Dieses Manöver ging schief: Kurz danach verabschiedeten sich Prémat und Jarvis

DTM 2009

— 17.08.2009

Phoenix in die Asche

Oliver Jarvis und Alexandre Prémat wurden unfreiwillig zu Hauptdarstellern im DTM-Rennen auf dem Nürburgring - Jarvis hofft jetzt auf das Gesetz der Serie

Eigentlich wollten sich Oliver Jarvis und Alexandre Prémat nach ihrem unglücklichen vorzeitigen Ausscheiden in Oschersleben am Nürburgring zurückmelden wie der sprichwörtliche "Phönix aus der Asche". Doch stattdessen ging es für die beiden noch tiefer in die Asche - um bei diesem Bild zu bleiben.

Mit den Startplätzen fünf (Jarvis) und zwölf (Prémat) hatten die beiden eine hervorragende und eine gute Ausgangslage, um in die Punkte zu fahren. Doch in Runde sieben wurden sie unfreiwillig zu zwei Hauptdarstellern des Rennens. Jarvis war im Gerangel am Start zurückgefallen, befand sich aber immer noch auf Punktekurs. Direkt hinter ihm lag Phoenix-Teamkollege Prémat. Plötzlich flog Jarvis' 2008er-Audi ins Kiesbett und Prémat schleuderte über die Strecke. Für beide war das Rennen beendet.

Anstatt sich am Spätnachmittag über Punkte freuen zu können, mussten Jarvis und Prémat bei Audi-Sportchef Wofgang Ullrich zum Rapport antreten. "Das hat bei mir einen richtigen Begeisterungssturm hervorgerufen", kommentierte Ullrich den Zwischenfall und betonte: "Sie haben Punkte verschenkt. Aber in der DTM gibt es nichts zu verschenken."

Bei der Konkurrenz hielt man mit bissigen Kommentaren nicht hinter dem Berg. "Die Audi gehen auch nicht so zimperlich miteinander um, das habe ich heute wieder festgestellt", spottete Mercedes-Pilot Ralf Schumacher, der zwei Autos hinter dem Phoenix-Duo folgte und durch dessen Ausfall freie Fahrt in Richtung Punkteränge hatte. Sein Markenkollege Jamie Green beobachtete den Crash aus der ersten Reihe: Er fuhr direkt hinter Jarvis und Prémat: "Oliver hatte Probleme und war nicht sehr schnell - sein Fahrzeug war hinten beschädigt. Er war langsam und hielt Prémat auf. Er bog in die erste Kurve ein und Prémat zog nach innen", hat Green beobachtet.

Wie es dann zum Crash kam, schilderte Jarvis selbst: "Leider war mein rechter Außenspiegel kaputt. Als Alex innen aufgeschlossen hat, hatte ich keine Ahnung, dass er da war und ich habe ganz normal eingelenkt. Das hat für uns beide das Aus bedeutet. Wir hatten beide großes Pech. Und für das Team ist es definitiv eine große Enttäuschung."

"Ich bin sehr enttäuscht von diesem Rennen. Ebenso bin ich enttäuscht für das Team Phoenix und für Audi, denn wir konnten keine Punkte sammeln. Das Auto war sehr schnell", sagte Prémat, dessen Radaufhängung bei dem Crash so verbogen wurde, dass er sein Auto in der Box abstellen musste.

Auch Jarvis räumte ein: "Ich bin sehr traurig. Es ist sehr enttäuschend. In diesem Jahr scheinen wir immer wirklich gute und wirklich schlechte Rennen zu haben. Wir hätten definitiv die Pace gehabt, um in die Top 6 zu fahren. Es war ein normaler Rennunfall, aber es ist immer enttäuschend, wenn es auch noch der eigene Teamkollege ist."

Nach den beiden verkorksten Rennen in Oschersleben und am Nürburgring hofft Jarvis nun in drei Wochen beim Heimlauf in Brands Hatch auf das Gesetz der Serie: "Wir hatten ein Podium in Hockenheim, zwei schlechte Rennen, ein Podium in Zandvoort, zwei schlechte Rennen - hoffen wir also, dass wir in Brands Hatch wieder auf das Podium fahren können!"

Fotoquelle: xpb.cc

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