In der ersten Kurve landete Maro Engel neben Gary Paffett im Kies

DTM 2009

— 19.08.2009

Engel: Wenn einfach alles schief geht

Maro Engel erlebte am Nürburgring eine Katastrophe nach der anderen: Schlechter Start, Rempler, kaputter Schlagschrauber - Dabei wären die Top 5 drin gewesen

Maro Engel nahm den Rennverlauf auf dem Nürburgring mit einer großen Portion Galgenhumor hin. Eigentlich hatte er sich von Startplatz zehn aus vorgenommen, in die Punkte zu fahren. Und was mit einem Mercedes-Jahreswagen in der Eifel möglich war, hat Kollege Jamie Green gezeigt. Der Brite stand am Start sogar noch eine Position hinter Engel und war am Ende als Fünfter bester Mercedes-Pilot.

Doch bei Engel lief diesmal überhaupt nichts nach Plan. "Man muss sich ein Rennen vorstellen, in dem alles schief geht - dieses Rennen hatte ich", zieht er trocken Bilanz. "Mein Start war eine Katastrophe, ich hatte zu viel Wheelspin. Ich war das ganze Wochenende über schon mit meiner Kupplung nicht so glücklich. Es waren zwar ein paar Starts dabei, die ganz okay waren, aber der war einfach nichts. Da müssen wir mal schauen, was wir da machen können."

Der verpatzte Start war aber nur der Anfang: "Ich wurde dann bereits auf der Start-Ziel-Geraden einmal von hinten heftig angerempelt, wobei ein paar Teile zu Bruch gegangen sind." Danach dachte er sich, "dass ich mich in Turn 1 mal lieber aus dem Chaos raushalte, da viele Autos auf einmal nebeneinander reingefahren sind."

Doch das hat nicht so ganz funktioniert: "Gary Paffett wurde umgedreht, mir genau in den Weg. Irgendwie wurde ich dabei hinten auch noch berührt", schildert Engel den weiteren Verlauf seiner Pechsträhne. "Dabei hat es die gesamte Aerodynamik hinter dem rechten Hinterreifen abgerissen - da war nichts mehr. Ich musste durch den Kies und war dann Letzter - und das mit einem total beschädigten Auto."

Doch der Mücke-Pilot gab nicht auf und machte bis zum ersten Boxenstopp wieder einige Positionen gut. Dabei arbeitete er sich auch an zwei Kolles-Audi vorbei, was sich als gar nicht so einfache Aufgabe erwies: "Mit ihren gerade einmal 1.005 Kilogramm waren sie auf den Geraden natürlich sauschnell." Doch zuerst konnte er Tomas Kostka überholen, dann Johannes Seidlitz, "aber das hat wegen der Gelbphase ein bisschen gedauert."

Beim seinem ersten Boxenstopp erlebte Engel den nächsten Rückschlag: "Der Schlagschrauber ist kaputtgegangen. Dadurch haben wir acht Sekunden verloren. So waren sie wieder alle vor mir und ich durfte sie ein zweites Mal überholen." Das gelang Engel auch, obwohl er durch die Schäden an seinem Auto gehandicapt war: "Zum einen war das Auto langsam, zum anderen schwer zu fahren."

Auch beim zweiten Boxenstopp ging etwas schief, "dadurch habe ich einen Platz an Susie Stoddart verloren. Dann bin ich das Rennen einfach zu Ende gefahren." Schließlich kam er als Zwölfter ins Ziel - weit entfernt von den erhofften Punkterängen.

Dabei wäre am Nürburging so viel für den jungen Deutschen drin gewesen: "Wir waren das ganze Wochenende über stark, vor allem im Verhältnis zu Jamie. Wir waren schneller als er - in der Qualifikation, im Warmup, im Longrun. Natürlich hat er mit seinem fünften Platz einen super Job gemacht. Ich glaube aber, dass das für uns ohne weiteres auch möglich gewesen wäre. Vor allem, weil es ein Rennen war, in dem es vorn so viele Ausfälle gegeben hat."

Da bleibt Engel nur noch eines übrig: "Abhaken und nach vorn schauen. Ich freue mich auf Brands Hatch. Dort fahren wir wieder mit Basisgewicht. Mit einer guten Runde können wir dort sicher gut mitmischen. Brands ist eine Strecke, die ich mag. Punkte sollten auf alle Fälle drin sein."

Fotoquelle: xpb.cc

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