Ralf Schumachers Motivation ist trotz ausbleibender Erfolge ungebrochen

DTM 2009

— 14.08.2009

Ralf Schumacher: Motivation statt Ausreden

Ralf Schumacher räumt ein, dass es nicht läuft wie gewünscht, will aber am Nürburgring endlich wieder punkten: Schlüssel dazu ist die Qualifikation

Ralf Schumacher nimmt es nicht auf die leichte Schulter, dass für ihn in der DTM die Erfolge nach wie vor ausbleiben. In seiner ersten Saison im Neuwagen konnte er bisher nur am Norisring punkten, ansonsten musste er weiter Nullnummern verzeichnen. "Ich hätte mir auch gewünscht, dass ich bis heute drei Rennen gewonnen hätte - so ist es nicht", räumt der Mercedes-Star ein.

Dadurch, dass das Feld in diesem Jahr noch enger zusammenliegt, ist es schwieriger, weiter nach vorn zu kommen, gibt er zu bedenken. Aber: "Es gibt da keine Ausreden: Es läuft nicht so, wie ich es gern gehabt hätte. Das heißt aber nicht, dass man demotiviert ist, wenn es nicht so läuft. Im Gegenteil: Man will natürlich, dass es funktioniert und setzt auch einiges daran. Und das ist auch bei mir so."

Er hat also weder die Motivation noch den Spaß an der Sache verloren. "Aber es wäre nicht schlecht, wenn es so weitergegangen wäre wie am Norisring", sagt Schumacher. Das Rennen in Oschersleben sei bis zu seinem Dreher ebenfalls gut gelaufen, analysiert er, "aber wenn man einmal auf Platz 14 losfährt, ist es nicht ganz so leicht. Es hat trotzdem gepasst und jetzt hoffen wir, dass es hier ein bisschen weiter vorn losgeht."

Mercedes ist generell in der Qualifikation nicht so stark wie über die Renndistanz. Daran wollen die Stuttgarter laut Schumacher an diesem Wochenende arbeiten, um sich gleich eine bessere Ausgangslage zu verschaffen: "Wir werden hier sicher das eine oder andere anders gestalten und vielleicht die Gewichtung im freien Training ein bisschen verschieben, um da noch ein bisschen zu helfen."

Grundsätzlich sei er "schon guter Dinge", so Schumacher. Und das nicht nur, weil der Nürburgring als eine der Strecken gilt, die Mercedes liegt: "Bis jetzt hat es bis auf Hockenheim auf allen Strecken gut geklappt. Ich wüsste nicht, warum es hier nicht klappen sollte. Auf den Strecken, wo man uns nicht so viel zugetraut hat, waren wir auf einmal schnell - also nicht ich, sondern die anderen zumindest. Und von daher: Warum soll es hier nicht gut gehen?"

Zweite Heimat Nürburgring

Er selbst fühlt sich auf dem Nürburgring ebenfalls wohl und hofft, dass diesmal wieder ein Platz in den Punkten drin ist. Schumacher hat sich inzwischen auch an die Kurzanbindung gewöhnt - obwohl er lieber auf dem längeren Grand-Prix-Kurs fahren würde. Dass er die Eifelstrecke so gern mag, liegt "wahrscheinlich daran, dass ich sie so gut kenne. Ich habe hier 1991 meine ersten Formel-Gehversuche gemacht, vorher waren wir mal zu Besuch hier. Dadurch, dass es nur 80 Kilometer von meinem Elternhaus weg ist..."

Neu ist aber auch für ihn die neue Erlebniswelt am Nürburgring. Persönlich hat er sich die neuen Attraktionen noch nicht angesehen. Den Umbau hat er aber bereits im Rollout zu spüren bekommen: Durch einen neuen Fußgängertunnel ist am Ende der Start-Zielgeraden eine heftige Bodenwelle entstanden: "Das wird schon witzig werden. Wir hatten zwar jetzt nicht das Aeropaket drauf, wir müssen also noch abwarten, aber das wird schon heftig", sagt Schumacher. Grundsätzlich hält er den Umbau aber für eine gute Sache: "Jetzt haben die Leute hier ja auch etwas zu tun. Für den Motorsport ist es toll, dass es solche Anlagen gibt."

Zurück zu Schumachers persönlichen Aussichten. Sein Ziel habe sich auch im Saisonverlauf nicht geändert: "Ich versuche, nach vorn zu kommen. Ich habe immer gesagt, dass ich mit ein, zwei Podestplätzen in diesem Jahr schon sehr zufrieden wäre." Ob er 2010 noch ein Jahr dranhängt, weiß er noch nicht, das wird erst nach dieser Saison entschieden. Hat er denn noch Lust auf DTM? "Das hat ja mit Lust nichts zu tun. Lust hat ein Motorsportler eh lange", sagt er. Vielmehr müsse man "ganz nüchtern betrachten", ob es noch Sinn macht.

Fotoquelle: pacepix.com

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