Katherine Legge ist in dieser Saison schnell, aber noch nicht konstant genug

DTM 2009

— 24.08.2009

Legges Berg- und Talfahrt

Katherine Legge erlebt eine Saison mit Höhen und Tiefen: Auf Erfolgserlebnisse folgen Rückschläge, doch ihre Motivation ist ungebrochen

Katherine Legges bisherige Saison glich einer Berg- und Talfahrt. Nach ihrem Debütjahr im Zweijahreswagen stieg die Audi-Werkspilotin in diesem Jahr auf in den Jahreswagen. Damit hat sie das Material, um zu zeigen, was in ihr steckt. Aber 2009 ist es für die Britin bisher nicht immer nach Plan gelaufen.

"Es war ein wirkliches Auf und Ab", sagt Legge über die bisherigen sechs Rennen. "Wir haben vielversprechende Leistungen gezeigt und waren stellenweise sehr schnell - aber nicht konstant. Ich muss auch noch viel lernen. Es lief schon vielversprechend, aber jetzt müssen wir alles zusammenbringen."

So hat sie in dieser Saison ebenso Erfolgserlebnisse wie Rückschläge zu verzeichnen. Ihr absolutes Highlight war das Rennwochenende am Norisring, wo sie mit Startplatz fünf das beste Qualifyingergebnis einer Frau in der "neuen" DTM einfuhr. Im Rennen in Nürnberg gelang ihr dazu die schnellste Rennrunde. Dennoch war mehr als Platz zwölf dabei nicht drin. Denn sie hatte am Start den Motor abgewürgt.

Und es war nicht das einzige Mal, dass Legges Rennen eine unglückliche Wendung nahm. Oft genug steckt sie auch mitten im Getümmel mit anderen Piloten - und wird bei der Konkurrenz inzwischen spöttisch als "Gefahr für alle" bezeichnet. Symptomatisch war das Rennen am Nürburgring, wo sie direkt nach dem Start mit Titelkandidat Gary Paffett kollidierte. Der Brite war danach mehr als ungehalten und schimpfte: "Dass du immer in die Spiegel schauen musst, ob sie bei dir in der Nähe ist, darf nicht sein. Wir fahren hier DTM und nicht ihr erstes Kartrennen."

"Ich hatte einen wirklich guten Start. Ich war innen und dann wurde ich in die Mitte gedrängt", schildert Legge die Kollision aus ihrer Sicht. "Dort waren überall Autos. Irgendjemand ist dann nach innen gezogen und als ich versucht habe einzulenken, haben die Bremsen blockiert. Doch da hat Gary schon in die Kurve eingelenkt und ich habe ihn gerammt."

Während Paffett das Rennen immerhin noch als Achter in den Punkterängen beenden konnte, musste Legge danach mit gebrochener Lenkung aufgeben. Ihre Enttäuschung war einmal mehr groß, denn zuvor hatte sie erneut bewiesen, wovon Audi und ihr Team Abt ohnehin überzeugt sind: Dass sie genauso konkurrenzfähig ist wie ihre Kollegen.

Im freien Training auf den Nürburgring lag sie auf Rang acht, flog dann aber ab. Und im Rennen hätte sie es in die Top 10 geschafft, ist sich Legge sicher: "Ich weiß nicht, ob es für Punkte gereicht hätte, aber ich wäre sicher unter die ersten Zehn gekommen. Es wäre schön gewesen, so ein Ergebnis auf meinem Konto zu haben." Doch die Audi-Jahreswagenpiloten scheinen derzeit ohnehin eine Pechsträhne zu haben, so Legge: "Oliver Jarvis hat auch nur ein paar Rennen beendet, bei Alex Prémat läuft es schlecht, bei mir auch. Das ist wirklich schade, es ist sehr ärgerlich und enttäuschend."

pbbt|1|09dtmnuerburg|||||pb¿Dabei habe sie sich in allen Bereichen verbessert, so Legge. Deshalb wünscht sie sich, dass man ihre Performance danach beurteilt, wie ihr Speed in diesem Jahr im Vergleich zu ihren Teamkollegen ist. Denn zu oft werde sie immer noch anhand ihrer Ergebnisse aus dem Vorjahr beurteilt: "Niemand versteht, wie schwierig es ist, in einem zwei Jahre alten Auto zu fahren. Man merkt, dass die neuen Autos immer gewinnen, dass die Jahreswagen immer die nächsten dahinter sind. Manchmal ist es durchmischt, aber meistens sind die zwei Jahre alten Autos ganz hinten. Und so war es auch bei mir."

"Jetzt habe ich einen Jahreswagen, vier andere Teamkollegen und ich bin im Team Abt. Jetzt ist es einfacher, meine Performance einzustufen. Aber anhand des vergangenen Jahres kann man überhaupt nichts beurteilen", so Legge. Dabei mache sie sich auch selbst "immer einen gewissen Druck, denn ich möchte beweisen, dass ich auf demselben Level bin wie meine Teamkollegen."

Die Motivation der Britin ist jedenfalls ungebrochen - nicht nur, weil als nächstes ihr Heimrennen in Brands Hatch ansteht: "Zudem haben wir gezeigt, dass wir schnell sind. Wir haben herausgefunden, was in den letzten paar Rennen das Problem war. Deshalb ist es nicht schwierig, sich zu motivieren. Es ist nur so, dass wir wirklich einmal ins Ziel kommen und jetzt endlich einmal Punkte holen müssen. Denn wie ich sagte: Die jüngsten Rennen waren schlecht."

Fotoquelle: xpb.cc

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