Riesige Freude bei Martin Tomczyk nach seinem Sieg.

DTM 2009

— 16.08.2009

Tomczyk führt Audi-Quartett zum Sieg

Martin Tomczyk gewinnt vor seinen Markenkollegen Mattias Ekström, Timo Scheider und Markus Winkelhock - Scheider neuer Tabellenführer

Großer Jubel und große Erleichterung bei Martin Tomczyk auf dem Nürburgring. Nachdem es bei den vergangenen beiden Rennen immer besser lief, holte sich der Deutsche auf dem Nürburgring einen souveränen Start/Ziel-Sieg. Tomczyk hatte jede Session an diesem Wochenende dominiert. Doch es kam noch besser für Audi: Rang zwei ging an Timo Scheider vor Mattias Ekström. Ein tolle Leistung zeigte auch Markus Winkelhock, der im Jahreswagen auf Platz vier fuhr. Die vier Audi lagen fast das gesamte Rennen über ungefährdet an der Spitze.

Bester Mercedes-Pilot wurde überraschend Jahreswagen-Pilot Jamie Green auf Rang fünf. Er konnte Bruno Spengler beim zweiten Boxenstopp überholen. Der Kanadier wurde Sechster vor Ralf Schumacher, der sein zweitbestes Saisonergebnis einfuhr. Gary Paffett schaffte trotz eines Drehers in der Startphase mit Rang acht noch den Sprung in die Punkte. Paul Di Resta schied aus, als er seinen Heckflügel verlor.

Eine heiße und harte Startphase

Der Start hatte es in sich und brachte schon die ersten Vorentscheidungen. Tomczyk erwischte einen guten Start und ging vor Spengler in die erste Kurve. Dahinter lagen Ekström und Scheider. Doch dann ging es rund:

Paffett wurde von Katherine Legge in der ersten Kurve rumgedreht und fiel auf den 17. Rang zurück. Auch vorne ging es zur Sache: Ekström und Spengler gerieten aneinander. Der Schwede ging innen rein, beide rutschten dadurch zu weit nach außen. So kam Scheider innen vorbei auf zwei. Ekström quetschte sich dann endgültig an Spengler vorbei auf Rang drei. Auch Winkelhock rutschte durch und setzte sich auf Platz vier.

Der linke Hinterreifen von Spengler schliff an losen Teilen, doch diese flogen weg und er konnte weiterfahren. Bei Ekström war es zu einem Schaden vorne rechts gekommen, aber im oberen Bereich, wodurch die untere Aerodynamik nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch Tom Kristensen rutschte ein Konkurrent ins Heck. Der Däne flog ab und kam anschließend in die Box zum Reifenwechsel. Doch in der 13. Runde war Schluss für Kristensen.

Weitere Piloten fallen frühzeitig aus

In der siebten Runde kam das überraschende und frühe Aus für Oliver Jarvis. Er lag auf Rang sieben, sein Teamkollege Alexandre Prémat hinter ihm. Der Franzose setzte sich in der ersten Kurve neben Jarvis, doch der zog rein und es kam zur Kollision. Bei Jarvis brach die vordere rechte Radaufhängung und Prémat kam in die Box und gab dort auf.

Der sechsplatzierte Di Resta fuhr in der elften Runde als Erster der Spitzengruppe zum Boxenstopp. Doch fünf Umläufe später kam das Aus. Auf der Bodenwelle am Ende der Start/Ziel-Geraden flog ihm plötzlich der Heckflügel weg. Zum Glück konnte der Schotte den Mercedes abfangen und im Kies parken.

Vier Audi unter sich an der Spitze

Die vier Audi an der Spitze hielten das gesamte Rennen über ihre Reihenfolge. Auch die Boxenstopps änderten nichts. In der 20. Runde kam Ekström an die Box zum Reifenwechsel. Einen Umlauf später fuhren Tomczyk und Scheider gleichzeitig rein und die Reihenfolge blieb bestehen. Bei der Ausfahrt wurde es zwar knapp zwischen Scheider und Ekström, doch der Deutsche blieb vorne.

Auch die zweite Boxenstoppwelle änderte nichts. Die Spitze kam fast gleichzeitig rein. Tomczyk holte sich in Runde 34 seinen dritten Reifensatz ab. Einen Umlauf später folgten Scheider und Ekström. Sie konnten sich sogar immer weiter von ihren Mercedes-Konkurrenten absetzen. Im direkten Duell zwischen den drei aktuellen Boliden kamen ihnen mehrmals die Fahrer vom Team Kolles in die Quere, die sich beim überrundet werden oft Zeit ließen.

Green wird bester Mercedes-Pilot

Die Mercedes schenkten sich auch untereinander nichts. Nach den ersten Stopps - in der 22. Runde - lag Spengler mit über neun Sekunden Rückstand auf den Audi-Jahreswagen-Piloten Winkelhock auf Rang fünf vor Green. Schumacher konnte sich durch die ganzen Querelen und Ausfälle auf den siebten Rang vorarbeiten. Mathias Lauda lag zu dem Zeitpunkt auf acht vor Paffett, der starken Druck ausübte.

Doch Spengler war viel langsamer als die Konkurrenz und so holten auch Green und Schumacher auf den Kanadier auf, der Boden auf Winkelhock verlor. In der 29. Runde kam Spengler in die Box, die Chance für Green mit schnellen Zeiten, Boden gut zu machen. Er schaffte es - als er fünf Runden später aus der Box kam, setzte er sich vor seinen Markenkollegen.

Paffett schafft noch den Sprung in die Punkte

Paffett entschied sich, beide Stopps recht früh anzugehen. So steuerte er auch als einer der ersten die Box zum zweiten Reifenwechsel an und lag danach auf Rang zehn. Später überholte er Rockenfeller auf der Strecke und Lauda fiel nach seinem Boxenstopp hinter Paffett zurück. Der Brite lag damit schon auf Rang acht.

Fotoquelle: xpb.cc

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