Tom Kristensen und Timo Scheider holten die Plätze drei und zwei

DTM 2009

— 05.09.2009

Die Audi-Stimmen zum Qualifying

Timo Scheider steht als Zweiter in der ersten Reihe, Tom Kristensen ist Dritter - Weniger Freude bei den Jahreswagenpiloten

Audi-Pilot Timo Scheider hat sich eine gute Ausgangsposition für das DTM-Rennen in Brands Hatch erarbeitet. Der Tabellenführer musste sich im Shoot-Out um die besten vier Startplätze nur dem Mercedes-Piloten Paul Di Resta geschlagen geben und wurde Zweiter. Scheiders Rückstand betrug lediglich 81 Tausendstelsekunden. Damit gehen morgen dieselben beiden Fahrer aus der ersten Startreihe ins Rennen wie in der vergangenen Saison - dieses Mal nur in umgekehrter Reihenfolge.

Nur sechs Tausendstelsekunden langsamer als Scheider war dessen Teamkollege Tom Kristensen, der sich den dritten Startplatz sicherte. Martin Tomczyk und Mattias Ekström gehen von den Positionen fünf und sieben ins Rennen. Mit Lokalmatador Oliver Jarvis auf Startplatz neun und Markus Winkelhock auf Position zehn gehen insgesamt sechs Audi A4 DTM aus den ersten fünf Startreihen in das Rennen. Alexandre Prémat wurde 15. vor Katherine Legge.

Stimmen zum Qualifying:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und freue mich vor allem darüber, dass Timo Scheider aus der ersten Reihe startet. Wie im Vorjahr steht Paul Di Resta neben ihm, nur dieses Mal in umgekehrter Reihenfolge. Wenn Timo einen guten Start erwischt, hat er vielleicht sogar die Chance, sich an die Spitze zu setzen. Es wird auf jeden Fall ein sehr hartes Rennen, denn man hat heute schon gesehen, wie eng die Fahrzeuge zusammen liegen. Morgen Vormittag werden wir noch einige Longruns machen, um eine gute Basis-Strategie zu finden. Ganz wichtig wird aber dennoch sein, im Rennen schnellstmöglich zu reagieren. Durch die extrem kurze Rundenzeit müssen Entscheidungen schnell und präzise getroffen werden. Das ist für alle Teams eine große Herausforderung."

Timo Scheider: "Wie erwartet haben wir heute ein extrem enges Qualifying erlebt. Mit einem Blick auf meine momentan hartnäckigsten Verfolger Mattias Ekström und Gary Paffett, die nur von den Positionen sechs und sieben starten, bin ich mit dem zweiten Startplatz sehr zufrieden. Die erste Reihe ist gerade hier in Brands Hatch sehr wichtig, denn das Überholen ist schwierig und die Strategie wird eine große Rolle spielen."

Tom Kristensen: "Was für ein spannendes Qualifying. Glückwunsch an Paul zur Pole-Position, Timo und mich trennen dahinter gerade einmal sechs Tausendstelsekunden. Mein A4 war den ganzen Tag schnell, trotz eines leichten Untersteuerns in der entscheidenden Runde reichte es am Ende zu Platz drei. Das ist ehrlich gesagt nicht unbedingt der Platz, von dem man in Brands Hatch starten möchte: Es ist die Position in einer kleinen Senke direkt an der Mauer. Also werde ich mein Bestes geben, um da so schnell wie möglich rauszukommen."

Martin Tomczyk: "Ich bin ganz zufrieden, allerdings nicht mit dem letzten Qualifying-Segment. Ich bin in der letzten Kurve leicht vom Bremspedal abgerutscht, was etwas irritierend war. Deshalb musste ich einen größeren Radius fahren und kam beim Beschleunigen etwas auf den Dreck. Das war entscheidend, denn so kam ich nicht ins letzte Qualifying."

