verschenkt."

Die Reifenschäden deuteten sich an: Sowohl Winkelhock als auch Jarvis hatten massive Probleme mit der Hinterachse. Ullrich bestätigt: "Beide hatten auch am Funk den Kommentar abgegeben, dass sie starkes Übersteuern und Untersteuern haben. Oliver sagte noch: 'Ich denke nicht, dass ich es mit den Reifen schaffe' - und eine Runde später war er draußen."

Fotoquelle: xpb.cc

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