Martin Tomczyk setzte für Audi die Serie von Pole-Positions fort

DTM 2009

— 15.08.2009

Die Audi-Stimmen zur Qualifikation

Audi hat mit der achten Pole-Position in Folge den DTM-Rekord egalisiert - Martin Tomczyk auf Pole, sechs Audi innerhalb der Top 8

Audi hat auf dem Nürburgring zum achten Mal in Folge die Pole-Position geholt. Eine derartige Serie von Trainingsbestzeiten gab es in der DTM-Geschichte bisher erst zweimal: 2002/2003 durch Mercedes und 2007/2008 ebenfalls durch Audi. Im Freien Training am Vormittag gingen die ersten sechs Positionen an Audi. Im Qualifying schafften sechs Audi-Piloten den Sprung in die Top Acht.

Martin Tomczyk holte sich die Pole-Postion und verwies Mercedes-Pilot Bruno Spengler auf Rang zwei. Mattias Ekström ist Dritter, Timo Scheider Vierter und Oliver Jarvis als bester Jahreswagenpilot Fünfter. Markus Winkelhock und Tom Kristensen auf den Positionen sieben und acht komplettierten das gute Qualifying-Ergebnis für Audi. Mike Rockenfeller, Alexandre Prémat und Katherine Legge gehen von den Positionen neun, zwölf und 14 in das Rennen.

Prémats Qualifying war durch Zündaussetzer gehandikapt, die zu einem Tausch der Motorelektronik und des Schaltkraftsensors führten. Dass es Katherine Legge bis in das zweite Qualifying-Segment (Q2) schaffte, hatte sie ihren Mechanikern zu verdanken, die ihren Audi A4 DTM nach einem Unfall im freien Training rechtzeitig zum Qualifying reparieren konnten.

Stimmen zur Qualifikation:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Ich bin mit dem Qualifying hochzufrieden. Wir haben sechs Audi unter den schnellsten Acht, das zeigt die starke Teamleistung heute. Als es drauf ankam, hat Martin Tomczyk eine perfekte Runde hingelegt und damit gezeigt, wie stark er ist. Schon in den vergangenen Jahren hat man gesehen, wie sehr er den Nürburgring mag. Mit einem Audi und einem Mercedes in der ersten Startreihe können sich die Fans morgen auf ein spannendes DTM-Rennen freuen."

Martin Tomczyk: "Ich bin richtig happy. Es ist schon eine ganze Zeit her, dass ich zuletzt auf der Pole Position stand - entsprechend groß ist jetzt die Freude. Die Konstellation mit Bruno Spengler und mir an der Spitze gab es 2007 schon einmal auf dem Nürburgring - damals habe ich gewonnen. Das gleiche Ergebnis wünsche ich mir für morgen natürlich auch, aber in der DTM darf man sich niemals zu früh freuen. Stark ist auch die Teamleistung von Audi heute: Sechs A4 unter den besten acht Autos sind eine tolle Ausgangssituation. Aus der wollen wir jetzt jeden möglichen Punkt herausholen."

Mattias Ekström: "Heute war einer der Tage, an denen mein Auto besser war als ich. Ich habe in der entscheidenden Runde einen Fehler gemacht, deshalb war mehr als Platz drei nicht drin. Darüber bin ich nicht richtig glücklich und auch nicht richtig enttäuscht. Mein Gefühl ist irgendwo dazwischen. Aber morgen ist ein neuer Tag: Ein schnelles Auto, eine perfekte Strategie und ein guter Start - und schon sieht alles anders aus."

Timo Scheider: "Das war extrem knapp. Im ersten Qualifying waren von Platz zwei bis sechs nur sieben Hundertstel Unterschied. Die zweite Startreihe ist immer noch ein gutes Ergebnis. Glückwunsch an Martin Tomczyk, der den ganzen Tag eine perfekte Leistung gezeigt hat. Es war beim letzten Anlauf in Qualifying 3 abzusehen, dass in der letzten Sektion mit einem gebrauchten Satz Reifen für mich nicht mehr viel auszurichten sein würde - deshalb auch der relativ große Rückstand."