Mattias Ekström: "Ich war einfach nicht schnell genug. Das Auto war nach minimalen Änderungen nicht ganz perfekt. Das Gleiche gilt allerdings auch für meine Fahrweise. Ich starte von Platz sieben. Das ist kein Traumergebnis, aber ich werde am Sonntag wie immer mein Bestes geben."

Oliver Jarvis: "Es lief eigentlich ganz gut, aber mir unterlief in Qualifying zwei mit meinem ersten Reifensatz leider ein kleiner Fehler. Dann zogen wir den zweiten Reifensatz auf, aber es herrschte schon ab der Boxengasse dichter Verkehr. Am Ende fehlten mir dann nur fünf Tausendstel. Aber so ist Rennsport. Jetzt freue ich mich auf den Sonntag und hoffe auf ein starkes Rennen."

Markus Winkelhock: "In Qualifying zwei hatte ich gehofft, meine Zeit mit dem zweiten Reifensatz verbessern zu können. Aus irgendeinem Grund war die Balance nicht ganz so gut wie mit dem ersten Satz. Ich bin mit Platz zehn nicht unzufrieden, aber es war schon unser Ziel, in Q3 zu kommen. Olli Jarvis und ich haben es knapp verpasst. Meistens läuft es im Rennen besser als im Qualifying, deshalb hoffe ich, dass am Sonntag mehr drin ist."

Mike Rockenfeller: "Schon im Freien Training passte die Balance des Autos überhaupt nicht. Im Qualifying war sie etwas besser. Am Ende nur Zwölfter zu sein, ist aber eine Enttäuschung. Andererseits war es sehr schwer, mit einem Vorjahresauto überhaupt bis in dritte Qualifying zu kommen."

Alexandre Prémat: "Das Qualifying war sehr schwierig. Es hätte auf jeden Fall für das zweite Qualifying reichen müssen, denn nur vier Tausendstel haben mir auf Ralf Schumacher gefehlt. In letzter Sekunde hat er mich von Platz 14 verdrängt. Ich bin natürlich enttäuscht. Es war wirklich nicht einfach, noch dazu, da wir am Vormittag noch ein kleines Bremsproblem hatten."

Katherine Legge: "Das Qualifying verlief ganz schlecht, denn unsere zeitlichen Abläufe waren unglücklich. Ich fand einfach keine Lücke. Es war ein bisschen wie Domino, weil jeder den anderen behinderte. Ich konnte in vier Anläufen nicht eine freie Runde fahren. Wir sind sehr viel schneller, als wir es gezeigt haben. Das gleiche gilt für Alex Prémat. Ich hoffe, wir kommen durch das Feld nach vorn, auch wenn es schwierig wird."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef): "Wir haben mit den Plätzen zwei und drei noch das Beste herausgeholt. Das ist eine Super-Ausgangsposition, auch im Hinblick auf die Meisterschaft und unsere Wettbewerber. Timo startet im Vergleich zu Gary Paffett relativ weit vorn. Das wird ein spannendes Rennen am Sonntag."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Wir haben im Qualifying gesehen, wie eng die Zeiten auf dieser Strecke beieinander liegen. Oliver Jarvis haben einige Hundertstel gefehlt, um unter die ersten acht zu kommen. Aber 'hätte', 'wenn' und 'aber' gibt es nicht - die Runde muss einfach passen. Uns fehlten einige Hundertstel, deshalb Platz neun. Schade. Bei Alex hat man gemerkt, dass ihm die verlorene Trainingszeit vom Vormittag fehlte. Es ist ihm keine optimale Runde gelungen."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Wir wussten, dass es ziemlich eng wird. Wenn ich unsere Zeiten aber mit denen aus dem Vorjahr vergleiche, brauchen wir uns nicht zu verstecken: Damals lag die Bestzeit bei 42 Sekunden, jetzt fuhren wir 41,7 Sekunden. Das hätte ich nicht gedacht. Und mit den Positionen zehn und zwölf bin ich angesichts der knappen Abstände gar nicht so unglücklich. Das ist in etwa das, was wir erwartet haben."

Fotoquelle: xpb.cc

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