Oliver Jarvis flog am Nürburgring gemeinsam mit Alexandre Prémat ab

DTM 2009

— 25.08.2009

Jarvis beim Heimspiel: Keine Zeit für Familie

Phoenix-Pilot Oliver Jarvis freut sich auf sein Heimspiel in Brands Hatch: "Eine der tollsten Kurven auf der ganzen Welt"

Bei Oliver Jarvis gibt es 2009 offenbar nur Extreme. Bei zwei Saisonrennen landete der Phoenix-Pilot mit seinem Vorjahres-Audi überraschend auf dem Podest, gleichzeitig gab es auch vier Nuller - nichts dazwischen. Nachdem es zuletzt am Nürburgring nichts zu holen gab, hofft Jarvis, dass ihm ausgerechnet beim kommenden Heimspiel in Brands Hatch wieder ein großer Wurf gelingt.

"Brands Hatch ist eine sehr kurze Strecke, das ist toll für die Fans, weil sie jede Kurve sehen können", beschreibt der Brite. "Es gibt dort eine der tollsten Kurven auf der ganzen Welt: Paddock Hill Bend. Man fährt in die Kurve, kommt nach oben über eine Kuppe, man kann den Scheitelpunkt nicht sehen und dann fällt die Kurve wieder ab. Man spürt die Kompression richtig", freut sich Jarvis auf den Auftritt am ersten September-Wochenende.

Jarvis erklärt weiter: "Danach geht es wieder nach oben in Richtung Druids, eine sehr enge Haarnadel, wieder bergab in die Graham Hill Bend, die früher mit Vollgas ging, aber jetzt wesentlich langsamer ist. Danach geht es duch ein schnelles S in die letzte Kurve. Es ist eine sehr kurze, aber technisch sehr anspruchsvolle Strecke. Und es ist sehr schwierig, es da richtig hinzubekommen."

"Paddock Hill ist die erste Kurve nach der Start-Ziel. Beim Anbremsen geht es bergauf, man kann also den Scheitelpunkt nicht sehen, weil der schon wieder nach unten fällt. Man muss den Scheitelpunkt aber genau treffen. Wenn man ein bisschen von der Linie abkommt, dann landet man oft genug im Kiesbett. Um in Brands schnell zu sein, muss man in der ersten Kurve wirklich ans Limit gehen", so Jarvis. Vor allem diese erste Kurve hat in den vergangenen Jahren oft für Spektakel und Ausfälle gesorgt.

"Es ist mein Heimrennen, die meisten meiner Freunde schaffen es nicht oft, nach Deutschland zu kommen. Es werden also meine Familie und viele Freunde da sein", so der Lokalmatador. Er werde sich allerdings am Rennwochenende kaum Zeit für sein engstes Umfeld nehmen können: "Ich versuche aber trotzdem immer, konzentriert zu bleiben. Sie sollen sich selbst unterhalten und am Sonntagabend trinken wir dann etwas zusammen."

Fotoquelle: xpb.cc

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