Oliver Jarvis: "Das war ein interessantes Qualifying. Die Strecke veränderte sich von Sektion zu Sektion unglaublich stark. Ich bin sehr zufrieden, Fünfter geworden zu sein. Das ist eine gute Startposition. Jetzt freue ich mich schon auf das Rennen."

Markus Winkelhock: "Das Qualifying war ganz okay. Nachdem es in den letzten Rennen nicht so gut für mich lief, bin ich froh, bis in Qualifying 3 gekommen zu sein. Mit meiner Runde im letzten Anlauf war ich nicht ganz zufrieden, aber mit Platz sieben kann ich leben. Ich stehe in der Startaufstellung auf der linken Seite. Wenn mir ein guter Start gelingt und ich gut durch die ersten Ecken komme, sind am Sonntag Punkte drin."

Tom Kristensen: "Martin (Tomczyk) war sehr gut unterwegs! Was mich anbetrifft, muss ich sagen, dass es nun mal sehr schwierig ist, 20 Autos unter die ersten vier zu bekommen ... Die, die es heute geschafft haben, waren einfach die Schnellsten. Für mich war es besonders schwierig, jeden einzelnen Streckensektor optimal zu fahren. Hätte ich das geschafft, wäre ich auch weiter vorn gelandet. Wenn ich in Sektor 1 am schnellsten war, habe ich leider in Sektor 3 wieder Zeit verloren. Ich fuhr in einer Runde also nie drei gute Sektorenzeiten. Ich hoffe auf schöne Kämpfe und ein schönes Rennen."

Mike Rockenfeller: "Nach einer sehr guten Runde im ersten Qualifying konnte ich mich in Q2 nicht mehr steigern. Ich hatte starke Probleme mit der Hinterachse, an der überhaupt keine Traktion entstehen wollte - nicht einmal mit neuen Reifen in der ersten Runde. Platz neun ist enttäuschend. Jetzt muss ich wieder versuchen, im Rennen das Beste daraus machen."

Alexandre Prémat: "Das Qualifying lief leider nicht nach Wunsch. Wir hätten sehr viel besser sein können, aber da ein elektronisches Problem aufgetreten ist, konnte ich meine Zeit nicht mehr verbessern."

Katherine Legge: "Ich war froh, im Qualifying nach dem kleinen Unfall im vorherigen Training wieder starten zu können. Die Jungs haben großartig gearbeitet und mir ein perfektes Auto aufgebaut. Wir haben ein schnelles Auto. In Qualifying 1 ließ ich es locker angehen. Als ich in Q2 etwas mehr wollte, machte ich einen kleinen Fehler. C'est la vie. Ich hoffe, es läuft besser im Rennen. Wenn alles nach Plan läuft, ist ein Platz unter den ersten zehn, vielleicht sogar den ersten acht möglich."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef): "Ein super Team-Ergebnis! Mit drei Autos unter den ersten vier kann man sehr zufrieden sein. Gratulation an Martin Tomczyk. Er hat gezeigt, dass er 'Mister Nürburgring' ist. Er hat keinen Fehler gemacht und die absolut schnellste Runde gedreht. So kann's weitergehen."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Ich bin sehr zufrieden, denn wir sind ganz dicht an den Zeiten der neuen Autos dran. Ein Zehntel hätte genügt, um sogar in Qualifying 4 zu kommen. Beide Fahrer waren gut unterwegs - bis auf ein Problem, was wir am Auto von Alexandre Prémat hatten. Das müssen wir unbedingt lösen, um ein gutes Rennen für Alex hinzubekommen. Lob an die beiden Fahrer und ans Team. Wir haben wieder den besten Vorjahreswagen gestellt und nur knapp einen Platz unter den ersten vier verpasst."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Es ist schön, mit beiden Autos unter den ersten zehn zu stehen. Es ist allerdings schade, dass 'Rocky' als Neunter knapp nicht ins dritte Qualifying gekommen ist. Etwas enttäuscht war ich darüber, dass wir bei Markus Winkelhock im ersten Qualifying schon zwei Reifensätze verbraucht haben. Sein erster Anlauf war zu langsam. Dieser zusätzlich verbrauchte Reifensatz hat am Ende gefehlt. Mit Platz sieben bin ich also einerseits zufrieden, aber andererseits unzufrieden, weil mehr drin war."

Fotoquelle: xpb.cc

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