Für Ralf Schumacher war heute nach seinem Ausritt nur noch Platz elf drin

DTM 2009

— 02.08.2009

Schumacher: Pace okay, Ergebnis nicht

Ralf Schumacher ärgert sich über seinen Ausritt, ohne den er in den letzten Runden noch in die Punkteränge gespült worden wäre

Ralf Schumacher musste in Oschersleben die nächste Nullnummer verzeichnen - obwohl Punkte in greifbarer Nähe gewesen wären. Ebenso wie seine HWA-Kollegen Gary Paffett und Paul Di Resta konnte er am Start Plätze gutmachen und im Rennen ein gutes Tempo vorlegen. So lag er nach den Boxenstopps auf dem zehnten Rang.

Doch acht Runden vor Schluss ging ihm plötzlich die Strecke aus, Schumachers C-Klasse rodelte durch den Kies und durch die Wiese. Er musste sich hinter Markenkollegin Susie Stoddart auf dem 14. Rang hinten im Feld wieder einreihen. In der turbulenten Schlussphase rutschte er zumindest wieder vor, als zuerst Audi-Jahreswagenfahrer Oliver Jarvis wegen eines Reifenschadens und dann dessen Kollegen Mike Rockenfeller und Alexandre Prémat ins Aus befördert wurden. So sprang für Schumacher am Ende Rang elf heraus.

Und so zieht der Mercedes-Pilot Bilanz: "Es ist nicht so schlecht, aber bei dem, was man hätte erreichen können... Die Pace war heute da, damit war ich recht zufrieden, aber das Ergebnis hat halt einfach nicht gepasst."

Bis zu seinem Ausritt sei das Rennen gut verlaufen, resümiert er weiter, "aber ich bin dann in die schnelle Kurve rein und hatte plötzlich Übersteuern. Das Heck war schon die ganze Zeit etwas nervös und ich konnte es dann einfach nicht mehr halten." Der Ausritt sei nicht nur für ihn schade gewesen, sondern auch für seine Crew: "Denn bei dem, was dann zum Schluss noch passiert ist, hätte ich noch Punkte sammeln können. Das wäre natürlich schön gewesen."

Eine Verwarnung kassierte Schumacher heute auch noch, als er sich in Runde 24 - nach Meinung der Rennleitung zu unsanft - mit Jamie Green ins Gehege kam. "Ich habe nicht wirklich damit gerechnet, dass er da noch rumkommt", schildert Schumacher seine Sicht des Zwischenfalls. "Ich war für die Kurve innen und habe mich dann leider Gottes ein bisschen verbremst. Ich bin deshalb ein Stück weiter geradeaus gefahren, als ich wollte und als er dann außen neben mir war, hatte er eben zu wenig Platz. Aber das passiert schon einmal."

Die nächste Chance, mit seinem Neuwagen die erwarteten Punkte einzufahren, hat Schumacher in zwei Wochen auf dem Nürburgring. Anders als in Oschersleben sind die neuen Mercedes dort auch nur noch zehn Kilo schwerer als die neuen Audis. "Es wird sicherlich helfen, ein bisschen weniger Gewicht im Auto zu haben, von daher wird es noch spannender und noch enger werden, als es hier der Fall war", prognostiziert er.

Zudem ist der Nürburgring eine Rennstrecke, die er aus seiner Formel-1-Zeit bestens kennt - auch wenn die DTM zu seinem Bedauern nur die Kurzanbindung fährt: "Im vergangenen Jahr war es eine ganz gute Rennstrecke für mich. Nach dem Umbau habe ich sie noch nicht gesehen, also da freue ich mich auch schon drauf, das Ganze mal zu sehen. Es wird bestimmt wieder ein tolles Wochenende."

Die Einfrierung naht

Dem Rennwochenende am Nürburgring kommt in diesem Jahr auch eine ganz besondere Bedeutung zu: Ab dem Montag direkt nach dem Rennen gilt der Entwicklungstopp in der DTM, danach werden alle wichtigen Komponenten eingefroren und dürfen auch für die Saison 2010 nicht mehr verändert werden. Deshalb ist es sowohl für Mercedes als auch für Audi wichtig, bis zum Nürburgring in Sachen Entwicklung das Optimum erreicht zu haben - und besser zu sein als der Gegner. Denn das ist nicht nur für den Saisonendspurt 2009 wichtig, sondern auch für das Jahr 2010.

"Es sieht im Moment so aus, als ob wir die Nase ein bisschen vorn hätten", schätzt Schumacher das derzeitige Kräfteverhältnis ein. "Aber bis zum Einfrieren sind es noch ein paar Wochen und man weiß es nie so genau. Es kommt dann auch noch ein bisschen darauf an, dass man das Auto optimal trifft. Ich glaube, dass es am Ende sehr ausgewogen ist und dass es ein guter Zeitpunkt ist. Es wird im nächsten Jahr sicher spannende Rennen geben."

Audi hat zwischen Zandvoort und Oschersleben in Misano getestet und evaluiert, welche neue Komponenten vor der Einfrierung noch ans Auto gebaut werden sollen. Mercedes hat nicht getestet und wird dies auch - nach eigener Aussage - bis zur Einfrierung nicht mehr tun.

Fotoquelle: xpb.cc

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